
Luzia erwachte ruhig im Gartenstuhl. Sie rieb sich die Augen und griff mit einer Hand nach oben. Der Schirm über ihr verdeckte die Sonne, aber Luzia erinnerte sich noch genau an das helle Licht von zuvor. Eine Einladung, die Welt mit anderen Augen zu sehen. Eine völlig andere Entität zu werden. Eine über alles herschende Göttin.
Die Geschicke der Welt zu lenken war eine Sache, die sich Luzia nicht vorstellen konnte. Ihre Kreativität gab ihr Freiraum, Kunstwerke zu erschaffen und sich auszutoben. Mit solch hoher Verantwortung würde der Spaß vermutlich schnell schwinden. Es hatte verlockend geklungen, aber sie hatte abgelehnt.
Das fantasievolle Element wird dieses Mal nur angeschnitten, aber die Konsequenz daraus lässt sich sowohl darauf als auch auf die Umsetzung jeglicher Kunst übertragen. Als Hobby macht es Spaß, Vollzeit kann es aber zu Problemen führen. Am Ende kann die Geschichte vermutlich auch als Ode an das Menschsein verstanden werden.