Vincent Tanner (OC-Ausarbeitung)

Bekam mal wieder Lust ordentliche, aka lange, OC-Ausarbeitungen zu posten, nachdem ein User auf Animexx eine OC-Aktion startete. Da er ein Bild wollte und ich von Prota-kun keines habe (Lüge, denn ich hab es vor circa eineinhalb Jahren gezeichnet ... und ich kann nicht gut zeichnen), habe ich mit Vincent begonnen. xD
Vielleicht zeichne ich meinen Prota, sprich Sinan, nochmal und traue mich an ein Bildchen heran... .__.


Da meine Blogs eben meine persönliche Blogs sind, wüsste ich in diesem nichts Besseres von mir zu posten, als meine OCs vorzustellen, tbh. Eigentlich habe ich die Charaktere meist schon, bevor auch nur ein Plot steht und um sie herum entwickeln sich Welt und Plot herum. Liegt wohl daran, dass für mich auch in der Fiktion, die ich mag, alles andere erst an zweiter Stelle kommt und ich sehr stark charakterorientiert bin. ^^

Ich werde auch wiedermal meine Charaktersteckbriefe erneuern, hier hochladen etc. Einfach nur, weil mir sowas Spaß macht und vielleicht kann man ja Feedback (aka eine persönliche Meinung) von jemandem einholen, der mit meiner Orginal Story und den Charakteren noch gar nichts zu tun hatte. Und weil... wieso auch nicht. ^^


Ich habe für meine Charaktere bereits ziemlich lange Steckbriefe, die ich für Weblogs und Aktionen doch um einiges kürze und recht stark umschreibe, sodass sie von jemanden verstanden werden (hoffentlich), der ... ähm nicht ich ist und dem die Zusammenhänge damit klar sind. Jedenfalls: Recht lang ist er immernoch. Hab ihn aber doch um vieles gekürzt. xD

Wieso habe ich nun Vincent gewählt? Nun, ganz einfach. Ich habe gewürfelt und zu ihm besitze ich (ein aus dem Internet irgendwann ausgeborgtes) ein Bild eines Animecharakters lol. Welchen? Fragt bitte nicht, ich weiß es nicht. Jedenfalls ist die Kleidungsart auch bei ihm leider nicht unbedingt passend.
Außerdem entwickelt er sich zum besten Freund meines Protagonisten und spielt für diesen eine wichtige Rolle.

Ursprünglich, wie viele meiner eigenen Charaktere, stammt er aus einer Pokemon-FF. xD Das ist der Grund, wieso sie viele von noch in der originalen Story an Tier- und Geisterwesen gebunden sind. Auch Vincent ist da als ein sehr wichtiger Hauptcharakter keine Ausnahme.

Wie so viele Fanfiktionschreiber, die es lieben eigene Charaktere zu erschaffen, wollte ich nach einiger Zeit etwas Neues ausprobieren und meinen Charakteren ein "eigenes" Leben einhauchen.
Je mehr ich versuche hinter die Persönlichkeit einer meiner Charaktere zu steigen und je mehr Details mir zu ihnen einfallen, desto mehr wachsen sie mir damit ans Herz.
Damit hoffe ich auch, dass nicht nur ich, sondern auch Leser ihn irgendwann fast als realen Menschen vor sich sehen werden.
Vincent ist da klarerweise keine Ausnahme, auch wenn manche seiner Charakterzüge recht schwierig sind, aber irgendwie sind sie das alle, meine Charas. xD


Vincent stammt nun aus einer Fantasy-Geschichte, die in einer steampunkartigen Welt angesiedelt ist. Auf diesem Stand sind auch in etwa der technologische und wissenschaftliche Fortschritt, aber auch so einige Probleme und Gesellschaftsmodelle, angesiedelt.


Er ist ein Magier und an den Tiergeist Aria gebunden, ein riesiges Greifvogelwesen, das von niemanden außer ihm und andere Magiern gesehen werden kann. Zu ihr pflegt er ein sehr vertrautes und liebesvolles Verhältnis. Zwar können Tiergeister nicht sprechen, ihre eigene Art der Kommunikation haben sie dennoch entwickelt.

Magier werden gemieden, bisweilen sogar verfolgt und müssen im schlimmsten Fall um ihr Leben fürchten, und verbergen ihre Fähigkeiten daher.

Ich will mich da nichtmal unbedingt zu sehr in dieses Setting verstricken, aber ein wenig ist nötig, um etwas über ihn sagen zu können. xD

Weitermachen werde ich dann übrigens mit meiner Jenny. =D

Vincent "Vince" Tanner


Alter: Zu Beginn wird er eben 20 / 24. Juni, Krebs

Aussehen und Auftreten: etwa 1.68 groß (und wird von Freunden, vor allem aber von seiner Verlobten Jenny und dem Protagonisten Sinan damit ein wenig aufgezogen, weil er für einen erwachsenen Mann doch recht klein ist), aber aufgrund seines Berufs athletisch-trainiert, schwarze, ohrlange Haare, dunkelblaue Augen; meist ernste und nachdenkliche Mimik (weil er sich bei den älteren Kollegen beweisen will), lacht dafür gerne mit Freunden oder seiner Familie und in Jennys Nähe.

Er hat immer ein sicheres Auftreten, das von ihm schließlich auch erwartet wird und ihm im Militärinternat eingetrichtert wurde. Er zeigt sich dafür selten wirklich entspannt. Bei Auftritten in der Öffentlichkeit vor einem Publikum wirkt er kühl und arrogant, da er sich dort unwohl fühlt, jedoch keine Schwäche durchscheinen lassen möchte. Der erste Eindruck ist im privaten Umfeld weniger kühl und unterscheidet sich vollkommen von dem Öffentlichen; da ist er eher selbstbewusst statt arrogant und im Großen und Ganzen wirkt er sehr zugänglich.


Kleidung: Legt viel Wert auf saubere und vorzeigbare Kleidung, um respektabel zu erscheinen. Sie sieht hochwertig aus, ist aber sehr einfach und schmucklos, bestehend aus dunklen Hosen, Pullovern und helleren / weißen Hemden und oft dunkelblauer Jacke.


Seine Familie besteht (oder bestand, im Fall seines Vaters) aus Rose (Mutter, 40, Hausfrau), William (Vater, 48 als er vor drei Jahren verstarb; ehemals Bürgermeister und gleichzeitig Polizeichef der Hauptstadt), Laurence (Bruder, 13), Matthew (Bruder, 12), Louisa (Schwester, 10), Eveline (Schwester, 8) und Clemens (Bruder, 5).

William war für seine Strenge und strategische Kälte bekannt und verfolgte seit längerem die Ambition Verteidigungsminister des Landes zu werden, weshalb er aufgrund politischer Intrigen ermordet wurde, wird behauptet. Damit wird Vincent als Sohn des Bürgermeisters und Polizeichefs angesehen, der allgemein sehr geachtet und hochgeschätzt war.


Engste Freunde und Beziehungen: Aria (Tiergeist - wird unten gleich erklärt), Jennifer (Verlobte), Christopher (bester Freund / Kindheitsfreund), Sinan (wird zu sehr gutem Freund), Alice (Exfreundin), Liam (guter Kollege und Freund / Ansprechpartner auf der Arbeit)

Sexuelle Orientierung: Heterosexuell


Persönlichkeit und Hintergrund

Die ersten Adjektive, die anderen in den Sinn kämen, wenn sie ihn beschreiben sollten, wären wohl pflichtbewusst oder zuverlässig und selbstlos ... aber ebenso ziemlich verbohrt und stur.

Seine Mutter und alle anderen, die mit hohen Erwartungen an ihn herangehen, schultern ihm große Lasten auf. Er jedoch geht mit sich selbst am härtesten ins Gericht und schafft es nicht den Anforderungen gerecht zu werden. Den meisten Fremden nicht und seinen Eigenen erst recht nicht.
Dass seine Spezialität, dank der Bindung zu Aria, die Windmagie ist, trifft sich für ihn gut, da er es trotz aller Bodenständigkeit liebt diese Fesseln zu lösen und sich mit Magie zu umgeben, um auf den Flügen auf seiner Vogeldame den Kopf freizubekommen.

Schon als Vincent ein Kind war, wurde William und Rose bewusst, dass ihr ältester Sohn magische Kräfte besaß. Obwohl sein Vater in seinem politischen Amt zuvor noch ein schärferes Vorgehen gegen Magier forderte, wandelte sich seine Meinung mit dieser Erkenntnis um hundertachzig Grad, sodass er bald darauf all seine vorigen Bemühungen in diese Richtung einstellen ließ und Verdacht erweckte, der aber bald fallengelassen wurde. Vincent war klug und selbstbeherrscht genug, um in der Öffentlichkeit keine Magie auszuüben.


Wann immer es ihm gelingt ist, ist er so aufrichtig und ehrlich wie möglich, weiß dabei jedoch den richtigen Ton zu treffen. In seinem privaten Umfeld ist er fast ein anderer Mensch, in den Gesprächen mit anderen wirkt er ziemlich offen und entspannt. So sieht man ihn sonst kaum, da er um aller Willen ernstgenommen werden möchte.

Eigentlich wäre er ein recht extrovertierter Mensch, der gerne auf andere zugeht und eine schöne, entspannte Zeit mit ihnen verbringt. In seinem Arbeitsumfeld und seinen öffentlichen Auftritten nach zu urteilen, würde man außerhalb seines Privatlebens kaum glauben, dass er nicht arrogant oder kühl ist und einiges an Humor besitzt.


Er geht vollkommen in seinem Job bei der Polizei auf und hat sich selbst zum Ziel gesetzt auf der Karriereleiter hochzuklettern. Allerdings geht es ihm nicht bloß um einen Titel.

Er verhilft im Geheimen obdachlosen, jungen Magiern zu einem neuen zu Hause und trifft auf diese Art den fünfzehnjährigen Sinan, welcher sich als Dieb auf der Straße durchschlägt. Zu ihm baut er erst eine Art Mentor-Schüler-Beziehung auf, da Sinan den Eindruck auf ihn erweckt, als sei er verloren und bräuchte jemanden, die sich nach einiger Zeit in eine sehr gute Freundschaft verwandelt. Unter anderem, da bloß fünf Jahre zwischen ihnen liegen und Sinan sich doch hier und da (jedoch oftmals auch nicht) verhält, als wäre er bereits achtzehn.

Jenny zieht ihren Verlobten damit auf, dass er einen Helferkomplex oder Großen-Bruder-Komplex unterliegen würde und ohnehin alles auflesen wollte.

Zu Sinan baut er schneller eine Beziehung auf, als zu den paar anderen Kindern und Jugendlichen, denen er half. Zwar kann er ihm das Leben auf der Straße natürlich nicht nachempfinden, aber etwas ist an seiner Art, und dem tiefliegenden Zorn in ihm, und der Hintergrundgeschichte seiner ermordeten Familie und seinem gleichzeitig sehr starken Familiensinn, mit dem sich Vincent identifzieren kann. Ersteres gesteht er sich nicht ein, sonst müsste er sich eingestehen, selbst einiges an Zorn und Hass mit sich herumzutragen.

Und prinzipiell besäße (besser gesagt: besitzt) Vincent einiges an Temperament, was ihn sowohl mit Sinan wie auch Jenny verbindet, das er jedoch zu unterdrücken versucht und die Stimme seiner Vernunft in den meisten Fällen sprechen lässt. Insgeheim bewundert er beide dafür, dass sie ihres öfter zum Vorscheinen bringen lassen können.


Die Zustände in den Armenvierteln sind katastrophal und dem viktorianischen London nachempfunden. Hier halst sich Vincent auch andere Aufgaben auf und würde gerne viel mehr für diese Menschen tun.

Gleichzeitig ist es seine Aufgabe seine Familie zusammenzuhalten und seinen jüngeren Geschwistern ein Vorbild zu sein. Zu diesen hegt er im Großen und Ganzes ein gutes Verhältnis, das sich aber manchmal etwas schwierig gestaltet.

Speziell nach Williams Tod war es an ihm alles zusammenzuhalten. Rose hat ihr Bestes gegeben und ebenfalls versucht ihre Kinder, speziell Vincent, von dem gierigen Auge der Öffentlichkeit fernzuhalten, jedoch ist sie nicht die stärkste Person und konnte ihren Kindern nach diesem Schicksalsschlag nicht die Kraft geben, die sie gebraucht hätten. Ein paar Monate nach Williams Tod, entschied sich Vincent mit fast sechzehn seine Mutter bestmöglichst zu entlasten, da sie seit Jahren hin und wieder an depressiven Phasen litt. Dies fing an, nachdem sie zwischen Vincents Geburt und jener seines jüngeren Bruders, eine Fehlgeburt erlitt und einige Zeit ihrem Mann auswich.

Da er schon früh lernte, dass er in seinem späteren Leben für sehr vieles verantwortlich sein wird, hielt er schon bald zu vieles, was um ihn herum geschah, für seine Verantwortung und seine Schuld. Demnach hilft er nicht nur aus Mitgefühl, sondern weil er die Zustände der Stadt ebenfalls als seine (Mit)Verantwortung und somit als persönliches Versagen ansieht. Obwohl Vincent durchaus als mitfühlend beschrieben wird, kann er eine gewisse Strenge an den Tag legen und sorgt selbst dafür, dass er nicht "zu weich" wirkt.

Mit seiner Familie, seiner Verlobten und Freunden verbringt er trotz all der Dinge, die er sich unter anderem selbst aufdrängt, weniger Zeit, als er sich wünschen würde, und fühlt sich mit den vielen Aufgaben überfordert. Unter anderem, da er mittlerweile nur noch wenig schläft und sich teilweise mit Aufputschmitteln auf den Beinen hält. Dies gibt er nur Jenny und seinem Kindheitsfreund Chris gegenüber zu.


Zu seiner Mutter Rose hatte Vincent im Großen und Ganzen seit jeher eine sehr gute Beziehung. Ihre Kinder waren seit seiner Geburt ihr gesamter Lebensmittelpunkt.

Von William lernte sie bald wie herrisch ihr Ehemann war. So sah Vincents Vater sie auch eher als Mutter seiner Kinder und nicht allzu schlechte Partie, als seine Frau, an. Da Rose eigentlich ein friedvoller und zurückgezogener Mensch ist, gab sie sehr oft nach, weswegen die Ehe kühl, aber ohne allzu großen Streitigkeiten, verlief.

Vincent sah jedoch immer mit an, wie sie sich wie eine Bedienstete herumkommandieren ließ und stand der Ehe seiner Eltern sehr zwiegespalten gegenüber.

Einerseits bewunderte er seinen Vater. Andererseits kam ihm das Gesehene falsch vor, da er seine Mutter liebte und sein Tiergeist Aria ihn öfter korrigierte, wenn er das Verhalten seines Vaters (eher unterbewusst) imitierte. So kann man auch ihn manchmal mit einem etwas herrischen oder bestimmenden, teilweise etwas aufbrausendes, Verhalten gegenüber seinen jüngeren Geschwistern und anderen Arbeitskollegen antreffen. Da er der Angst zu versagen unterliegt, weil er manchmal die Verantwortung für wichtige Angelegenheiten und andere (Leben) trägt, kann er unerwartet kalt, befehlend und eben recht herrisch reagieren. Vor allem dann, wenn die Dinge aus den Fugen geraten und es für ihn so aussieht, als würde er die Kontrolle verlieren.


Vincent ist zu Beginn seit circa eineinhalb Jahren mit Jenny zusammen und seit einem Monat mit ihr verlobt. In seinen Augen, ist sie nicht nur seine Verlobte und damit Geliebte, sondern seine beste Freundin und sein wichtigster Halt.

Die Beziehung beider ist auf Augenhöhe, aber gestaltet sich manchmal als schwierig und die Auseinandersetzungen können ab und an recht temperamentvoll sein, da beide voreinander kein Blatt vor dem Mund nehmen und in vielen Angelegenheiten unterschiedlicher Ansicht sind, aber ein ähnliches Temperament besitzen, wenn es darauf ankommt. Er ist stur und verbohrt; sie ist divenhaft und aufbrausend. Er liebt Ordnung, Tradition und kommt mit ihrem Karrieredenken und ihrem Egoismus nicht zurecht. Sie ist sehr sozial, gesellschaftlich und sexuell aufgeschlossener, chaotisch, gibt auch modernen Wissenschaften und neuer Technologie gerne eine Chance und kommt mit seiner aufopfernden Art sowie seinem Familiensinn nicht zurecht. Beide fordern regelmäßig das Weltbild des anderen heraus und sind unnachgiebig, helfen sich aber gegenseitig einander zu verstehen und zu wachsen. Er lernt von ihr, selbst wenn es eine Weile dauert, gesunden Egoismus und sie, was es bedeutet, auch für andere einzustehen.

Obwohl sich Vincent in gefährlichen Situationen um Jennys Wohlergehen sorgt, kann und möchte er sie nicht (mehr) davon abhalten an seiner Seite zu kämpfen, da er ihre Ansicht kennt und zu der eigenen Erkenntnis kommt, dass sie als sehr fähige Feuermagierin genauso in der Lage sei ihn zu beschützen, wie er sie.


Da dieselbe Beziehung wie seine Eltern zu führen, die Hölle auf Erden für ihn gewesen wäre und er nie in Alice verliebt war, musste er die Liaison zu seiner Exfreundin lösen und zog damit den (etwas unterschwelligen) Zorn seines eigenen, damals noch Lebenden und ihres Vaters auf sich. Schließlich ist dieser jetziger Polizeichef und hätte zu gerne eine Verbindung der beiden gesehen.

Alice benahm sich ihm gegenüber beinahe unterwürfig und er empfand die Beziehung zu ihr als kühl, da sie ihm immer alles recht machen wollte, er jedoch selten unbeschwert sein und persönlichere Gespräche mit ihr führen konnte. Als gute Freunde, selbst wenn sie aufgrund ihrer Vorgeschichte eine lange Zeit lang nur wenig miteinander sprechen, verstehen sie sich besser, stellt sich für sie beide bald heraus... und auf ihre eigene Art hilft sie ihm später aus, selbst wenn jeder sie für schüchtern und duckmäuserisch hält.


Irgendwo bewundert Vincent immernoch den Rang und Beruf seines Vaters und sieht immer noch vieles, was William als Bürgermeister und Polizeichef tat, etwas verblendet. Außerdem übernimmt Vincent ein wenig, trotz der Kritik an seinem Vater, einige von dessen Ansichten. Immer noch.

Als er jedoch vierzehn war, stritt er das erste Mal mit seinem Vater wegen seines besten Kindheitsfreundes Chris, weil ihm dieser den Kontakt zu ihm verbieten wollte, da der Junge immer schon sehr feminin wirkte (andere nannten ihn tuntig) und unausgesprochen durchscheinen ließ, dass er auf Jungs stand. Ausgesprochen ist es zwar immer noch nicht, aber ein Geheimnis kann man es nun nicht nennen.

Seit diesem Zeitpunkt begann Vincent seinen Vater zu hinterfragen, da keine so enge Freundschaft, die seit seinem neunten Lebensjahr bestand, aufgeben wollte.

Dennoch folgte bald darauf ein Streit mit Chris, weil Vincent die Ansichten seines Vaters nicht gar so einfach abschütteln konnte und daher in der Phase teilweise ekelhaft zu seinem Kindheitsfreund war. Chris wehrte sich dagegen und versöhnte sich erst wieder mit ihm, bevor Vincent nach den Ferien die Stadt verlassen hatte, um in das Militärinternat zurückzukehren. Dies löste in Vincent etwas aus, aber seine verbohrten Ansichten, bei so einigen Themen, wollte und will er dennoch nicht so recht aufgeben, was für ihn nicht im Widerspruch dazu steht, dass Chris einer der wichtigsten Menschen in seinem Leben ist... und auch ihn bewundert er eigentlich für die innere Stärke zu sich zu stehen, weshalb er ihn seither verteidigte, wenn jemand ihm hinter seinem Rücken schlecht nachredete oder ihn für schwach hielt.

Dass sich ausgerechnet herausgestellt, dass sich zwischen Chris und Sinan etwas anbahnt, kann er überhaupt nicht nachvollziehen - und es überrascht ihn sehr.

Zu einigen Dingen vertritt Vincent sehr traditionelle Ansichten und hält auch das Einhalten von Gesetzen oder gesellschaftlichen Regeln für wichtig. Dennoch würde er sich nicht mit aller Gewalt daran festklammern, und auch wenn das eine Tugend wäre, die er gerne besser beherrschen würde, fällt es ihm doch schwer sich eigene Fehler einzugestehen und neue Gedankenmuster anzunehmen.

Aria versucht ihm mit der Verbindung zu ihr und seiner Magie Flexibilität und eine miteinhergehende Lebensphilosophie und Spiritualität zu vermitteln. Obwohl er ohnehin ziemlich religiös ist, hat er für sich noch nicht so recht verinnerlicht, dass an die Magie eine gewisse innere Haltung geknüpft ist.

Vincent wehrt viele ihrer Einflüsse unbewusst ab oder befolgt ihre Ratschläge nicht, versucht es aber auf seine Art und wendet sich aber dennoch immer und immer an sie. Schließlich gilt auch seine allererste Erinnerung ihr, diesem Wesen, das niemand außer er sehen konnte und das seine Flügel über den Schützling abschirmend ausgebreitet hatte.


Noch andere Tics, Marotten, Spleens, (schlechte) Angewohnheiten und alles, was seine Umwelt sonst nerven oder auffallen könnte ;D


Zupft an seiner Kleidung, wenn er nervös ist, bevorzugt am Ärmel und da er den Verlobungsring noch nicht lange trägt und dieses Gefühl noch ungewohnt ist, dreht er diesen, wenn er nachdenklich oder nervös ist | braucht Ordnung (mag es von sich aus Ordnung zu haben, hat es aber auch im Militärinternat so eingedrillt bekommen) und mag am liebsten geregelte Abläufe; kann Jennys, Sinans und Chris Chaos, das sie veranstalten, nicht mitansehen; er ist auch grundsätzlich immer und überall zu früh dran und erinnert andere an Regeln (die er aber selbst bricht, wenn er unbedingt muss) | braucht zum Nachdenken (viel zu gesüßten) Tee, weniger den Tee an sich, eher die heiße Tasse in den Händen | schreibt oft unwillkürlich als Linkshänder mit der linken Hand, selbst wenn er nicht sollte, etwa im Revier; er übt Magie auch grundsätzlich nur mit der linken Hand aus, weil ihn Aria dazu ermutigt die Dinge auf seine Art anzugehen (was sie ihm wiederrum in der Zeit im Internat wiederrum seiner selbst zu Liebe abgeraten hat, woran er sich auch hielt), kann andere Dinge aber auch rechtshändig ausüben | hat eigentlich viel künstlerisches Talent, aber selten genug Zeit, um es auszuleben, weswegen er oft nebenher Skizzen kritzelt (die von Aria versteckt er, die sind für ihn selbst gedacht) | ist Jenny gegenüber im Schlaf viel zu anhänglich, was eine Mischung aus einer Schutzhaltung ihr gegenüber ist, wie auch für sich selbst… ist auf seine eigene Art ziemlich sensibel bis sogar ein wenig feminin, was er außer Jenny und wenigen anderen kaum jemandem zu zeigen wagt.


Phobien und Ängste: Starke Klaustrophobie | fürchtet sich irrsinnig vor Gewitter und Blitzen, speziell wenn er auf Aria fliegt | hat Angst davor die Kontrolle über eine Sache zu verlieren, weil etwas Unvorhersehenes und Gefährliches geschehen und damit jemand zu Schaden kommen könnte


Sonstige Vorlieben: liebt es auf Aria zu fliegen, weil das seine beste Methode um auszuspannen und abzuschalten ist; das Fliegen verleiht ihm ein Gefühl von Freiheit, im Gegensatz zum geregelten Alltag und allen Verpflichtungen, vermittelt, weswegen er schon früh (manchmal heimlich) viel seiner übriggebliebenen Freizeit damit verbrachte und verschiedene Manöver etc…, die sie ihm beibrachte, auch zur Perfektion gebracht hatte


Sonstige, spezielle Abneigungen: unzuverlässige Menschen und Menschen, die ihm etwas versprechen, aber nicht einhalten | all das Korrupte, was er in höheren Kreisen vorfindet, hasst er | Kaffee jeglicher Art und weigert sich ebenfalls Geflügel zu essen (mit Aria im Blickfeld fühlt sich das, wie er sagt, barbarisch an …)