Weihnachten 2002 | Kindheitsscheiß #05

Es war der 24.12.2002. Heute kam der Weihnachtsmann. Einige Tage zuvor hat der kleine Max einen Brief an den Weihnachtsmann geschrieben. Was in diesem Brief drin stand, konnte nicht mehr ermittelt werden. Aber Max hatte einen Haufen Wünsche. Neben Standard-Legoscheiß, irgendwelchen Micky Maus Taschenbüchern und sonstigem Spielzeug wünschte sich Max für seinen Nintendo 64 das Spiel Banjo-Tooie. Er hatte eine coole Werbung im Fernsehen gesehen und wollte das Spiel unbedingt haben.


Max wollte sofort ins Videospielgeschäft, er flehte seine Mutter an, zog sie ins Auto, setzte sich auf den Fahrersitz und wollte gerade losfahren. Er hätte es sicherlich auch geschafft, wenn er mit seinen kleinen Beinchen an das Gaspedal zu gekommen wäre... (okay, leichte Übertreibung an der Stelle). Seine Mutter sagte zu ihm, dass er sich das doch vom Weihnachtsmann wünschen könnte. Viel Zeit war nicht mehr bis Weihnachten. Es war ungefähr der 27. November. Also schrieb er an erster Stelle Banjo-Tooie auf seinen Wunschzettel. Das wollte er auf jeden Fall haben. Entweder dieses Spiel oder gar nichts.


Und dann kam der Tag. Der 24.12.2002. Max war ungeduldig. Während alle gegessen und gesungen haben, konnte Max es nicht abwarten. Ungefähr alle 45 Sekunden sah Max aus dem Fenster und wartete darauf, bis der Weihnachtsmann mit seinem Schlitten vorbei fliegt. Irgendwann kündigten seine Eltern die frohe Botschaft ein. Der Weihnachtsmann würde gleich kommen. Seine Eltern schickten alle Kinder in ihre Zimmer. Es war 17:30, als Max seine Nase an die Scheibe drückte und raus sah.


Irgendwann klingelte ein Glöckchen. Der Weihnachtsmann war da. Max sprintete die Treppe runter, legte sich fast auf die Fresse und kam als erster am Tannenbaum an. Dort lag für jedes seiner Geschwisterkinder und für ihn selbst ein Stapel mit Geschenken. Max schnappte sich sofort alle seine Geschenke und wollte am liebsten alle gleichzeitig aufmachen. Doch bevor er dazu kam, alle Geschenke aufzureißen, unterbrach seine Mutter ihn. Denn zunächst wurde noch einmal gesungen. Es vergingen nochmal hunderte Stunden... gut, eigentlich waren es nur 3 Minuten, aber für Max waren es hunderte Stunden, bis er endlich seine Geschenke auspacken konnte. Neben einem neuen Lego-Zug, neuen Lego-Straßen, neuen Bauteilen und einem Micky Maus Taschenbuch bekam der Max doch tatsächlich Banjo-Tooie. Er wollte am liebsten sofort loslegen und war gedanklich schon längst in seinem Spielekeller. Aber er durfte noch nicht. Erst mussten alle Geschenke ausgepackt werden, alle Geschenke mussten bestaunt werden und erst dann konnte Max endlich spielen.


Heute ist Banjo-Tooie Max' absolutes Lieblingsspiel. Er schwanke lange Zeit zwischen Super Mario 64 und Banjo-Tooie, aber irgendwann stand Banjo-Tooie endgültig fest. Bereits Banjo-Kazooie war ein richtig cooles Spiel, aber Banjo-Tooie war bei weitem besser. Und darüber erzähle ich euch in einem kommenden Artikel.

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