Meinungs-Montag #49: Heurepika!

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Pokémon hatte ja schon immer seine merkwürdigen Spiele. Einmal konnte man mit Pikachu über ein Mikrofon sprechen, ein anderes Mal wurde man selbst in die Rolle eines Pokémons gesteckt. Nicht zu vergessen ist da natürlich noch das Sammelkartenspiel, bei dem Sieg oder Niederlage gleich über das Schicksal der ganzen Welt entscheiden konnte. Okay, ganz so schlimm war es nicht. Am Ende war man halt Sammelkarten-Champ, aber ein bisschen Dramatik macht so ein Kartenspiel doch gleich etwas interessanter, nicht wahr?

Jedenfalls gab es dieses Jahr eins der wohl obskursten Spiele bisher, das ebenfalls wieder Pikachu in die Hauptrolle steckte und es dabei sogar sprechen ließ. Die Rede ist von Meisterdetektiv Pikachu.


Dabei ist die Tatsache, dass es sprechen kann, gar nicht mal das Herausragendste am Spiel. Das fällt halt als allererstes auf, selbst wenn man nur einen Trailer gesehen haben sollte. Aber was steckt dahinter und warum ist dieses Pikachu so ein Schlaukopf, dass es sich gleich als Detektiv sieht? Das alles und noch mehr gilt es in mehreren Fällen herauszufinden, bei denen Meisterdetektiv Pikachu der ständige Begleiter ist und mit seinem markanten Heurepika auffällt. Selbst spielt man nämlich Tim Goodman, der die Hinweise kombinieren und miträtseln darf, während er auf der Suche nach seinem verschollenen Vater ist. Die perfekte Arbeitsumgebung ist mit diesem ungewöhnlichen Duo also schon einmal geschaffen.


Die Aufgabe, das alles nun in ein Spiel zu verpacken, ist sicherlich eine schwierige. Als erstes reinrassiges Adventure im Pokémon-Universum galt es einige Hürden zu überwinden und vor allem auch die Gespräche zwischen Detektiv und Lehrling zu unterstreichen. Fast schon wie bei Sherlock Holmes mit Watson, nur vielleicht etwas simpler. Die Fälle erfordern in der Regel eine gute Beobachtungsgabe und der gute Meisterdetektiv gibt bei Nachfrage auch gern den ein oder anderen Hinweis preis. Für jüngere Spieler ist der Titel also recht zugänglich, während an einigen Stellen oft die Herausforderung fehlte. Das ist aber ein generelles Problem im Adventure-Genre: Entweder sind die Rätsel zu leicht, zu schwierig (als Beispiel: "Ich nehme diesen Bleistift, stecke ihn in die Kanone und schieße damit den Ballon oben auf dem Bildschirm ab, damit der Ziegelstein runter fällt, den ich später für etwas Anderes benutzen kann.") oder gar nicht vorhanden. Bei letzterem steht dann eben die erzählte Geschichte im Vordergrund.


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So einen Kellner sieht man auch nicht alle Tage.


Was das Spiel aber wirklich auszeichnet, ist der Umgang mit den Pokémon. Das Entwicklerstudio Creatures Inc. ist durch vergangene Projekte wie besagtem Pokémon Sammelkartenspiel, Pokémon Ranger und PokéPark bereits dafür bekannt, eher unkonventionelle Ideen und Herangehensweisen an Pokémon zu zeigen. Besondere Sorgfalt wurde bei ihrem neuesten Titel auf die Präsentation und Charakterisierung der Pokémon gelegt und das geht weit über die aus den Rollenspielen bekannten Kämpfe hinaus. In der Welt von Meisterdetektiv Pikachu ist es entsprechend keine Überraschung, ein Quabbel als Kellner auf einem Kreuzfahrtschiff, Voltenso als treuen Spürhund an der Seite eines Inspektors der Polizei oder Zirpeise beim gemeinsamen Musizieren mit einer Musikerin zu sehen. Alles Dinge, die man sich beim Design der Pokémon grundsätzlich vorstellen kann, die so aber bisher nie wirklich umgesetzt wurden. Und es wirkt unheimlich stimmig.


Allerdings sind die Pokémon nicht nur an der Seite von Menschen zu finden, sondern sie streifen auch selbstständig durch die Stadt und die nähere Umgebung. Gleich zu Beginn wird man mit dem Treiben zweier Griffel konfrontiert, um kurz danach einem Kramurx seinen größten Schatz zu stehlen. Und die stehen nun mal, wie schon der Pokédex beschreibt, auf glänzende Dinge. Immer wieder laden die umherstreifenden Pokémon zu Interaktionen ein, die Pikachu kommentiert und ihn auch in die ein oder andere missliche Lage bringen. Auf diese Weise kommt der Charme der vielen Charaktere und Pokémon gut zum Vorschein und schafft über das ganze Spiel hinweg eine stimmige Atmosphäre, die man sonst eher selten in einem Pokémon-Spiel zu sehen bekommt.


Was haltet ihr von Meisterdetektiv Pikachu? Habt ihr es gespielt oder mögt ihr allgemein charakterfokussierte Spiele? Sagt uns eure Meinung!

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