Kennt ihr das, wenn ein Kind etwas falsch benennt, das aber so niedlich ist, dass ihr es nicht korrigieren wollt?
(Unsere Tochter sagt zu Donuts immer Donald <3)
Beiträge von Caroit
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Reizwortgeschichte (2012) und Aus der Sicht eines Kindes (2016)
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Die neuen Ergebnisse der PISA-Studie sind da und was unsere Bundes-Bildungsministerin dazu sagt, macht mich einfach nur fassungslos und wütend. Es sei überraschend, dass Eltern in Deutschland Bildung nicht so wichtig fänden wie in anderen OECD und EU Staaten. Es müsse das Leistungsprinzip und die Bereitschaft Leistung zu erbringen gestärkt werden, auch aus dem Elternhaus heraus. Man solle jetzt konsequent dabei bleiben und keine Strukturdebatten führen. Bei der Frage nach den Ursachen sagt sie als erstes "verändertes Erziehungsverhalten" und "veränderte Familienstrukturen".
Sure, es ist natürlich die Schuld der Eltern, dass die Schüler heutzutage einfach keine Leistungs mehr erbringen wollen. Das ist doch viel naheliegender, als darauf zu gucken, dass immer wieder von massivem Unterrichtsausfall berichtet wird. Da wunderts auch echt nicht, dass die Bildungsschere immer weiter auf geht. Nicht jede Familie hat die finanziellen Ressourcen um über private Nachhilfe aufzufangen, was an Unterricht ausfällt. Aber die Regierung ist ja sowieso gut darin, an Kindern zu sparen, da kann dann natürlich nicht darüber diskutiert werden, dass es wichtig wäre mehr ins Bildungssystem zu investieren und die schlechten Ergebnisse seid Jahren maybe ein strukturelles Problem sind und von politischer Seite her angegangen würden. Oder, um eine Schülerin aus einem Artikel, den ich gestern gelesen habe zu zitieren: "Wir [die Schüler] sind doch nicht alle doof!"
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Nächster Impuls:
Der Passagier setzt sich auf dem ihm zugewiesenen Platz, nur um sogleich unerwartet Zeuge einer sehr unangenehmen Situation zu werden.Frau Ach, das war mal wieder ein richtig schönes Date!
Junger Mann Nenn es doch nicht Date! Wir waren einfach nur Essen.
Frau Hab dich doch nicht so, es ist doch egal, wie ich es nenne.
Junger Mann rollt mit den Augen.
Frau Du hast schon so lange nichts mehr mit mir gemacht. Da könnte man glatt meinen, ich sei dir nicht wichtig.
Junger Mann Natürlich bist du mir wichtig. Ich habe nur einfach sehr viel zu tun und wenn ich dann mal Freizeit habe, will ich auch was mit meinen Freunden unternehmen.
Frau zieht einen Schmollmund.
Frau Haben dir die Kekse geschmeckt, die ich extra für dich gebacken habe?
Junger Mann Ja, die waren lecker, danke.
Frau gähnt demonstrativ.
Frau Ich bin so müde.
Frau legt ihren Kopf auf die Schulter des Jungen Mannes. Junger Mann drückt den Kopf sacht weg.
Junger Mann Lehn dich bitte nicht an mich an.
Frau Du bist zur Zeit immer so abweisend.
Junger Mann Es ist nichts verkehrt daran, Grenzen zu setzen.
Frau Aber deine Schulter ist bequem und an die Scheibe gelehnt kann ich nicht einschlafen.
Junger Mann Dann musst du bis zu Hause warten.
Frau Nicht mal das kannst du für mich tun.
Zug hält an einer Haltestelle. Junger Mann steht auf und geht Richtung Ausgang.
Junger Mann Gute Nacht, Mama. Ich lauf den Rest bis zu meiner Wohnung.
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Hey ~Hydro ,
nachdem ich damals regelmäßig die Kapitel von "Be[com]ing Human" kommentiert habe, war für mich schon eine Weile klar, dass ich mir natürlich deine Neuauflage nicht entgehen lassen kann. Wie das dann aber so ist, kam doch immer wieder was dazwischen und jetzt sind es einfach schon über 20 Kapitel, beeindruckend! Aber umso mehr ist es jetzt langsam mal an der Zeit, dass ich anfange und irgendwann vielleicht beim aktuellen Stand ankomme. Ich würde gerne am Anfang mit Kommentieren anfangen, auch wenn die Kapitel jetzt schon ne Weile her sind. Vielleicht kannst du ja trotzdem was mit meinen Gedanken dazu anfangen.
Prolog
Ich kann mich nicht mehr an alle Details erinnern, aber die Szene im Prolog kommt mir durchaus vertraut vor. Ich meine, du hast damals mit der gleichen gestartet, wobei sie mir hier ausführlicher vorkommt, kann das sein? Ich bin auf jeden Fall sehr gespannt, was ich alles wiedererkennen werde und was auch nicht.
Bevor ich den Prolog angefangen hatte zu lesen, war ich mir nicht ganz sicher, was ich davon halten sollte, dass ein Teil des Textes rechtsbündig war und ehrlicherweise war mein erster Impuls, das erstmal nicht so gut zu finden. Jetzt beim Lesen, passt das inhaltlich aber sehr gut, um eine klare Unterscheidung zu haben, was die Gegenwart ist und was eine Art Flashback darstellt. Das hilft auf jeden Fall dabei, einen Überblick zu behalten. Das Ich klingt so, als hätte es eine posttraumatische Belastungsstöung oder dergleichen. Wobei ich mich frage, warum er nicht einfach das Fenster aufmacht, wenn es ihm helfen würde die Geräusche draußen zu hören. Ist er nicht dazu in der Lage, weil er einfach keine Energie hat oder lässt sich das Fenster physisch nicht öffnen? Irgendwie habe ich so halbd as Bild einer Gefägniszelle im Kopf, bin mir da aber gerade sehr unsicher, ob es sowas tatsächlich in der ursprünglichen Fassung war, mich die Stimmung da einfach nur dran erinnert hatte oder ich es gerade mit was anderem verwechsle.
Ich bin ein wenig unschlüssig, was ich von der Formatierung von "Ein Stich. Ein Tritt" halte. Einerseits waren die Flashbacks bisjer ausschließlich wörtliche Rede und das passt also nicht komplett zum bisherigen Muster, andererseits ist es ja vor allem die Erinnerung an das, was passiert ist, die er spürt und es ist nicht so, dass er in der Gegenwart getreten wird. Daher bin ich da im ersten Moment etwas drüber gestolpert, weil ich zuerst dachte, er wäre physisch angegriffen worden in der Gegenwart. Vielleicht wäre ein Mittelweg möglich gewesen a la rechtsbündig, weil Flashback, aber nicht kursiv, weil keine wörtliche Rede oder so.
Bis sich mit dem Klappern des Schlüsselbundes das Auftreten einer anderen Person ankündigt, schaffst du es auf jeden Fall sehr gut, eine Atmosphäre zu erschaffen, die einen geradezu in den Bann zieht. Die Last und der Druck auf dem Protagonisten ist fast schon physisch greifbar und wird mit jedem Wort weiter aufgebaut, bis mit dem Auftreten der neuen Person plötzlich Hoffnung durchschimmert und man als Leser zusammen mit dem Protagonisten auf Erlösung und Rettung aus dem aktuellen Loch hofft.
Die Interaktion zwischen Blue und Tolstoy gefällt mir ebenfalls außerordentlich gut. Es ist einfach so gut nachvollziehbar, dass sich Blue einerseits verzweifelt an die Person klammert, die im in seiner aktuellen Lage helfen kann, und gleichzeitig für diese Person keine Last sein möchte und dadurch Schuldgefühle und Scham aufkommen. Auf der anderen Seite haben wir Tolstoy, bei dem wir zwar nicht seine Innenperspektive mitbekommen, aber allein seine Worte reichen aus, um als Leser zu verstehen, dass er besorgt ist, sich wünschen würde eher Bescheid bekommen zu haben, von vielleicht minimalster Verägerung darüber aber direkt in einen fürsorglichen Modus wechselt und seinem Freund hilft, sich zu beruhigen. Gerade auch das Detail, dass es ihn selbst nicht kalt lässt und er zwar für seinen Freund stark sein möchte, aber auch nen Moment braucht, um selbst mit allem klar zu kommen, macht die ganze Szene sehr nahbar.
Ich hab jetzt doch nochmal in den alten Prolog reingeguckt, um zu schauen, wieso ich in meinem Kopf irgendwo das Bild von einer Gefägniszelle rumschwirren hatte, was das hier ja ganz klar nicht ist. Vom alten Prolog scheint es auch nicht zu stammen. Ich glaube, ich habe irgendwo im Bereich mal ne Kurzgeschichte gelesen, bei der es dem erzählerischen Ich von der Stimmung her ähnlich bedrückend ging und wo es tatsächlich ein Gefägnis war, das schein ich damit vermischt zu haben. So hatte ich jetzt aber nochmal den direkteren Vergleich zum ursprünglichen Prolog und ich muss sagen, es ist mehr gleich, als ich aus meiner Erinnerung vermutet hätte. Und auch wenn die Änderungen klein sind, habe ich das Gefühl, das sie dem Prolog gut getan haben, ohne dass ich da genau Pinpointen könnte, was es konkret ist.
Es war wirklich schön, nochmal neu in deine Geschichte einzutauchen und ich bin schon sehr gespannt, was die kommenden Kapitel so bringen werden. Vor allem freue ich mich aber schon darauf, jetzt noch mehr über die Geschichte lesen zu können als damals.
Liebe Grüße
Caroit
P.S. Der Startpost ist übrigens wirklich schön <3
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Hallo Ideeus ,
ich hab gesehen, dass du dir Feedback zu deiner ausgearbeiteten Geschichte wünschst und dachte mir, ich guck sie mir einmal an. Vorab: Ich hab den Bisavision Screib Contest dieses Jahr leider nicht verfolgt, besitze demnach also kein Vorwissen zu der Geschichte abseits dieses Topics. Ich neige bei Kommentaren auch dazu, ein wenig auszuschweifen, um möglichst gut zu erklären, was genau ich meine. Dementsprechend werden meine Kommentare schnell recht lang und es kann gut sein, dass ich in diesem hier dann noch nicht dazu komme, was zu deiner gesamten Geschichte zu sagen, sondern erstmal nur zu einem Teil davon. Ich schreibe den Kommentar auch Stück für Stück, während ich die Geschichte lese, also kann es auch passieren, dass ich etwas anmerke, dass du dann später sowieso schon berücksichtigst, davon einfach nicht verwirren lassen.
Mir gefällt an deinem Klappentext vorab, dass er andeutet, dass sich beginnend mit dem Treffen des neuen Feundes der Mutter einiges in Daniels Leben ändern könnte. Durch die drei Pünktchen am Ende vermute ich, dass Daniel selbst vielleicht auch gar nicht so glücklich darüber ist, dass seine Mutter jetzt jemand neuen trifft, obwohl er nicht wirklich was von seinem Vater weiß und das damit ungeklärt ist. Hier hätte ich mir aber durchaus vielleicht noch ein paar mehr Hinweise gewünscht, warum es für Daniel vielleicht schwerig ist. Du hast ja auch gechrieben, dass er mit seiner Situation im Reinen ist, also könnte es rein von der Situation her auch sein, dass er kein Problem damit hat und sich für seine Mutter freut. Dann würde allerdings ein wenig der Konflikt, der Spannung erzeugen soll fehlen. Daher wäre hier vielleicht sowas wie "Auch wenn seine Mutter viel beschäftigt ist, ist sie immer für ihn da. Im Zweifelsfall hieß es bei Widrigkeiten immer "sie beide gegen den Rest der Welt"". Das in Kombination mit dem neuen Freund würde dann z.B. andeuten, dass Daniel ein Problem damit hat, wenn es nicht mehr nur sie zwei sind. Je nachdem, was konkret der Konflikt ist, kann der natürlich anders geforshadowet werden.
Bevor ich in die Geschichte mit Daniel richtig einsteige noch eine kurze Anmerkung zur Formatierung. Soweit ich das sehen kann, hast du nirgends einen Zeilenumbruch genutzt sondern immer nur Absätze mit zwei Leerzeilen. Es spricht absolut nichts dagegen Absätze zu nehmen, um zu verdeutlichen, dass es jetzt inhaltlich zu einem Bruch kommt (z.B. eine neue Szene). Allerdings verwendest du sie hier ein wenig sehr oft und auch in zusammenhängenden Gesprächen. Das zieht die Geschichte optisch sehr auseinander und macht es meiner Meinung nach etwas anstrengender zu lesen. Mein Rat an der Stelle wäre, mehr Zeilenumbrüche anstatt Absätze zu nützen und wenn du Absätze macht, nur eine Leerzeile zu lassen anstatt zweien.
Mir gefällt, dass der ersten Abschnitt mit einer absolut gewöhnlichen Szene anfängt, die jeder von uns so sicherlich schon kennt. Das hilft dabei, direkt von Anfang an eine Verbindung zu Daniel aufbauen zu können, weil man sich in ihn hineinversetzen kann. Direkt danach folgen dann im zweiten Abschnitt ein paar Details zu Daniels Leben, die schon einmal ein wenig umreißen, wie sein Leben überhaupt aussieht. Bei beidem hätte ich es noch schön gefunden, wenn kleine Details eingestreut gewesen wären, um Daniel nochmal mehr greifbar für den Leser zu machen. Das könnte z.B. sein, dass nicht nur von Essen in der Mikrowelle gesprochen wird, sondern von Lasagne, Auflauf, Linsensuppe, etc. Je nach Gericht riecht es ja auch ganz anders und an dieser Stelle ein wenig präziser zu sein, hilft dabei sich besser in die Szene hinein zu versetzen, ohne dass es dafür lange Beschreibungen bräuchte.
Genauso bei der Arbeit der Mutter. Du schreibst, dass ihre Arbeit als Journalistin ihren Tribut fordert, aber wie genau sieht der aus? Muss sie häufig verreisen und vielleicht sogar ins Ausland und ist deswegen nicht da? Oder arbeitet sie eher lokal, aber die Arbeitsbedingungen in der Zeitung sind nicht gut und sie muss häufig lange bleiben und ist deswegen nicht da? Je nachdem ist es ja auch nochmal ein ganz anderes Level von allein sein und selbstständig sein müssen.
Ah okay, dass Auslands raus fällt, beim Job der Mutter wird dann direkt im nächsten Abschnitt klar, aber zumindest ist für mich noch nicht ganz eindeutig, ob es dann die Arbeitsbedingungen sind a la fieser Chef der ihr zu viel aufbürdet oder sie vielleicht auch einfach viele Überstunden machen muss, um genug zu verdienen, und das dann quasi "freiwillig" ist. Im gleichen Absatz schreibst du, dass er kein schlechtes Leben hätte, aber ein sehr einsames. Warum es einsam ist, wird danach von dir sehr schön ausgeführt. Die aufgezählten Beispiele verdeutlichen das wirklich gut und ich glaube, jeder würde sich an Daniels Stelle mit den Vorgaben einsam fühlen. Ein wenig würde mich da dann noch interessieren, warum sein Leben denn dann nicht schlecht ist. Weil prinzipiell kann ich mir schon vorstellen, dass eine solche Belastung durch Isolation schon dazu führen kann, dass man sein eigenes Leben als schlecht wahrnimmt. Was ist es dann, dass Daniel das anders sieht? Geht es im dabei darum, dass er ein Dach über den Kopf und genug zu Essen hat? Oder gibt es noch andere Dinge?
Serh schön, im vierten Abschnitt kommt dann auch das Detail zum Essen. Das früher zu haben hätte allerdings geholfen sich besser vorstellen zu können, wonach es denn gerochen hat, was du ja bereits im ersten Abschnitt thematisch angeschnitten hattest.
Ich frage mich, wie alt Daniel wohl ist. Wenn er heimlich die Jugendschutzsperre umgehen muss, ist er logischerweise noch miderjährig, was auch dazu passt, dass er in die Schule geht. Dass er so viel alleine sein kann/muss, spricht aber auch nicht für ein ganz junges Kind, also vielleicht 15 oder so? Die drei Abschnitte zum Serienausschnitt zeigen, dass es um Daniels psychische Gesundheit vielleicht nicht ganz optimal steht, selbst wenn er selbst das vielleicht nicht merkt. Wobei ich die Verwendung des Begriffs "Seelenheil" ein bisschen dick aufgetragen an der Stelle finde. Ich glaube sowas wie "dennoch ließ es ihn kalt." hätte da bereits ausgereicht, um den gemachten Punkt zu verdeutlichen.
Ich bin zwar erst am Anfang der Geschichte, aber ich glaube, ich beende den Kommi trotzdem schon mal an der Stelle. Vielleicht liegt es daran, dass mein letzter Kommi schon ne Weile her ist und ich deswegen ein wenig in Schreiblaune bin, aber ich will dich ja auch nicht mit einer riesigen WoT erschlagen ^^" Bisher gibt es insgesamt ein paar ganz interessante Ansatzpunkte, die zu spannenden Reibereien im weiteren Verlauf der Geschichte führen könnten und ich bin gespannt, was du daraus machen wirst. Das wird definitiv nicht mein letzter Kommi hier sein, also bis zum nächsten Mal ^-^
Caroit
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Warum verstehen betrunkene Menschen mittags in der Bahn nicht, dass auch wenn sie ne bestimmte Musik mögen, nicht der ganze Wagong über ne Box auf Maximum mit beschallt werden muss >.<
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Unterwegs mit Kind
Mutter mit Kinderwagen und Baby betritt einen Bus.
Ältere Dame Das ist ein Mädchen, oder?
Mutter Ja.
Ältere Dame Ja, das sieht man direkt!
Mutter lächelt höflich.
Mutter mit Kinderwagen und Baby betritt einen anderen Bus.
Andere ältere Dame Das ist ein Junge, oder?
Mutter Nein..
Andere ältere Dame Oh, das hätte ich jetzt aber nicht gedacht...
Mutter lächelt höflich.
Mutter mit Baby im Tragetuch betritt Bus und setzt sich neben eine andere Frau.
Frau Sie müssen wissen, ich habe auch ein Kind.
Mutter Oh, wie schön.
Frau Meine Tochter ist jetzt aber schon 15.
Mutter Ja, das ist ein bisschen älter.
Frau Aber sie war auch als Baby schon so klug.
Mutter Das freut mich für sie.
Frau Als sie zwei Jahre alt war und der Kinderarzt gefragt hat, welche Wörter sie schon alles kann, habe ich gar nicht verstanden, was er meinte und einfach gesagt "zu viele zum Zählen". Er hat dann noch mehrmals nachgefragt aber erst als meine Tochter ihn gefragt hat "Kann ich das Buch mit dem Krokodil da oben haben?" hat er mich verstanden.
Mutter lächelt höflich.
Frau Und Krokodil war ja sowieso ihr erstes Wort. Man könnte ja meinen, dass es Hund, Auto oder sowas wäre, aber nein. Meine Tochter findet Krokodile so toll und das war dann ihr erstes Wort. Und...
Mutter lächelt weiterhin höflich.
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Inwiefern werden Frauen gesellschaftlich nicht als wandelnder Brutkasten gesehen, wenn ständig darüber lamentiert wird, dass die Geburtenrate zu niedrig sei, was natürlich zur Folge hat Frauen als Gefäß für Schwangerschaften anzusehen, die an dieser Lage gefälligst etwas zu ändern hätten.
Genauso wenn Schwangerschaftsabbrüche unnötig erschwert und auf die herabgesehen werden und viele andere Dinge, die dazu führen sollen, dass Mittel recht sind, um mehr Geburten zu erzwingen.
Gut, im persönlichen Bezug verstehe ich es, wobei es halt bleibt... Personen mit Uterus werden von der Regierung und der patriarchalen Gesellschaft als solche angesehen. Wenn man ständig raushaut "wir brauchen eine höhere Geburtenrate" wird jede Person mit Uterus als Instrument für eben dafür gesehen.
Ich weiß nicht, in welcher Bubble du da unterwegs bist, aber ich bekomme als Reaktion auf eine niedrige Geburtenrate eigentlich immer nur mit, dass eine familienfreundlichere Politik, Ausbau der Betreuungsplätze, bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie gefordert wird. Also weniger ein "Frauen müssen einfach Kinder raushauen, egal, was sie wollen" sondern eher ein "wenn Eltern nicht so viele strukturelle Probleme in den Weg gestellt werden würden, würden sich vielleicht mehr einen eigenen Kinderwunsch auch erfüllen".
Das Frauen nur in eine Rolle zum Kinderkriegen gedrängt werden und bitte möglichst so viele wie in früheren Zeiten bekommen sollten, ist ein Take, den ich so nur von Leuten aus dem AfD Umfeld höre. Und sie mögen von viel zu vielen Leuten gewählt werden, das steht außer Frage, aber ich würde widersprechen, dass das Gedankengut der AfD da direkt dem Gedankengut der Regierung und Gesellschaft entspricht.
An der Anzahl an MAGA-Frauen und Tradwife-Bewegungen (bzw. an äquivalenten Bewegungen in anderen Ländern), die nicht nur für sich selbst entscheiden Mutter zu werden und daheim zu bleiben, sondern feministischen Fortschritten in den Rücken schießen, weil sie natürlich dahin gehend gesellschaftlich und von Religionen manipuliert wurden.
Ich finde es absurd diese riesige, rechte Bewegung als Randphänomen abzuschreiben.
Ich denke wir sind uns bei dem Punkt einig, dass die Tradwife-Bewegung gefährlich ist. Bei einer Umfrage von Frauen im Alter von 20-30 Jahren waren es 18,5%, die einem Tradwive-orientiertem Rollenbild zugeordnet werden konnten, während die egalitäre Gruppe mit 62,2% die größte Gruppe ausmachte. Wir können uns sicherlich auch darauf einigen, dass damit noch zu viele Frauen sich hauptsächlich über eine Rolle als Mutter und Hausfrau definieren. Ich würde aber mal die These in den Raum stellen, wenn man sich sowas in der historischen Entwicklung anguckt, wird es da heutzutage deutlich weniger Frauen mit dieser Mentalität geben als noch vor 50-60 Jahren. Man kann sich jetzt darüber streiten, ob ein Anteil von 20% "recht viele Frauen" sind oder nicht, mir ging es vor allem darum, dass der Eindruck vermittelt wurde, dass es sich um einen großen Teil der Frauen handeln würde und das wollte ich entsprechend einordnen.
Dass Bildung und Unabhängigkeit zur Konsequenz hatten viele Frauen zu einem "nein, danke, höchstens zwei oder drei, wenn ich überhaupt Kinder will" zu bringen, ist nunmal festzuhalten, weshalb der Umkehrschluss richtig ist: nur wenige gebildete Frauen wollen eine hohe Anzahl an Kindern.
Ich halte das für einen logischen Fehlschluss. Es ist zwar durchaus so, dass Frauen mir niedriger Bildung öfter Kinder haben und dabei auch häufiger drei oder mehr Kinder haben als Frauen mit einer mittleren oder einer hohen Bildung, daraus lässt sich aber nicht schließen, dass Frauen mit einer hohen Bildung einfach keine Kinder wollen. Die Gründe sind da in der Realität deutlich komplexer.
Mit Zahlen aus 2022 lässt sich festhalten, dass die Anzahl der Frauen ohne Kind bei hoher Bildung mit 23% zwar höher ist, als bei mittlerer (21%) oder niedriger Bildung (11%), allerdings haben sie dann häufiger zwei oder sogar drei oder mehr Kinder, als Frauen mit mittlerer Bildung, was dem Trend der von dir aufgestellten Hypothese bereits widerspricht.
Ich stelle da eher die These auf, dass Frauen mir einer hohen Bildung nicht unbedingt so viel weniger Kinder wollen, sondern es strukturelle Probleme bei akademischen Berufen/Werdegängen sind, die zu einer geringeren Anzahl an Kindern führt. Als anekdotische Evidenz kann ich da zum Beispiel Gespräche mit mehreren Professorinnen anführen. Wenn man in den Naturwissenschaften in der Wissenschaft Karriere machen möchte, sind Kinder ein absoluter Karrierekiller für Frauen. Vielleicht heute zum Glück nicht mehr so sehr wie vor 20-30 Jahren, aber immer noch massiv. Dadurch, dass du immer nur kurze befristete Verträge hast, bist du idR einfach weg, sobald du dich dazu entschließt ein Kind zu bekommen und dadurch zwangsläufig durch Mutterschutz und Co eine Weile nicht arbeiten kannst. Dann wird der Vertrag halt einfach nicht verlängert und Stellen in der Wissenschaft sind rar. Zum Teil wurde mit den dann späteren Professorinnen, mit denen ich gesprochen habe, nicht mal mehr über Wissenschaft gesprochen, sobald die Schwangerschaft bekannt war, nach dem Motto "Die ist dann ja eh weg, da lohnt es sich nicht mehr mit ihr darüber zu reden".
Meine These wird auch davon gestützt, dass unter akademischen Berufen Grundschul- und Gymnasiallehrerinnen bei der Anzahl an Kindern eine Ausnahme bilden und nicht nur über dem Schnitt von akademischen Frauen liegen, sondern auch über dem allgemeinen Bevölkerungsdurchschnitt. Aber als verbeamtete Lehrerin musst du auch nicht das Ende deiner Karriere oder zumindest einen massiven Knick befürchten, wenn du ein Kind bekommst und deswegen eine Auszeit nimmst.
Finde es absurd die ganzen rechten Ruck, der auch von mächtigen Politikern und Milliardären bestärkt wird, nicht als Gefahr zu sehen und nicht als Randerscheinung zu betrachten, die auch sehr stark von Frauen angeführt werden und Großfamilien als ein Wille Gottes oder der natürlichen Ordnung propagieren.
Ich habe mit keinem Wort erwähnt, dass ich den Rechtsruck, rechte Politiker und konservative Milliardäre nicht als Gefahr ansehe. Ich würde dir da absolut zustimmen, dass das absolut gefährlich ist. Und ich stimme dir ebenfalls zu, dass es in rechten Szenen auch Frauen gibt, die Propaganda und ein erzkonservatives Familienbild versuchen voran zu treiben.
Ich finde aber absurd, daraus dann zu drehen, dass Frauen, die viele Kinder wollen, in dem meisten Fällen von u.a. dieser Szene nur dazu gedrängt werden würden und das nicht vielleicht auch einfach komplett unabhängig davon entschieden haben, auch wenn sie eine hohe Bildung haben.
Der Wunsch von wem ...?
Ich finde hier keine Differenzierungen von politischen und religiösen Ausrichtungen und Bildungsstand.
Ungefähr bzw. über 50 % des Landes wählen entweder gemäßigt-rechte bis rechte Partein und darunter werden auch erzreligiöse Personen fallen, die ein gewisses, konservatives Weltbild mit der "Kernfamilie" als Zentrum teilen (in verschiedener Intensität ausgeprägt) und den Schnitt in die Höhe schießen lassen.Da der Bericht, auf den sich die aktuelle Zahl bezieht, erst kommenden Monat erscheint, kann ich dir jetzt natürlich nicht sagen, inwiefern dort noch eine Differenzierung vorgenommen wurde. Aber wie ich oben schon ausgeführt habe, haben Frauen mit einer hohen Bildung mehr Kinder als Frauen mit einer mittleren Bildung, wenn sie denn Kinder haben. Und dass der Anteil Kinderloser höher ist, würde ich eher strukturellen Problemen zuschreiben.
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Ich hab hier im Bereich in den letzten Wochen einige Aussagen und Thesen gelesen, die in die Richtung gingen, dass viele Babys ungeplant wären und Frauen ja eigentlich keine oder wenige Kinder haben wollen, wenn sie nicht von äußeren Einflüssen zu mehr gedrängt werden würden. Weltweit sind etwa 8-10% der Paare von Infertilität betroffen (also Paare, welche seit mehr als 12 Monaten erfolglos versuchen schwanger zu werden). Das ist keine kleine Prozentzahl und es kann vor allem zu sehr großem Leid bei Betroffenen führen. Vor diesem Hintergrund finde ich es schade, dass solche Takes unbelegt in den Raum geworfen werden, daher möchte ich gerne ein paar Aussagen einordnen.
Vorweg: Ich finde keine Kinder zu wollen eine vollkommen legitime Person, die jeder für sich selbst treffen können sollte. Kinder haben oder nicht haben ist immer eine super individuelle Entscheidung, die niemanden außer die betroffenen Personen selbst etwas angeht.
Welche intelligente, gebildete und selbstbewusste Frau will sich noch als wandelnden Brutkasten betrachten?
Mag Ausnahmen geben, die von sich, nicht aus kulturellem und religiösem Zwang bzw. Konditionierung, heraus gerne mehr als drei, vier, fünf Kinder zur Welt bringen, doch dies sind wohl eben doch eher Ausnahmen.
Eine intelligente, gebildete, selbstbewusste Frau, für die Schwangerschaft und Geburt mehr ist als ein Brutkasten sein, der am Ende ein Baby raus drückt. Ich kann hier nur von mir selbst sprechen, aber wenn es nur um Schwangerschaft und Geburt ginge, würde ich trotz der ganzen Downs einer Schwangerschaft mit Übelkeit und Co. definitiv noch einige Male mehr als die bisherigen zwei Mal, schwanger werden. Das Gefühl, wenn das Kind sich im Bauch bewegt und die Verbindung, welche man bereits vor der Geburt aufbaut, sind einfach unbeschreiblich. Und auch wenn Geburt höllisch weh tut, waren beide Geburten sehr schöne Erlebnisse.
Eine Reduzierung des gesamten Prozesses auf die Formulierung "wandelnder Brutkasten" finde ich daher ehrlich gesagt sehr geschmacklos.
Dann kommt noch eine Politik hinzu, in der man sich Kinder kaum leisten kann, aber selbst in einer besseren Lage und mit finanziellen Anreizen wird kaum eine Frau, die keine oder nur ein bis zwei Kinder wollte, sagen: you know what, jetzt will ich fünf oder sechs davon!
Genauso denke ich, dass ein viel niedrigerer Prozentsatz an Leuten Kinder haben möchte, als tatsächlich geboren werden.
Man musste immer schon Leute, va Frauen, mit gesellschaftlichen (Druck und Kinder werden als zukünftige Pflegehelfer oder Altersvorsorge gesehen) und religiösen Normen dazu manipulieren va. möglichst viele Kinder zu bekommen.
Der Wunsch, wie viele Kinder jemand möchte ist super individuell und sowas wie finanzielle Anreize, ändern daran nichts, da hast du recht. Aber es gibt sehr wohl eine Differenz in den Zahlen wie viele Kinder sich durchschnittlich gewünscht werden und wie viele Kinder geboren werden. Aber turns out, die Anzahl an gewünschten Kindern ist tatsächlich im Schnitt um 0,9 höher als die Anzahl an geborenen Kindern.
Dass es bei mir selbst vermutlich bei "nur" zwei Kindern bleiben wird, liegt einfach auchz daran, dass Deutschland jetzt nicht unbedingt das kinderfreundlichste Land ist und dadurch einfach auch genügend Unterstützung fehlt, damit ich die Ressourcen hätte, um mehr als zwei Kindern gerecht zu werden. Finanzielle Anreize sind dabei zwar nett und sowas wie ein bezahlbarer Betreuungsplatz spielen da definitiv auch mit rein, aber es hört damit eben nicht auf. Mehr Möglichkeiten, Kinder unterwegs zu wickeln (übrigens auch gerne mehr Herrentoiletten, die ebenfalls einen Wickeltisch haben), mehr Restaurants mit einer Spielecke für Kinder, damit man tatsächlich auch mal mit den Kleinen essen gehen kann, Fitnessstudios, welche Kinderbetreuung anbieten, und ich könnte gefühlt ewig so weiter machen. Insgesamt mehr Infrastruktur, die Eltern entlastet, sowie ein verlässlicher Betreuungsplatz würden sicherlich dazu beitragen, dass die Differenz der gewünschten und geborenen Kinder nicht fast bei einem Kind wäre.
Ich denke so gut wie alle Gesellschaften müssen sich darauf einstellen das viele einfach keine Kinder wollen. Ich lehne mich mal aus dem Fenster und behaupte das 70% Prozent aller Babys die geboren werden Unfälle sind.
Du bist mit deinen 70% gar nicht so weit weg, nur dass es sich dabei um die Zahl der geplanten Schwangerschaften (70,6%) handelt, zumindest in Deutschland. Die knapp 30% ungeplanter Schwangerschaften teilen sich dann aber nochmal in knapp 12% auf, welche prinzipiell schwanger werden sollen, aber erst später, und etwas über 15%, die ungewollt sind (ein paar Prozent sind auch noch "zwiespältig, unentschieden").
Weltweit sind die Zahlen zwar etwas höher, da sind fast 50% der Schwangerschaften ungeplant, aber von den ungeplanten werden auch über 60% abgetrieben. Du landest also auch global lediglich bei 20% geborenen Babys, bei welchen es sich um ungeplante Schwangerschaften gehandelt hat.
Bis auf privilegierte Frauen (und auch bei denen) hat eine hohe Anzahl von Kindern meistens für viel Leid und Untergrabung der Individualität gesorgt.
Recht viele Frauen sehen sich ja immer noch hauptsächlich als Mütter und ihr Frausein an Mutterschaft geknüpft.
Woher nimmst du die Annahme, dass "recht viele Frauen" sich "immer noch hauptsächlich als Mütter" sehen würden und ihr "Frausein an Mutterschaft [knüpfen]"? Ich selbst als Frau und Mutter tue das definitiv nicht und auch die vielen Mütter, welche ich in den letzten Jahren kennengelernt habe, weil unsere Kinder die gleiche KiTa besuchen etc. tun das nicht. Ich weiß zwar von meiner Mutter, dass es ihr genug war, Vollzeit Mama zu sein, aber zumindest aus der aktuellen Generation an Eltern kenne ich da keine einzige Person. Das mag zwar auch nur ein kleiner Ausschnitt an der Gesamtheit von Eltern sein und hat statistisch natürlich keine Aussagekraft, aber ich würde zumindest Mal behaupten, dass ich mit mehr Eltern Kontakt habe und mich mit ihnen auch über das Elternsein und Co austausche, als eine Person, die keine Kinder hat.
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Vorweg: Es war zu keiner Zeit wirklich gefährlich und es ist nichts passiert.
Ich hab so häufig gehört, dass Kinder leise ertrinken. Aber es zu hören und wirklich zu erleben, ist da einfach wirklich nochmal ein Unterschied. Unser Kleiner ist jetzt knapp über ein Jahr alt, unglaublich neugierig und fängt auch an Treppen runter zu laufen. Als wir am Wochenende im Schwimmbad waren, ist er auch alleine zwei Stufen ins Babybecken alleine rein gegangen und stand dann etwa Bauch tief drin. Nach ein paar Schritten ist er nach vorne gekippt, hat mit den Armen gerudert, aber keinen Halt gefunden. Ich saß 10m entfernt, hatte ihn da nicht aus den Augen gelassen, bin direkt hoch und zu ihm gesprintet. Die ganze Zeit über war dort wenige Zentimeter entfernt ein Vater im Becken, der ihm den Rücken zugedreht hatte und erst was mitbekommen hat, als ich neben ihm ins Wasser bin und meinen Sohn auf den Arm genommen habe. Man hatte absolut nichts gehört. Ich hab eh schon immer auf die Kinder aufgepasst, wenn wir im Schwimmbad sind, aber das hat mir doch nochmal sehr eindrücklich gezeigt, dass es nicht reicht, alle paar Sekunden nach den Kindern zu gucken, sondern zumindest der Kleine wirklich keine einzige Sekunde aus den Augen gelassen werden darf, wenn er zum Wasser geht.
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Ich hab mal eine etwas spezifische Frage, da es hier ja Leute gibt, die selber Kinder haben. Ich hab irgendwann vor Jaaahren mal einen Post von einer Person gelesen, die geschrieben hat, dass sie immer Pixibücher in der Tasche hat und wenn sie mal mitbekommt, dass ein Kind in der Öffentlichkeit zetert (im Restaurant, in der Bahn, etc) und den Eltern sichtlich gerade Nerven raubt, schenkt sie dem Kind ein Buch, damit es sich beruhigt und sich freut.
Ich fand die Idee irgendwie niedlich und hatte überlegt, das auch mal zu machen. Aber fändet ihr das als Elternteil nett oder eher übergriffig? Ich meine, ich kenne ja die Situation nicht, und es kann dabei ja genauso gut sein, dass das Kind schreit, weil es grade im Laden etwas nicht bekommen hat und es entsprechend lernen soll, dass es nicht immer alles haben kann oder so, und wenn es daraufhin direkt ein Geschenk bekommt, ist das ja eher kontraproduktiv. XDWahrscheinlich ist es immer am besten, erst mit dem Elternteil zu reden, das dabei ist, aber ich will natürlich auch niemandem auf die Füße treten und das Gefühl vermitteln, dass ich denke, dass sie mit ihrem Kind nicht selber klarkommen. In meinem Kopf ist die Geste einfach nur ein kleines Auflockern der Situation und vielleicht hoffentlich ein paar Minuten Ruhe für die Eltern, aber das sieht bestimmt nicht jeder gleich wie ich. Wie würdet ihr in der Situation reagieren? 👀
Als Mama von zwei Kleinkindern finde ich das ist ne süße Idee. Wenn eines meiner Kinder schreit, weil es etwas haben möchte, ist es meist so, dass es um etwas sehr spezifisches geht, was genau in diesem Moment gewünscht ist und angebotene Alternativen nicht gewollt werden (z.B. hat meine große insgesamt drei verschiedene Sonnenbrillen und wenn wir unterwegs sind, sie ne Sonnenbrille möchte, ich aber nicht die eingepackt habe, die sie genau in dem Moment möchte, ist der Frust erstmal groß). In solch einem Moment fände ich persönlich es sehr lieb, wenn jemand dem Kind ein Pixibuch anbieten würde und damit dann vielleicht der Fokus gewechselt wird. Um auf Nummer sicher zu gehen kannst du aber auch erst dem Elternteil das Buch zeigen und fragen ob es okay ist, es ihm zu geben, und danach das Kind fragen, ob es das Buch haben möchte.
Sowas wie Pixibücher finde ich da als Gegenstand auch ne gute Wahl. Wir haben von Fremden schon älteres Spielzeug, das nicht mehr so ganz sauber wirkte, für ein Baby aufgedrängt bekommen und es ist auch schon mehrfach vorgekommen, dass einem der Kinder verschiedenes Essen angeboten wurde, ohne das wir gefragt wurden und wo wir dann zwischen gehen mussten (von random Leuten an ner Bushaltestelle, die grad was gegessen haben, nicht nur von Verkäufern an ner Theke, die meiner Erfahrung nach eh immer erst die Eltern fragen, ob das Kind was haben darf).
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Wir sind übers WE drei Stunden zum Geburtstag meines kleinen Bruders gefahren (in einem Auto ohne Klimaanlage...). Dort war auch meine Tante und sie hat erzählt, dass ihr Mann (Rettungssanitäter in Frankfurt) dieses WE eine 24h Schicht hatte und dabei Totenscheine im zweistelligen Bereich ausstellen musste. Allesamt mit einer Körperkerntemperatur von über 40°C und größtenteils in Dachgeschosswohnungen...
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Die Idee ist aber gut, oder nicht? Es wäre jetzt besser als den Wal so freizulassen. Ich denke wir können schnell einen nicht dauerhaften aber für eine kurze Zeit eine Auffangstation errichten, wo der Wal unter Beobachtung steht und vollumfänglich untersucht und versorgt werden kann. Wir haben die gesamte Rettungsaktion auch in kürzerer Zeit erlebt und es war auch alles das erste Mal.
Okay, spielen wir das mal als Gedankenspiel durch. Wenn du von einer temporären Auffangstation sprichst, die auch noch schnell errichtet sein soll, gehe ich mal davon aus, dass es sich um ein Becken oder etwas vergleichbares handelt. Da könnte der Wal zwar gut drin untersucht wären, das wäre allerdings reine Tierquälerei. Wale benutzen Schallwellen zur Orientierung, diese würden von einem künstlichen Becken aber logischerweise zurückgeworfen werden und beim Wal zu Desorientierung und massivem Stress führen. Mal abgesehen davon, dass kein Becken der Welt groß genug wäre, damit sich der Wal vernünftig bewegen könnte. Selbst wenn es nur wenige Tage sein sollten (wobei es vermutlich länger brauchen würde, um einen kranken Wal gesund zu pflegen), wäre das Tierquälerei. Wenn man ne Katze für Tage in ne kleine Transportbox steckt, würde ja auch niemand auf die Idee kommen, dass es dem Tier dabei gut geht.
Nehmen wir aber mal an, es müsste nicht schnell gehen, sondern Geld und Zeit würden keine Rolle spielen. Dann müsste es ein möglichst natürlicher Lebensraum für den Wal sein. In Island gibt es eine Auffangstation für Belugawale, die sich in einer Bucht befindet. Die Auffangstation umfasst 32.000 qm mit einer Tiefe bis zu 10 m. Belugawale sind drei bis sechs Meter lang, das ist dezent kleiner als ein Buckelwal mit 13-16 m Länge. Du müsstest also irgendwo auf der Welt eine Bucht finden, die um ein Vielfaches größere und tiefer ist und wo sich keine menschliche Siedlung befindet, um Stress für den Wal zu vermeiden. Ich hab ehrlicherweise keine Ahnung, ob eine solche Bucht überhaupt existiert. Hinzu kommt aber auch noch, dass solch ein Tier natürlich auch mit Nahrung versorgt werden muss. Das sind bei einem Buckewal in den Sommermonaten 1.500 kg an Krill und kleinen Fischen. Da Buckelwale zu den Bartenwalen gehören und ihre Nahrung filtern, kannst du denen auch nicht einfach größere Fische einfach so füttern. Und 1.500 kg an der richtigen Nahrung jeden einzelnen Tag aufzutreiben, wird logistisch schlicht nicht möglich sein.
Eine Auffangstation für große Wale ist also entweder pure Tierquälerei oder aber unabhängig von Zeit und Geld unmöglich. Genau wie die Rettungsaktion ist das also keine gute Idee, sondern nur unnötiges Tierleid, was in Kauf genommen wird, damit man selbst sich besser fühlt.
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Omg, es ist ein kleines Wunder passiert. Unsere Familienkatze ist inzwischen 16 Jahre alt und vor einem halben Jahr ging es ihr gesundheitlich nicht gut und es sah schon so aus, als würde sie im Sterben liegen, da hatte sie sich allerdings dann überraschend wieder gefangen. Vor 11 Tagen ist sie dann verschwunden. Sie war in den 16 Jahren Freigang nie länger als eine Nacht verschwunden und das auch nur, wenn sie nach dem Abendessen nochmal raus gewischt ist und dann nicht wieder zurück war, bis alle schlafen gegangen sind. Meine Mutter hat sie überall gesucht, aber sie war nirgends und auch der Nachbar, der sie entgegen unserem Wunsch angefüttert hat, hatte sie länger nicht gesehn. Als sie auch nach ner Woche nicht da war, sind wir davon ausgegangen, dass sie sich in die Natur zum Sterben zurückgezogen haben muss und nur noch die Frage ist, ob ihr Körper noch gefunden wird oder nicht.
Und heute hat mir meine Mutter dann geschrieben, dass sie plötzlich vor der Haustür war! Sie ist zwar sehr abgemagert, aber omg, sie ist am Leben. Ich schätze sie war irgendwo eingeschlossen, aber ich kann gar nicht in Worte fassen, wie glücklich mich das gerade macht. Ich bin zwar nicht mehr so häufig bei ihr, seid ich ausgezogen bin, aber sie ist damals auf meine monatelange Überzeugungsarbeit damals zu uns gekommen, ist nicht von meiner Seite gewichen, wenn ich mal krank war und auch wenn ich weiß, dass sie schon älter ist und irgendwann gehen wird, jetzt ist es zum Glück noch nicht so weit <3
(Und als i-Tüpfelchen kommt noch hinzu, dass ich morgen mit Aoife McLysaght (wissenschaftliche Beraterin der irischen Regierung, war am Human Genome Project beteiligt, hat wichtige Arbeiten zu de novo genes publiziert, als deren Existenz noch nicht so etabliert war, und macht definitiv die richtigen Menschen sehr wütend) zu Abend essen werde und ich mich darauf schon wahnsinnig freue.)
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Alabastia wird es mal wieder mit mir versuchen ^-^
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Isamu_17 zusammen ne Arbeit an der Uni schreiben zu müssen kann kacke sein (hab da selbst mehr als genug anstrengende Gruppen und viel Haare raufen gehabt). Was Formatierungen allerdings anbelangt, gibt es da tatsächlich nicht unbedingt ein einheitliches Schema. Ich hab z.B. gelernt, dass die Titelseite auf gar keinen Fall in der Numerierung mitgezählt werden soll. Zwischen Universitäten gibt es häufig Unterschiede, was die Vorgaben sind, und nichtmal innerhalb einer Uni ist es bei unterschiedlichen Fachbereichen einheitlich.
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Edit: Mir geht dieser High Protein-Trend am Nerv, von Leuten, die keine Spitzensportler sind oä. Die verteufeln auch Kohlenhydrate, weil sie's mal so gehört haben, und glauben sie brauchen 100 g Protein für ihre 70 kg.
Like, das sind dann Leute, da denkst du: Pal, du sitzt 8+ Stunden am Tag vor'm PC und gehst dann eine halbe Stunde joggen, oder nichtmal das.
Bin im allgemeinen auch kein Fan von High Protein Produkten (vor allem weil sie einfach auch meistens doch deutlich teurer sind), aber weil ich nicht so gut einschätzen konnte, was 100g Proteine sind, hab ich das ganze eben einmal durchgerechnet, um es einzuordnen, und sofern man nen Alltag mit normaler Bewegung (wie bspw. der durchschnittliche Student) hat, sind die 100 für ne durchschnittliche männliche Person gar nicht so verkehrt.
Der Grundumsatz für eine 20 jährige männliche Person, die 170 cm groß und 70 kg schwer ist, liegt bei 1740 kcal (gibt da unterschiedliche Formeln für Männer und Frauen, die Körpergröße, Alter und Gewicht berücksichtigen). Der Grundumsatz muss dann noch mit den physical activity level (PAL) multipliziert werden. Für Büroangestellte, die vor allem sitzen und wenig Freizeitaktivitäten haben, kann man da 1,4 nehmen, für sitzende Tätigkeiten mit zeitweise Gehen/Stehen (so der normale Alltag von Studenten), kann man 1,6 nehmen. Damit kommt man auf einen Gesamtumsatz von 2436 kcal bzw. 2784 kcal.
Ich hatte in Humanernährung gelernt, dass sich die Energiezufuhr zu 55% aus Kohlenhydraten, 30% Fett und 15% Proteinen zusammensetzen sollte. Das ergibt dann 365,1 kcal bzw. 417,6 kcal die von Proteinen stammen sollten. Bei einer Energiedichte von 4,1 kcal/g macht das 89,1 g Proteine für einen Büroangestellten mit wenig Bewegung und 101,9 g Proteine für einen typischen Studenten.