02.06.2002 | Kindheitsscheiß #01

Ein kleine Geschichte über einen Jungen namens Max (eventuell Metaphern und NichtimmerunbedingtderWahrheitentspechenden Übertreibungen vorhanden lul)


ein kleiner Max feierte an diesem Tag seinen 6. Geburtstag - der 02. Juni 2002. Am Abend davor wusste er noch nicht, was ihn erwartet. Er wusste nicht, dass er eine Heimkonsole geschenkt bekommt. Das war so ein exotisches Teil, was in der Grundschule niemand hatte. Eine Spielekonsole, die man an den Fernseher anschließen konnte. Max schwärmte immer von einem Gameboy. Während fast alle aus Max' Schulklasse immer über Pokémon redeten, saß Max daneben und fragte sich: "Was ist Pokémon?" Aber Max hatte einen älteren Bruder, einen älteren Bruder, der Nintendo spielte - auf einem SNES, ebenfalls einer Heimkonsole. Max wollte auch Nintendo spielen. Und er wollte schon immer diesen coolen Nintendo 64.


Also schenkten ihm Mama und Papa zum Geburtstag einen Nintendo 64, zusammen mit den Spielen Super Mario 64, Mario Kart 64 und Mario Party. In der Schule konnte er dann angeben. Alle seine Freunde redeten immer wieder über Pokémon: "Boah, krass man, gestern habe ich mein Rattfratz zu einem Rattikarl entwickelt. ich bin der geilste Ficker!". Und dann kam der Max in die Klasse. Und seine Freunde fragten ihn, was er den geschenkt bekommen hatte. Die Antwort sorgte für offene Münder. "Einen Nintendo 64 Jetzt bin ICH der geilste Ficker!!!" Hinten aus der Ecke drangen verblüffte Worte: "Die kann man doch an den Fernseher anschließen, oder? Wooooow!". Also lud er alle seine 40.000 Freunde (zumindest waren es plötzlich so viele, davor waren es 0) zu seinem Kindergeburtstag ein.


Damals wohnte der Max noch in einem Haus mit Keller. Es gab einen Wäschekeller für die Wäsche, einen Bastelkeller, falls Mama wieder irgendeinen Scheiß basteln will und es gab einen Spielekeller, den Mama und Papa erst vor einigen Wochen eingerichtet haben. Max spielte gerne mit Lego und da in seinem Zimmer kein Platz mehr dafür war, haben Mama und Papa den Keller extra für ihn aufgeräumt und eingerichtet. Seine Schwester hatte dann auch irgendwann etwas davon, um ihre 5 Mülltonnen voll Playmobil- und Barbiekram dort abzuladen. Max fand das nicht cool, aber zumindest durfte seine Zockerecke dort bestehen bleiben. Mann, war das cool.


Zum spielen ging Max also in den Keller - zum Lachen auch...