
Mit angekündigter Verspätung komme ich nun zu meiner Bücherliste 2024. Bzw. zu deren ersten Hälfte, denn tatsächlich konnte ich die erhöhte Leserate, die letztes Jahr im Dezember begann für ein Jahr aufrecht erhalten und sitze somit vor meiner längsten Bücherliste überhaupt. Zumindest seit ich sie aufschreibe, aber ich bin mir sehr sicher, dass ich auch vorher nie mehr gelesen habe. Für eine Übersicht über die letzten fünf Jahre gibt es jetzt noch die obligatorische Verlinkung, ehe ich endlich mit der Liste selbst beginne: 2019, 2020, 2021½, 2021, 2022½, 2022, 2023.
Halber Bücherstapel 2024 (c) me
- Das Antiquariat der verlorenen Dinge von Daphne Mahr
Ganz oben ist mal wieder mein e-Book-Reader; auch wenn seine Hülle inzwischen leider etwas angeschlagen ist ... Dieses Buch hatte ich tatsächlich am Ende meiner letzten Bücherliste schon angekündigt, dass ich es lese. Inzwischen bin ich natürlich schon lange durch. Was aber auch bedeutet, bei einer so langen Liste kann das ein oder andere Detail verloren gehen. Ich gebe aber mein Bestes. Hier geht es um Clara, die ein Praktikum in einem Antiquriat in Lyon machen darf, bei dem ihr Großvater vor seinem Tod als Buchbinder angestellt war. (Zumindest bin ich mir halbwegs sicher, dass er Buchbinder war.) In der alten Werkstatt ihres Großvaters stößt sie auf ein Buch, in dem sich ein seltsamer Zettel befindet, der letztlich der Startpunkt einer ungewöhnlichen Reise durch Frankreich wird. Ich denke, dies war schon das erste Buch letztes Jahr, das mich dazu gebracht hat, weniger Liebesgeschichten in spezifisch Fantasy-Büchern zu wollen. Denn so wirklich logisch war sie nicht - und hat mindestens an einer Stelle, wenn nicht an mehreren dafür gesorgt, dass die Protagonisten ihr Gehirn ausschalten, auch wenn sie eigentlich mehr oder weniger auf der Flucht vor unheimlichen Gestalten waren. Auch die verlorenen Dinge selbst waren irgendwie so viel weniger wichtig als der Titel vermuten ließe. Der gefundene Zettel war irgendwie magisch, aber nicht wirklich verloren, wenn ich mich richtig entsinne. Es war jetzt definitiv nicht schlecht. Aber ab und zu konnte ich über Clara nur den Kopf schütteln. Vielleicht fehlte mir einfach noch ein kleines Bisschen. (Magie? Keine Ahnung.) - Astrid Lindgren von Susanne Lieder
Eigentlich hat das Buch ja noch den Untertitel (oder was genau es sein soll) "Ihr Leben ist voller Kindheit, in der Liebe musste sie nach dem Glück suchen", aber den finde ich ziemlich grausig. Also Astrid Lindgren reicht. Dies ist eine Romanbiografie über das Leben der schwedischen Kinderbuchautorin. Das bedeutet, es ist nicht alles einfach nur widergegeben, sondern szenisch erzählt. Das war aber wohl auch eines meiner größten Probleme in dem Buch. Es war einfach seltsam, in den Gedanken einer echten Person zu sitzen, die sie aber nicht selbst geschrieben hat. Oft konnte ich das zwar ausblenden, aber manchmal war es eben etwas merkwürdig. Das zweite große Problem, das ich hatte, war Astrids Ehemann Sture Lindgren. Mit dem bin ich von Anfang an nicht warm geworden, er war hier mehr eine Nebenfigur und ich konnte ihre Beziehung nie wirklich nachvollziehen. Vielleicht ist das auch dem geschuldet, dass es eben eine Romanbiografie und damit weder das eine noch das andere ist. Das und dass es hier wohl wirklich hauptsächlich um ihren Weg zur Autorin ging und eben nicht um ihre Liebesgeschichte, auch wenn der "Untertitel" etwas anderes vermuten lässt. Das Buch beginnt 1929 damit, dass Astrid ihren Sohn Lasse zu sich holt, der vorher in einer Pflegefamilie wohnte und endet 1958, nachdem ihre Bücher auch in Deutschland veröffentlicht wurden. (Gut möglich, dass ich Details vom Ende hier vergesse.) Und diesen Weg zum Geschichtenschreiben fand ich auch wirklich gut und interessant erzählt. Auch die Einblicke in die Kindheit oder ihr Familienleben. Nur eben die Liebe war für mich nicht glaubwürdig erzählt. Aber wie gesagt, ich weiß halt auch nicht, was ich von einer Romanbiografie erwarten sollte. Insgesamt war es aber wirklich sehr gut zu lesen. Und das ist ja zumidest etwas. - The Secret Book Club - Die Liebesroman-Mission von Lyssa Kay Adams
2020 habe ich dieses Buch schon einmal gelesen. Dort stehen auch meine initialen Gedanken inklusive Inhaltsbeschreibung. Dort steht aber auch, dass es für mich nichts unbedingt Besonderes war. Da ich Anfangdesletzten Jahres aber explizit auf dieses Buch Lust hatte, kann das so ja gar nicht stimmen. Irgendwie muss es doch hängen geblieben sein. Denn ich lese wirklich genug Liebesromane, um eine gewisse Auswahl zu haben. Ich kann gar nicht mehr genau sagen, woran es lag, dass ich ausgerechnet diesen unbedingt lesen wollte. Vielleicht waren es einfach die Charaktere, die mich wieder angezogen haben. Vielleicht das ungewöhnliche Setting. Ein bisschen wie es mir mit Für immer dein Prinz im selben Jahr damals ging. Und ich sehe die Kritik, dass die sexuelle Belästigung als Katalysator oder Mission missbraucht wird, aber ich möchte das nicht so eng sehen. Ich kann das glücklicherweise auch nicht hinreichend bewerten. Und ich lese es eher der Liebesgeschichte als der Mission wegen. - Warrior Cats - 1. Staffel (+) von Erin Hunter
Endlich habe ich es geschafft, die erste Staffel Warrior Cats noch einmal zu lesen. Explizit umfasst dieser Punkt: Blaustrerns Prophezeiung, In die Wildnis, Feuer und Eis, Geheimnis des Waldes, Vor dem Sturm, Gefährliche Spuren, Stunde der Finsternis, Wolkensterns Reise, Feuersterns Mission und Das Schicksal des Wolkenclans. Begonnen habe ich mit dem ersten Buch am 20. Januar und beendet habe ich das letzte am 16. Oktober. Und eigentlich sollten noch Das Gesetz der Krieger, Von Helden und Verrätern und vielleicht noch ein/zwei Short Adventures, die ich noch nicht besitze, folgen. Aber nachdem ich mich von Feuerstern verabschiedet hatte, habe ich erstaunlich lange für die Geschichte des Wolkenclans gebraucht und dann war irgendwie mein Momentum aufgebraucht. Außerdem wollte ich, wenn ich damit fertig war, einen Eintrag im "Ich lese ..."-Topic schreiben, um hier nicht auf zehn zusätzliche Bücher eingehen zu müssen. Und ich denke, ich verweise trotzdem darauf, auch wenn der Post noch nicht existiert. Ich lese einfach dieses Jahr die letzten Bücher und reiche das dann nach. Aber zumindest kurz sollte ich hier trotzdem drauf eingehen. Warrior Cats beschreibt die Welt wilder Katzenclans, die im Wald mal mehr und mal weniger friedlich zusammenleben. In der ersten Staffel (beginnend mit In die Wildnis; Blausterns Prohezeiung als Special Adventure spielt nur zeitlich vorher, weshalb ich es zuerst gelesen habe) folgen wir Hauskater Sammy, der auf die Katzen des Donnerclans trifft und sich dazu entscheidet, sich ihnen anzuschließen. So lernt er ihre Welt und Gesetze kennen und findet sich plötzlich inmitten einer riesiger Verschwörung wider. Ich hab dabei so viele Kleinigkeiten vergessen und war immer wieder überrascht, wie viel eigentlich in den einzelnen Büchern passierte. Dabei ist auch deutlich geworden, dass die Autorinnen mit der Zeit besser geworden sind. Es gibt immer noch kleinere Unstimmigkeiten, die hängen aber meist eher mit den Special Adventures als mit der Hauptreihe zusammen. Wie gesagt, ein längerer Beitrag dazu soll definitiv noch folgen. Ich will gerne auf jedes der Bücher einzeln eingehen. Aber bei der Masse, die ich noch vor mir habe, habe ich heute definitiv keine Zeit dafür. Also auf später. Und ich werde den Post dann sicherlich hier oder in den Kommentaren noch verlinken. - Das Mädchen, das in den Wellen verschwand von Axie Oh
Wo ich gerade noch von dem Topic sprach, zu diesem Buch existiert tatsächlich ein Beitrag dort: Ich lese .... Darin gehe ich eigentlich schon recht ausführlich auf den Inhalt und meine Gedanken dazu ein, aber zumindest grob sollte ich es hier auch noch einmal schreiben. In dem Buch folgen wir Mina, die sich selbst an den Meeresgott opfert, damit die Freundin ihres Bruders verschont wird. Doch in der Welt der Geister und Götter ist alles anders, als sie es erwartet hatte. Und der Klappentext lässt uns ebenfalls im Dunkeln, sodass wir mit Mina zusammen in diese ungewohnte Welt eintauchen. Dadurch habe ich etwas länger gebraucht, um in das Buch hineinzufinden. Danach war ich aber durchaus begeistert. Im Nachhinein sehe ich einige Probleme darin, welche nicht zuletzt von zu vielen Charakteren herstammen, aber spoilerige Gedanken dazu findet man im verlinkten Spoiler. Vorausgesetzt man stört sich nicht an Spoilern. So genug dieses Wortes und zurück zur Geschichte. Ich mochte die Liebesgeschichte hier tatsächlich sehr gerne und insgesamt war es einfach schön zu lesen. Ich verstehe, warum es in Booktube-Kreisen empfohlen wurde und würde mich der Empfehlung definitiv anschließen. - This is our Time von Kathinka Engel
Ich hatte das Buch schon am Ende der letzten Liste erwähnt und meinte, ich habe herausgefunden, "dass es einen zweiten Teil gibt, weshalb dieses Buch wohl nicht mit "und sie lebten glücklich bis an ihr Lebensende" ausgehen wird ... jetzt habe ich ein bisschen Angst ... Und hintergangen habe ich mich auch gefühlt." Nun, inzwischen muss ich bei dem Buch hauptsächlich an die Serie Famous in Love denken (auch wenn ich erstmal den Titel suchen musste). Die hat nämlich so ziemlich dieselbe Prämisse eines einfachen Mädchens, das zufällig in der weiblichen Hauptrolle einer großen Produktion landet. Hier ist es eine Netflix-Serie, die Hollywoodstar und Bad Boy Rio McQuoid von seinem Image befreien soll. Und weil Praktikantin Ferne ihn als einzige nicht anhimmelt, sondern am liebsten zum Teufel schicken möchte, konnte sie am Besten die genervte, aber ihm schließlich doch verfallende Hauptrolle der Serie spielen - eine Geschichte, die natürlich vom echten Leben gespiegelt wird. Das Buch hat 431 Seiten und alles, an das ich mich erinnere, könnte man bestimmt auf fünfzig zusammenfassen. Im zweiten war es, glaube ich, schlimmer, aber das kommt ja noch. Der Übergang zum Liebespaar kam, glaube ich, etwas schnell. Aber, dass ich so viel "glaube ich" schreiben muss, zeigt eigentlich nur, dass leider nicht wirklich viel hängen geblieben ist. - Just Stab Me Now von Jill Bearup
Das sagt eigentlich alles. Ganz ehrlich, ich habe dem einfach nichts mehr hinzuzufügen. Dies ist das erste Buch, das ich jemals vorbestellt habe. Ich bin sonst nicht so hinterher bei Neuerscheinungen, es sei denn, es handelt sich um Fortsetzungen, auf die ich warte. Aber dies ist ein Einzelband. Und grundsätzlich kannte ich bereits den kompletten Inhalt, denn er basiert auf einer YT-Shorts-Reihe. Eine Reihe, die ich in den Wochen vor der Veröffentlichung noch einmal komplett geguckt habe. Dann kam das Buch am 5. Februar raus. Und ich hatte es am 8. beendet. Ich habe in den Tagen quasi nichts gemacht, außer zu lesen. Und ich war etwas langsam, weil es Englisch ist. Aber ich liebe die Geschichte. Insbesondere Rosamund, die eigensinnige Protagonistin in Caroline Lindleys neuestem Buch. Eine Protagonistin, mit der die Autorin gerne kommuniziert, die aber trotzdem so überhaupt keine Lust auf die Geschichte hat, die Caroline schreiben will. Und genau daraus ergibt sich eine so viel bessere Geschichte! Lest meine Bücherpräsentation, um die Gesamtheit von allem zu erfahren. Nur eins noch: Nach Clans of London und der Phönix-Saga war es schön, mal eine positivere Caroline zu lesen. - Bestickt mit den Tränen des Mondes von Elizabeth Lim
Nach Ein Kleid aus Seide und Sternen 2021 habe ich fast drei Jahre gebraucht, um den zweiten Teil zu lesen. Und das hat sich gerächt. Denn ich hab fast gar nichts mehr gewusst. Insbesondere hatte ich keinerlei emotionalen Bezug zu meinen Charakteren. Ich kann noch grob sagen, worum es im ersten Band ging, aber alle Details, gerade zum Ende hin, waren weg. Warum ausgerechnet die zweite Hälfte verloren ging, kann ich nur vermuten, aber ich denke, weil es sich damals wie ein anderes Buch anfühlte. Und jetzt habe ich den zweiten Teil gelesen und weiß noch so viel weniger, weil eben der Bezug fehlte. Ich weiß noch, dass der Dämon, der sich am Ende des letzten Bandes in Maia eingenistet hat, immer mehr Macht über sie gewinnt, was eigentlich eine interessante Prämisse ist. Aber ich war dem meistens so gleichgültig gegenüber. Auch die letzte Schlacht, von der ich nicht einmal mehr sagen kann, ob ich allein mit ihrer Erwähnung spoilere, hat keine emotionale Reaktion ausgelöst. Ich hab mich mehr durch das Buch gequält, als dass ich es gelesen hätte. Und der Hauptgrund war wahrscheinlich wirklich der Abstand zum ersten Teil. Aber ich mochte ihn auch nicht genug, um ihn noch einmal zu lesen. Vielleicht hätte ich hier einfach auch sagen sollen, dass der erste Band nicht schlecht war, mich aber nicht genug reizte, um die Dilogie zu beenden. Aber ich hatte das Buch, weil ich beschlossen hatte, es zu lesen. Und das habe ich getan. War nicht meine beste Entscheidung. Aber ich glaube wirklich, das liegt mehr an mir als am Buch. Also lasst euch davon bitte nicht abschrecken. Vielleicht hätte es nicht schlecht sein können. Ich fand es auch nie wirklich schlecht. Ich war nur viel zu gleichgültig allem gegenüber. - Liebe braucht nur zwei Herzen von Judith Wilms
Ich weiß gar nicht, ob das mein einziges Mängelexemplar ist. Vielleicht, vielleicht auch nicht. Aber als jemand, der bei hübschen Büchern oft genug darauf aufpasst, nicht mal irgendeinen Knick hineinzubekommen, sind Mängelexemplare nicht wirklich verbreitet. Dieses klang jetzt ganz nett, wäre für Vollpreis aber bestimmt nicht in meinem Regal gelandet. So aber konnte man es ja mal lesen ... Und viel besser war es auch nicht. Ich muss gestehen, ich erinnere mich auch nicht an so viel davon. Es geht um Liv, die anderen dabei hilft, sich von Dingen zu trennen und so Ordnung zu bewahren. Und das ist nicht nur ihr Job - sie lebt auch danach. Als sie eine Kiste alter Erinnerungen an ihre Jugendliebe findet, will sie auch diese loslassen. Doch bei den Mülltonnen steht Florian, besagte Jugendliebe, plötzlich vor ihr. Und damit zieht das Chaos in ihrem Herzen ein. Der Klappentext sagt außerdem, dass Florian eine kleine Tochter hat, aber ich glaube, sie selbst war kaum wichtig. Ich glaube, das Drama mit ihrer Mutter war wichtig. Aber auch das ist absolut nicht sicher. Ich habe ein paar Szenen im Kopf, aber so gut wie keine davon hat irgendwas mit der Liebesgeschichte zu tun. Und das ist bei einem Liebesroman doch irgendwie ... aussagekräftig. Nur leider negativ. Ich habe das Buch beendet mit einem Gefühl von "kann man machen, muss man aber nicht". Im Sinne von, ich bereue es nicht unbedingt, das Buch gelesen zu haben, aber es war jetzt auch nicht sonderlich großartig. Es war ganz okay. Ich bin mir nicht sicher, ob ich es aufgrund der fehlenden Erinnerungen runterstufen sollte, aber da ich mich eben nicht erinnere, erscheint mir das auch nicht fair. Also bleibe ich einfach bei "ok". - Earth Ending von Elise Kova
LetztesVorletztes Jahr habe ich mit der Reihe begonnen,diesesletztes habe ich sie beendet. Die Einträge zu den ersten beiden Bänden finden sich also in der verlinkten Liste und alles, was jetzt folgt, beinhaltet ein paar Spoiler. Als erstes musste der letzte Plottwist des vorherigen Bandes aufgelöst werden, was relativ schnell vonstatten ging. Zumindest erinnere ich mich nicht daran, dass es mehr Zeit eingenommen hätte. Aber ich habe schon in den letzten Bänden das Gefühl gehabt, das viel geredet und wenig gesagt wurde. Hauptsächlich behandelt dieser Band die Schlacht im Norden. Vhalla ist als Eigentum der Krone endlich an der Kriegsfront angekommen, an der der Kaiser die letzten Widerstände Shaldans überwinden und das große Reich endlich vollständig unter sich vereinen möchte. Und Vhalla als Windläuferin, die mit ihren Projektionen die gegnerische Befestigungsanlage ausspionieren kann, hat keinen geringen Anteil daran. Und ich bin mir nicht ganz sicher, aber vielleicht ist das mein Lieblingsband. Zumindest war es der erste, der angenehm zu lesen war. Besonders Air Awoken war nun wirklich nicht sonderlich gut geschrieben, aber hier hatte man wirklich das Gefühl, die Autorin sei ins Schreiben reingekommen. Und das macht wirklich einen großen Teil aus. Auch der Twist am Ende war am wenigsten dramatisch, aber das könnte auch daran liegen, dass mir die Liebesgeschichte nicht sehr wichtig war. Am Anfang des Bandes hätte ich auch noch kein Problem damit gehabt, wäre Vhalla mit Baldair zusammengekommen. Na ja. Ich kann zumindest nicht mehr sagen, dass es schlecht ist. - Prinzessin Fantaghiro - Im Bann der Weißen Wälder von Jennifer Alice Jager
Das Buch habe ich schon eine ganze Weile. Ich glaube, es war 2022 am Ende von Die Insel der Sturmpferde, dass ich eine Leseprobe dazu gelesen hatte. Auf jeden Fall hatte ich es dann irgendwannruntergesetzt erstanden undletztesvorletztes Jahr (wie ausgangs erwähnt) schon einmal fast angefangen.DiesesLetztes Jahr war es dann so weit. Durch das Vorwort der Autorin wusste ich, dass es sich um eine Märchenerzählung handelte, ich hatte aber etwas mehr mit einer Märchennacherzählung gerechnet. Das Buch war insgesamt doch sehr märchenhaft in der Art und Weise, wie es erzählt wurde. Ich werde jetzt nicht versuchen, das zu erklären, weil ich mir 2017 geschworen habe, nie wieder eine Märchendefinition lesen zu wollen, aber dieses bestimmte Märchengefühl sollte vielleicht halbwegs bekannt sein. Auf jeden Fall geht es hier um Fantaghiro, die sich lieber in den Weißen Wäldern herumtreibt, anstatt sich wie ihre Schwestern um ihr hübsches Äußeres zu kümmern. Zur Strafe bestimmt ihr Vater, dass sie ihre Schwestern nur als Stallbursche zum Ball des Nachbarlandes begleiten darf. Und dann traue ich mich nicht weiter an einen hübschen Klappentext, sondern beschreibe, dass mir die sich anbahnende Liebesgeschichte, in der Fantaghiro weiterhin für einen Jungen gehalten wird, ganz gut gefiel. Das war schon irgendwie niedlich. Aber damit endet die Geschichte nicht, denn es wird auch noch das Geheimnis um die Weißen Wälder gelüftet, das mir irgendwie zu schnell und zu unemotional (und darin märchenhaft) vonstatten ging. Ich habe nicht viele Erinnerungen daran, aber dass sich die Ereignisse ein wenig überschlugen weiß ich noch sicher. Und das hat die Geschichte für mich etwas schlechter erscheinen lassen. Insgesamt war sie aber trotzdem ganz gut. Nichts was irgendwie herausstechen würde, aber auch nicht schlecht. - Love it up von Stella Tack
2021 habe ich mit Beat it up den ersten Teil dieser Reihe gelesen. Light it up habe ich dann aber irgendwie übersprungen und bin gleich bei Love it up gelandet. Bei diesen Liebesgeschichten, bei denen sich jeder Band um ein anderes Paar dreht, ist das aber auch wirklich nicht schlimm. Und vielleicht hole ich Light it up ja irgendwann auch noch nach. Insbesondere, da mir dieser Band doch besser gefallen hat als der erste. Hier folgen wir Ethan, Summers bestem Freund, der nun über sie hinwegkommen will. (Immerhin hat Summer im ersten Band ihre große Liebe gefunden.) Auf seiner Weltreise mit seinem Kumpel Tyson landet er unfreiwillig in der Tanzshow "Love it up". Dort verbringt er unweigerlich viel Zeit mit der Tanztrainerin Payton, die ihm den Kopf verdreht hat. Doch Berühmtheit im Reality-TV hat seinen Preis. Ich muss gerade extrem vage bleiben, weil mir gerade der Mittelteil des Buches nicht mehr einfallen will. Ich erinnere mich recht gut an Anfang und Ende, aber die Mitte ist irgendwie weg. Das liegt aber vermutlich hauptsächlich daran, dass ich hier faszinierenderweise das umgekehrte Phänomen zu Beat it up hatte. Ich mochte die Charaktere deutlich lieber als das Setting. Ich meine, ich musste aktiv nachgucken, dass ich Payton schon im ersten Band kennengelernt hatte, so wenig sind die Charaktere damals hängengeblieben. Hier haben sie mir deutlich besser gefallen, während die Tanzshow nicht wirklich mein Ding war. Aber das Buch hat mir doch gefallen. Ich wäre wohl auch ohne die Verbindung zu den anderen Bänden klargekommen, aber es war jetzt auch nicht unbedingt schlecht. Nein, es war ein gutes Buch. - Silvershade Academy - Verborgenes Schicksal von Annie Lane
Eve träumt von Feuer. Jede Nacht verbrennt sie in einem ihr unbekannten Raum. Als sie ihrer Tante davon berichtet, schickt diese sie auf eine neue Schule. Dort erfährt Eve nicht nur, dass Magie existiert, sondern dass sie die nächste Seherin ist und mit ihren Träumen die Zukunft gesehen hat. Und Feuer ist das Element der Dämonen. Kann also Bad Boy Alistair derjenige sein, der ihr hilft? Oder haben alle um sie recht und sie sollte sich auf keinen Fall auf einen Dämonen einlassen? Ich denke, wer auch nur ein paar YA-Romantasy-Bücher gelesen hat, wird die Antworten auf diese Fragen kennen. Es war jetzt nicht sonderlich überraschend. Dieser Band funktionierte auch noch ganz gut. Ich hatte im Schreibstil manchmal so meine Probleme (und habe gerade gesehen, dass ich mir unwissentlich auch noch die zweite Dilogie der Autorin gekauft habe ...), aber es war mehr oder weniger, was man erwarten würde. Also die Geschichte hat jetzt nicht wirklich irgendwelche überraschenden Twists mit sich gebracht, aber ich erinnere mich auch nicht daran, dass ich sie sonderlich schlecht fand. Ich war mit dem gesamten Konzept der Dämonen nicht so zufrieden, aber auch das war, glaube ich, im zweiten Teil stärker vertreten. Also werde ich da dann noch mehr zu allem sagen. Insgesamt kann man das Buch wohl als unspektakulär bezeichnen - zumindest wenn man sich in dem Genre ein wenig auskennt. Und da ich magische Internate ganz gerne lese, tue ich das. - Triff mich im tiefen Blau von Antje Babendererde
Seit ich in der siebten (?) Klasse im Deutschunterricht Der Gesang der Orcas gelesen habe, schleiche ich um die Bücher von Antje Babendererde herum. Ich erinnere mich daran, das ich es gut und atmosphärisch geschrieben fand. Aber ich habe bis zu diesem Zeitpunkt doch nie wirklich eines gelesen. Und dann kam Triff mich im tiefen Blau mit seiner wunderschönen Ausgabe und es hat mich irgendwie verzaubert. Also ist dieses nun endlich mein zweites Buch von der Autorin. Hier geht es um Leonie, die sich vor der Welt verschlossen hat. Denn die Welt ist kaputt, das Klima kaum zu retten und kaum jemand scheint etwas dagegen zu unternehmen. Für einen Tapetenwechsel zieht sie über den Sommer zu ihrer Mutter, die auf die Hebrideninsel Orasay ausgewandert ist. Dort trifft sie auf Tam, der selbst einen Schmerz verschlossen hat. Und doch ist er es, dass Leonie sich öffnet. Er, die Insel und die wilde Delfindame Kila, mit der Tam schwimmt. Ich habe das Buch wegen dem atmosphärischen Schreiben gelesen, das ich erwartet und zumeist auch bekommen habe, aber es setzt sich eben auch mit ernsteren Themen wie Klimaprotesten auseinander. Einem fast unmöglichen Thema, wie es manchmal scheint. Dabei hatte ich hier jedoch nicht das Gefühl, dass etwas gepredigt würde oder unsensibel an die Sache herangegangen würde. Ich empfand es als eine delikate Mischung aus Aufruf und Möglichkeiten. Das mag nicht allen so gehen, aber für micht schien hier eine gute Balance gefunden. Und auch die Liebesgeschichte war endlich mal wieder sanft statt stürmisch und irgendwie ... amerikanisch (als Zusammenfassung für die Art, wie es z.B. in Highschoolfilmen und Büchern geschieht). Das hat mir sehr gefallen. Zeitlich haben wir gerade übrigens Ende März/Anfang April und es war noch recht kalt - aber ich habe dieses Buch komplett draußen gelesen. Und jedes Mal an einem anderen Ort. Vielleicht sollte ich das irgendwann mit einem anderen Buch noch einmal machen. Aber scheinbar hat es gerade geschneit ... also erst, wenn es wieder wärmer ist. - Märchenhaft erwählt von Maya Shepherd
Ich besitze eine Merkliste bei Hugendubel, wo ich meine eBooks kaufe. Aber ich hatte vor einer Weile auch einen hübschen Schuber dort vermerkt. Und dann ist mir irgendwann aufgefallen, dass ich inzwischen den ersten Band der Trilogie als heruntergesetztes eBook gekauft hatte. Also lese ich die Bücher wohl doch digital. Und obwohl ich noch keinen der folgenden Bände habe, gehe ich durchaus davon aus, dass das noch passieren wird. Hier geht es um Heera, die ihre Schwester Medea zum Schloss begleitet, wo der Prinz sich zwölf Mädchen aussucht, die sich den Prüfungen stellen dürfen, um vielleicht einmal Königin zu werden. Was allerdings niemand weiß ist, dass Prinz Lean verflucht ist und ein Kuss ihm eines Tages zum Verhängnis werden würde. Zugegeben, ich habe vergessen, ob und/oder wie dieses Kussverhängnis geschah, auch wenn ich mich recht gut an den Inhalt erinnere. Sich an den Inhalt zu erinnern ist hier auch gar nicht so schwer, weil er fast vollständig aus Märchen besteht, die durch die Oberhandlung um die Brautwahl des Prinzen zusammengeführt wurden. Darunter finden sich zum Beispiel Die Königstochter, die ihr Haar verlor, Das Feuerzeug oder Östlich der Sonne und westlich vom Mond. Und wie ich immer gerne hinzufüge, natürlich auch Der Bachelor. Zumindest wählt Prinz Lean seine Kandidatinnen mit Rosen aus. Da sind wir aber auch schon am Negativen Punkt. Ich mochte das Märchenhafte und dass ich auch unbekannte Märchen kennenlernte (die im Nachwort angegebenen habe ich hinterher auch versucht zu finden, auch wenn es mir nicht bei allen gelang), aber die zwölf erwählten Mädchen waren einfach zu viel und es war schnell klar, dass es sich auf etwa vier davon konzentrierte. Auch hätte ich mir so einen nicht traditionellen Ausgang gewünscht. Ich habe ihn nicht erwartet, aber ich war trotzdem enttäuscht, als er nicht kam. Es ist insgesamt kein Buch, dass man wegen seiner Story lesen sollte, das aber Märchen auf eine schöne und ungewöhnliche Weise erzählt. - Nominierungen für den Deutschen Jugendliteraturpreis 2024 - Kategorie Sachbuch
Und jetzt habe ich hier gleich noch einen zweiten zusammenfassenden Punkt. Und vielleicht sollte ich ein bisschen ausholen. Ich habe im vergangenen Semester im Wahlbereich einen Kurs zu aktuellen Tendenzen in der Kinder- und Jugendliteratur belegt. Insbesondere haben wir uns dabei mit dem Deutschen Jugendliteraturpreis und den aktuellen Nominierungen befasst. Als Studienleistung sollten wir eine Rezension zu einem der Bücher schreiben. Vorher hatten wir Kurzreferate zu den einzelnen Kategorien gehalten, in denen wir die Bücher vorstellten. Und da habe ich mich für die Sachbücher eingetragen und im Endeffekt alle sechs in der Uni-Bibliothek gelesen. Und auf jedes davon werde ich jetzt kurz eingehen.
Angefangen habe ich mit Emmie Arbel - Die Farbe der Erinnerung von Barbara Yelin. Dabei handelt es sich um eine dokumentarische Graphic Novel, die die Geschichte von Emmie Arbel erzählt, einer Jüdin, die mit vier Jahren den Holokaust überlebt hat. Das Buch entstand aus diversen Gesprächen, welche ebenfalls schriftlich und bildlich in der Graphic Novel festgehalten werden. Es ist ein ständiges Springen zwischen Szenen, Erinnerungen und Gegenwart. Man lernt die Frau kennen, die ihre Geschichte erzählt, nicht nur die Geschichte selbst. Das macht es etwas schwierig, in das Buch reinzufinden, aber sobald man das geschafft hat, erwartet einen eine berührende und lebendige Geschichte, die auch zum Nachdenken anregt.
Anders nicht falsch von Maria Zimmermann war mein zweites Buch. Hier erzählt die Autorin selbst und zwar von ihrem Leben auf dem Autistischen Spektrum. Sie erklärt, wie Autismus funktionieren kann und wie er sich durch ebenjenes Spektrum unterscheidet. Den größten Teil jedoch nimmt ihre eigene Erfahrung ein. In dem Buch beschreibt sie, wie sie die Welt sah und sieht, immer unterlegt von eigenen Zeichnungen, die das Geschriebene bunt und knallig, aber eben auch anschaulich unterstreichen. Es war jetzt vielleicht nicht mein Lieblingsbuch, aber bei Weitem nicht schlecht. Bestimmt kann es besonders Jungendliche, die zum ersten Mal mit dem Thema in Kontakt kommen, gut dafür sensibilisieren. Da ich aber schon ein Grundlagenwissen besaß, waren für mich viele Wiederholungen dabei, auch wenn der persönliche Aspekt alles natürlich zusätzlich interessant gemacht hat.
Das kürzeste Buch der Liste ist Komm, wir entdecken ein Insekt von Roberta Gibson (Text) und Anne Lambelet (Illustrationen). Dieses Buch erklärt Kindern ab fünf, wie Insekten so aufgebaut sind. Allerdings wird dafür nicht eine Käfer im Garten gefangen, sondern ein eigener in der Garage gebastelt. So wird zum Mitmachen angeregt und jedem Teil ausreichend Aufmerksamkeit geschenkt. Für mich war es jetzt nicht wirklich etwas, aber ich kann mir durchaus vorstellen, dass Kinder da ihren Spaß dran haben können.
Radieschen von unten - Das bunte Buch über den Tod für neugierige Kinder von Katharina von der Gathen (Text) und Anke Kuhl (Illustrationen) hat vielleicht einen etwas ungewöhnlichen Namen, hält aber genau das, was es verspricht. Mit viel Text, aufgelockert durch Bilder, Witze oder Interviews, erklärt das Buch die verschiedenen Aspekte des Todes. Das Sterben, das Trauern, das Bestatten und das Leben mit dem Tod. Es weist dabei auch aktiv darauf hin, dass man Pausen machen soll, wenn die Gefühle zu stark werden. Den Tod als Thema, das gerade vor Kindern ausgeklammert wird, hier so offen zu behandeln, ist sicherlich auch wichtig. Kinder bekommen ja mehr mit, als ihnen manchmal zugestanden wird. Für mich war es manchmal etwas zu viel; nicht unbedingt vom Text, aber vom Inhalt. Zumindest konnte ich über die angeblich lustigsten Tode nicht wirklich lachen, weil sie doch alle irgendwie tragisch waren. Aber gut, vielleicht liegt das auch an mir.
Als Sachbuch des Jahres ausgezeichnet wurde Games - Auf den Spuren der Flüchtenden aus Afghanistan von Patrick Oberholzer. Dieser Sachcomic erzählt die Geschichten von fünf Menschen, die erfolgreich aus Afghanistan nach Deutschland geflohen sind. Durch die Interviews kommen diese Menschen selbst zu Wort und berichten von ihren auch traumatischen Ereignissen. Aufgebrochen werden die Berichte immer wieder durch Infografiken, zum Beispiel zu der Frage, warum Menschen überhaupt flüchten. Ein Kommilitone hat darauf hingewiesen, dass diese jedoch etwas sehr voll und vielleicht unübersichtlich wirken können. Ich selbst war auch mehr von den Berichten als von den Grafiken gefesselt. Es ist auf jeden Fall spannend, einmal den Teil zu erleben, der oft verschwiegen wird, und zu erfahren, wie schreckliche eine solche unfreiwillige Reise wirklich sein kann.
Als letztes folgt das Buch, zu dem ich auch meine Rezension geschrieben habe: Wölfe - Wahre Geschichten von Michał Figura, Aleksandra Mizielinska und Daniel Mizielinski. Das Comic-Sachbuch erzählt in acht Geschichten über echte Wölfe. Michał ist hierbei Informant und Protagonist in einem, denn es wird jede Geschichte aus der Sicht der forschenden Menschen erzählt. Die Bilder basieren auf echten Aufnahmen und sind in ihren Naturtönen wie ein Portal in die Wälder Polens. Aufgebrochen werden die Geschichten der Wölfe, beispielsweise der des verletzten Wolfes Kampinos, durch Hintergrundinformationen zu Fotofallen, Forschungsmethoden oder eben Versorgungsmöglichkeiten. Das Buch ist sehr hilfreich, um mit Stereotypen zu Wölfen (spezifisch dem Großen Bösen Wolf) aufzuräumen und wirbt für ein friedliches Zusammenleben. Und wie man vielleicht daran erkennen kann, dass ich hierzu meine Rezension geschrieben habe: Das Buch gefiel mir sehr. Und es hat Spaß gemacht, damit zu arbeiten. (Bei Interesse an der gesamten Rezension gerne melden.) - This is our Life von Kathinka Engel
Irgendwie habe ich das Gefühl, ich erinnere mich an gleichzeitig mehr und weniger von diesem zweiten Teil im Gegensatz zu This is our Time. Es kam also der große Knall am Ende des ersten Teils, auch wenn ich selbst beim Lesen dieses Buches nicht mehr wirklich sagen konnte, warum es geknallt hatte. Irgendwie ist dieser Konflikt einfach überhaupt nicht hängengeblieben. Aber nachdem die Serie zu einem großen Hit wurde, muss Ferne sich plötzlich mit dem Dreh einer weiteren Staffel rumschlagen, auch wenn sie sich viel lieber nur auf ihr Studium konzentriert und Rio aus ihrem Leben gestrichen hätte. Aber die Produzenten setzen sogar noch einen drauf: Zu Promotionszwecken sollen die beiden eine Fake-Beziehung führen. Aber das ist gar nicht so einfach, wenn die echte Beziehung bereits gescheitert ist. Inhaltlich habe ich halt echt das Gefühl, dass der Konflikt absolut nicht hätte sein müssen. Ich hab mich am Anfang dieses Buches nicht an die Gründe erinnert und konnte mich während des Lesens kaum daran erinnern, warum sie wieder zusammengekommen sind. (Denn natürlich sind sie wieder zusammengekommen.) Ich glaube, hauptsächlich ging es eigentlich darum, dass Rio sich von den (manipulativen) Arschlöchern in seinem Leben abkoppelt. Das war ganz in Ordnung. Oder so. Ich sehe dieses Buch an und weiß noch so eine halbe Szene. Okay, drei oder vier halbe Szenen. Aber das reicht halt nicht. Es war jetzt kein Buch, durch das ich mich hätte durchquälen müssen. Es war durchaus angenehm zu lesen. Aber im Inhalt war halt so ... kaum irgendwas von Bedeutung ... - Miss Moons höchst geheimer Club für ungewöhnliche Hexen von Sangu Mandanna
Warum braucht jedes (Fantasy-)Buch eine Liebesgeschichte? Mika ist eine Hexe. Und Hexen sollten nicht zusammen sein, denn dann passieren schlimme Dinge. Außerdem sind Hexen immer Waisen. Und so war Mika sets allein, unterbrochen nur von sporadischen Besuchen der Hexe, die sie aufgenommen hatte. Aber Mika entschließt sich, das Angebot anzunehmen, drei junge Hexen zu unterrichten. Natürlich ohne es jemandem zu sagen. Und in der seltsamen Zusammensetzung des Nowhere House findet sie vielleicht endlich eine Familie. ... Und reicht das nicht? Kann sie nicht einfach die Kinder kennenlernen und in den Angestellten so etwas wie Eltern- oder Großelternersatz sehen? Muss sie sich auch noch verlieben? Ich glaube, das war der Punkt, an dem ich mich endgültig gefragt habe, wie es sein kann, dass ich noch kein (fiktives) Buch ohne Liebesgeschichte in dem Jahr gelesen habe. Hier oder bei Märchenhaft Erwählt. Es ist ja nicht so, als würde ich Mika ihr Glück nicht gönnen. Und es ist auch schon zu sehen, wie sie lernt, dass auch jemand für sie da sein kann, aber dadurch kommen spezifisch die Kinder viel zu kurz. Ich hab mich so auf die Dynamik und sich entwickelnde Beziehung zwischen Mika und den Kindern gefreut und kannte am Ende kaum mehr als ihre Namen und grobe Persönlichkeiten. Ich möchte damit nicht sagen, dass das Buch schlecht war, aber dadurch, dass ich es nicht als Liebesgeschichte gelesen habe, hat es für mich so viel verloren. Kann sein, dass es an meiner Erwartungshaltung lag. Andere Rezensionen sprechen von fehlender Tiefe und das kann ich durchaus auch unterschreiben. Und ich glaube, ohne die Liebesgeschichte wäre dafür Platz gewesen. Aber gut, das ist nicht das erste Buch, das ich dafür kritisiere. Und nochmal, es hat mir trotzdem noch gefallen. Nur nicht so, wie es hätte gefallen können. - Silvershade Academy - Brennende Zukunft von Annie Lane
Da die im ersten Teil gesehene brennende Zukunft am Ende besagten Teils bereits aufgelöst wurde, finde ich diesen Titel etwas unglücklich gewählt. Ja, Feuer, Dämonen, Hölle, das ist noch immer der Konflikt, aber trotzdem ... Nach den Ereignissen des Balls ist die magische Welt in Aufruhr. Und auch wenn Eve das Schlimmste verhindern konnte, schafft sie es kaum, mit dem magischen Rat zusammenzuarbeiten. Also muss sie die Zukunft wohl selbst in die Hand nehmen. Aber wo steht Alistair in all diesem Chaos? Also ... Warum haben wir eine magische Schule und eine Protagonistin, die an allen unterschiedlichen Unterrichtsfächern teilnehmen soll, wenn nur zwei davon wirklich gezeigt werden? Warum machen wir Dämonen so ungemein kompliziert? Warum arbeiten wir auf einen Höhepunkt hin, der dann in zwei Seiten aufgelöst wird, nur damit wir einen anderen Höhepunkt mit vermeintlichem Twist haben? Warum werden so viele gute Fantasy-Ideen nicht sinnvoll umgesetzt? Den ersten Band fand ich noch nicht schlecht. Den zweiten irgendwie schon. Es war nicht so, dass es wirklich anstrengend war, ihn zu lesen, aber schön war es eigentlich auch nicht. Ich mochte das Finale so gar nicht, weil es zu schlingernd ankam und keinerlei Aufbau hatte. Es fehlte konzeptuell einfach auch noch etwas. Und da fällt mir ein, dass ich schon beim ersten Teil gedacht habe, dass dem Buch noch mindestens eine Überarbeitung gefehlt hat. Mein Lieblingszitat dazu: "Jemand hat mich angegriffen." - "Oh nein, von wem?" ... Ja ... Ich weiß nicht, ob das ein Problem der Autorin oder Zeitdruck durch den Verlag war. Traurig war es allemal. - Toffee - Wie Glücklichsein von außen aussieht von Sarah Crossan
Neben den Nominierungen der Sachbuch-Kategorie ist dieses das einzige Buch auf meiner Liste, das ich nicht selbst in irgendeiner Form besitze, sondern in der Bibliothek gelesen habe. Denn auch dieses Jugendbuch wurde für den Jugendliteraturpreis nominiert. Allerdings nicht von der Kritikerjury, sondern von der Jugendjury bestehend aus verschiedenen Leseclubs. Gewonnen hat es nicht, aber es ist das einzige aus der Kategorie, das ich gelesen habe. In der Geschichte geht es um die fünfzehnjährige Allison, die auf der Flucht vor ihrem gewalttätigen Vater auf die demenzkranke Marla trifft. Und Marla sieht in dem Mädchen ihre Jugendfreundin Toffee. Schließlich beschließt Allison das Spiel mitzuspielen, sich um Marla zu kümmern und ihre Freundschaft anzunehmen, während sie versucht, ihren Platz in der Welt zu finden. Faszinierend ist hierbei auch, wie das Buch geschrieben wurde. Das Begleitheft zu den Nominierungen sagt "irgendwo zwischen Haiku, reimlosem Gedicht und Novelle". Ich sage meistens einfach "in Versen". Und füge hinzu, dass ich sie normalerweise einfach überlesen habe. Denn es sind, soweit ich mich erinnere, alles vollständige und normal aufgebaute Sätze. Nur in einer Form, die aufhorchen lässt. Und wie ich meinen Englischlehrer gerne zitiere (weil ich die Ansicht nicht unbedingt immer teile): Alles in Versen ist ein Gedicht. Im Endeffekt kommt es ja aber aufs Gleiche hinaus, egal wie man es nennt: Es ist eine schöne Geschichte. Durch die Form wirkt es, als würde es oberflächlich bleiben, das tut es aber nicht. Es sind kurze, aber dafür sehr prägnante Einblicke. Und es ist eine faszinierende Geschichte vom gefunden werden und sich selbst finden. Ich konnte Teile nicht ganz durchblicken, aber das hat es nicht schlechter gemacht. Vermutlich zeigt das nur, dass man sich vielleicht ein bisschen mehr Zeit als einen Nachmittag nehmen sollte. Aber, was ich definitiv erwähnen sollte, das war der erste Roman ohne Liebesgeschichte in dieser Liste. (Bei Warrior Cats können wir darüber reden, aber wenn man es als Ganzes zählt, dann sind Liebesgeschichten darin.) Und ich bin froh, dass ich mich auch an dieser Nominierung versucht habe. - The Last Dragon King von Leia Stone
Was tut man, wenn sein Zug nicht kommt? Man kauft sich Bücher. Oder, wie in diesem Fall, man guckt nach Büchern, sieht dieses Exemplar, kauft es nicht, denkt, man kauft es später, wenn es noch immer hübsch aussieht und kauft es das nächste Mal, wenn man auf den Zug wartet. Und dann liest man es. Auf dem Weg zum Zug, im Zug, zuhause, am nächsten Tag im Zug und zuhause ... und dann ist man auch in drei Tagen damit durch. Und das ohne das Buch in besonderer Form zu mögen. Nicht, dass es schlecht wäre, aber es landet halt definitiv nicht in den Favoriten. Aber vielleicht sollte ich mal sagen, worum es eigentlich geht. In der Welt von Avalier gibt es sechs Reiche. Eines davon ist Embergate. Dort leben Menschen mit Drachenblut in sich. Ihre Drachenmagie hält sie am Leben. Doch nur der König trägt genug in sich, um sich in einen Drachen zu verwandeln. Und nun sucht dieser König eine Partnerin, die ihrerseits genügend Magie in sich trägt. Arwen ist sich sicher, dass sie es nicht sein kann. Schließlich hat niemand in ihrem Dorf ausgeprägte Kräfte. Und das ist ihr ganz recht, denn sie will eh nur aus Liebe heiraten. Doch dann erfährt sie ein Geheimnis, das alles verändert und erklärt, warum auch sie als mögliche Kandidatin für den Drachenkönig gilt. Doch dieses Geheimnis darf niemand erfahren. Auch nicht der König, der ganz andere Gründe für die schnelle Hochzeit hat, als erwartet. Ähm ... mir gefällt diese Zusammenfassung nicht. Aber ich hatte zwischendrin auch das Gefühl, das Buch wollte eine andere Geschichte erzählen, nur um sich dann doch wieder umzuentscheiden und zurück zur Ursprungsgeschichte zu gehen. Und ich werde jetzt den Grund für die Suche nach einer Partnerin nennen: Der König braucht einen Nachfolger, um die Magie aufrecht zu erhalten. Das heißt, Fortpflanzung ist ein sehr starkes Thema in diesem Buch. Und ich war mir nie ganz sicher, was ich davon halten soll. Es war mal etwas anderes, aber ... ach keine Ahnung. Ich weiß immer noch nicht ganz, wie ich dazu stehen soll. Ich war mir aber auch nicht sicher, ob ich die Serie weiterlesen wollte. Und inzwischen warte ich auf den dritten Teil, der Ende Februar rauskommt. Also so schlecht kann es nun wirklich nicht gewesen sein. Und das alles unterschiedliche Paare sind, auch wenn die Könige einen gemeinsamen Feind in der menschlichen Königin von Nightfall haben, die alles Magische auslöschen will, schadet wohl auch nicht. - Unter dem Zelt der Sterne von Jenn Bennet
Zorie und Lennon waren beste Freunde, bis sie ausprobiert haben, ob nicht mehr zwischen ihnen sein könnte. Dann kam der Ball und seitdem herrscht Funkstille zwischen den beiden. Und obwohl Zorie Pläne über alles liebt, lässt sie sich von ihrer Mom überreden, mit ihren Klassenkameraden auf einen Campingtrip zu gehen. Doch das Lennon ebenfalls dort auftaucht, war definitiv nicht Teil ihres Plans. Und von den anderen sitzengelassen zu werden und nur mit seiner Hilfe durch den Nationalpark zu wandern ganz sicher auch nicht. Aber vielleicht können sie ja doch das Beste aus dieser Situation machen. Ich sitze hier und starre den Bildschirm an und überlege, was ich zu diesem Buch schreiben soll. Dass da noch ein Familienkonflikt im Hintergrund schwelt? Dass es ganz nett zu lesen, aber auch nichts Außergewöhnliches war? Dass ich gerade absolut keine Ahnung habe, was ich dazu schreiben soll? Dabei bin ich mir so sicher, ich wusste etwas, als ich das Buch gelesen habe. Es ist ja nicht so, dass ich über das Jahr hinweg nie an diese Liste denke. Aber ich schreibe sie halt nicht kontinuierlich, sondern immer nur Anfang Januar. Und dann sind Gedanken aus dem Juni nun einmal oft verschwunden. Wenn ich das Buch jetzt in echt vor mir hätte, würde ich vielleicht durchblättern, aber das ist digital etwas schwieriger. Und selbst dann ... ich erinnere mich recht gut an den Inhalt. Dadurch, dass es Karten im Buch gab, habe ich sogar die Campingroute noch ziemlich gut im Kopf. Ich hab nur vergessen, was ich dabei gefühlt habe. Es kann nicht schlecht gewesen sein, sonst wüsste ich das noch. Ich denke, es war so weit einfach angenehm zu lesen. Und manchmal, denke ich, reicht das. - Kikis kleiner Lieferservice von Eiko Kadono
Dieses Mal endet meine erste Hälfte mal nur mit einem Buch. Was nicht heißt, dass ich das zweite nicht noch lesen will. Es war nur noch nicht draußen. Ich kenne zwar nicht alle Studio Ghibli-Filme, aber Kikis kleiner Lieferservice gefiel mir immer am besten. Und dann sah ich, das Buch - erstmals in deutscher Übersetzung. Und ich würde fast sagen, es gefällt mir noch besser als der Film. Ich kann es nicht mit Sicherheit sagen, weil es schon eine Weile her ist, dass ich den Film gesehen habe (und jetzt ja auch, dass ich das Buch gelesen habe), aber das war zumindest mein Gedanke beim Lesen. Es geht um die Hexe Kiki, die, der Hexentradition folgend, mit dreizehn Jahren alleine in eine fremde Stadt zieht, um dort als Hexe zu leben und zu arbeiten. Begleitet wird sie dabei von ihrem schwarzen Kater Jiji. Und da Kiki leider keine Zaubertränke brauen kann wie ihre Mutter, muss sie ihren Unterhalt eben mit Fliegen verdienen. Das Buch besteht eigentlich mehr aus vielen kurzen Geschichten und die Kapitel haben selten Stränge, die über ihr Ende hinweg erzählt werden. Tatsächlich fällt mir gerade gar keiner ein, aber ich meine, dass es zumindest einen gab. Das bedeutet im Umkehrschluss aber leider auch, dass alle Personen außer Kiki ein klein wenig zu kurz kommen. Ich glaube, sie findet an einer Stelle eine Freundin, was aber auch zwischen den Kapiteln passiert, da es nichts mit einer ihrer Lieferungen zu tun hatte. Nicht, dass ich ihre Lieferungen nicht wirklich gerne gelesen hätte, aber das war manchmal halt schon ein bisschen schade. Trotzdem gefällt mir dieses Buch wirklich sehr und ich freue mich schon darauf, den zweiten Teil zu lesen. Auch wenn ich den erst noch besorgen muss. - Fortsetzung folgt ...
Und damit bin ich auch "schon" am Ende der ersten Hälfte. Mit ihren 23 Punkten ist sie länger als jede Hälfte, die ich bisher hatte und kommt fast an manche ganzen Jahre heran. 2024 war wirklich ein gutes Lesejahr für mich. Mit den Hausarbeiten, die noch ausstehen, bezweifle ich, das ich das beibehalten kann. Aber das ignoriere ich alles noch, bis ich morgen den zweiten Teil fertig habe. Das muss noch gemacht werden. Bis dahin bleibt mir jetzt aber nur noch eines zu sagen: Bis morgen!
