Weißwurstfrühstück

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Griaß eich, vielleicht ist schon IRGENDWEM aufgefallen, dass Oktoberfest ist. Dem Supermarkt meines Vertrauens auf jeden Fall, denn wenn man reinkommt, läuft man straight in so'n fettes Weißwurstregal nebst Brezen und Senf und sowieso und überhaupt. Ja, na gut, da kann ich dann ja schwer Nein sagen und gebe der manipulativen Konsumsuggestion nach.


Selbstverständlich habe ich die nachfolgende Mahlzeit vor dem 12-Uhr-Glockenschlag zu mir genommen, denn alles andere wäre nach bayrischen Standards ein ebenso großes Verbrechen wie alkoholfreies Bier oder Elektro-Auto-Fahren - am besten ebenfalls nicht alkoholisiert. Außerdem ist's iwie kein Frühstück, wenn man's am Nachmittag konsumiert, duh. Die Zubereitung ist jetzt denkbar einfach: Man schneidet die Verpackung auf, wirft die Würste in heißes Wasser und dann wartet man iwie ein paar Minuten, bis die Würste auch heiß sind. OK, cool, parallel dazu bereitet man den Tisch vor, Körbchen mit Brezen hinstellen, Besteck optional, wenn man so'n komischer urbayrischer Weißwurstzuzler ist. Zähl mich jetzt nicht zu denen, also leg ich Messer und Gabel neben den Teller und dazu noch einen Teelöffel, um im Senfglas rumwühlen zu können. UND JETZT REDEN WIR MAL TACHELES: Weißwürste ohne süßen Senf zu essen, ist ungefähr das größte Verbrechen an der Menschheit seit anderen großen Verbrechen an der Menschheit, damit das klar ist. Äh ja, der Löffel ist gleichzeitig auch noch 'n Flaschenöffner, muss ich sagen. Funktioniert iwie besser als die Kante von meinem Handy. Hab mich hier heute für ein Leffe brune als Bierchen entschieden. Noch so 'ne Sache: Das Bier bei 'nem Weißwurstfrühstück ist nicht optional. Da ist auch Glutenintoleranz keine Ausrede.




OK, aufm Bild seht ihr schon die Wurst im Topf, die wird jetzt erst einmal herausgefischt. Das gestaltet sich ohne Zange immer als heiteres Abenteuer, weil die Dinger nass sind und zwischen Messer und Gabel herausflutschen, wenn ich die Würste ausm Topf holen will. Außerdem ist das Wasser immer noch kackheiß, also eher nicht zu empfehlen, die Dinger einfach mit den Fingern herauszuholen - aber irgendwann ist auch diese Hürde überwunden. Dann wird sie erstmal GESCHÄLT (scheiß auf Zuzeln, smh). Das geht ganz einfach, indem man an einem Ende den Darm aufreißt ("Title of my Sex Tape", wie Opa92 sagen würde). Dann kann man die Haut in einem Stück abziehen und hat minimalen Fleischverlust. Ohne die Haut ist die Wurst auch sehr gut zu schneiden und kann einhändig mit leichtem Druck von einem Messer oder notfalls sogar von der Gabel zerteilt werden. In einem Körbchen warten daneben schon die Brezen. Auch der Senf ist bereits liebevoll aus dem Glas gelöffelt worden und adäquat auf dem Teller drapiert. Das Bierchen wurde eingegossen und weißt eine schön tiefbraune Farbe auf mit einem hellen, cremefarbenen Schaum. Ja, auf geht's.


Und jetzt, da ich alle Komponenten des Weißwurstfrühstücks vorgestellt hab: DIE VERKOSTUNG! Also tl;dr: Den Dreck, der ab hier geschrieben wird, lesen (ja, dafür isses jetzt bisschen spät, ne?). So, beginnen wir mit dem Aperitif. Von der Größe geht das Bier schon mal als solcher Durch. Jedenfalls hab ich jetzt belgisches Bier hier, was schon mal 'n ziemlicher Fauxpas ist und nur noch davon getoppt wird, dass das Bier auch scheiße schmeckt. Also 'n schönes Dunkles sollte echt nicht einfach nach Bitterlemon ohne Lemon schmecken, denk ich mal. Ab sofort nur noch schönes Hefeweizen, aber das kleine Fläschchen sah so süß aus, dass ich nicht widerstehen konnte.

Die Breze(l) ist noch frisch und knusprig, also ausgezeichnet. Außerdem keine 3 kg Salz dran, sodass man die zur Abwechslung auch tatsächlich essen kann. Ja, schmeckt schon mal gut. Perfekte Beilage.

Und jetzt mal zu dem, worum's hier eigentlich geht: der Senf. Dieser dumme süße Senf ist halt so dieser Grund, wieso man sich immer wieder Weißwürste gönnt. Der schmeckt einfach so...gut! Und selbst wenn man keinen Senf mag, kann man dem hier vielleicht etwas abgewinnen, eben weil er so unsenfig ist und doch irgendwo an Senf erinnert. Mega gutes Zeug. Normalerweise geben die einem für so 'ne Portion Weißwürste immer zwei Tütchen Senf dazu. Wenn ihr die Würste richtig esst, dann bleibt am Ende nix davon übrig - tatsächlich empfiehlt sich die Anschaffung eines eigenen Senfglases, um einen Senfengpass im Weißwurstgefecht zu vermeiden. Eindeutig der Star eines jeden Weißwurstfrühstücks.

Ah ja, die Würste selbst sind auch ganz gut. Haben 'nen angenehmen, runden Geschmack. Petersilie nicht zu aufdringlich, restliche Würzung sehr fein. Liebe das, ja, dass Weißwürste einem diesen intensiven Fleischgeschmack nicht so aufdrücken und sich daher hervorragend als Frühstück eignen. Wie soll man denn sonst auf seine 3 Fleischmahlzeiten am Tag kommen???


Nun gut, die Gourmetmeinung: Das Bier ist für diesen Einsatz ungeeignet und schmeckt mir ansonsten auch nicht sonderlich. 4.4/10, weil's 'ne schöne Farbe und Aufmachung hat und vermutlich so einigen Leuten schmecken könnte, die's generell nicht so süß und süffig mögen, sondern eher was herberes, kP, kenn mich mit Bier doch auch nicht aus, lol. Die Brezel knusprig, angenehm frisches Brotaroma in der Nase, unterstreicht den Weißwurstgeschmack, der ebenfalls angenehm, lieblich und frisch ist. Stabile 6.5/10, weil's halt 'ne Brezel ist und ich da selten erlebt hab, dass die kacke wären. Die Wurst selbst kriegt jetzt mal auch so 'ne 6.5/10, was für Supermarktwürste durchaus gut ist. ABER die Gesamtexperience kriegt dann schon 'ne stabile 8/10, weil man sich automatisch nur durch den Verzehr des Gerichts wie ein besserer Mensch fühlt. Da kann auch auch trotz Diesel-SUV nachts gut schlafen. :sekt:


Btw, die Katze hab ich nicht mitgegessen, sry.

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