Bisafacts Ausgabe #4

Auch im September widmen wir uns spannenden, mysteriösen, interessanten und skurrilen Fakten rund um das Thema Pokémon. Unter anderem behandeln wir die Typen einiger Pokémon, Ashs Auftauchen im Anime und falsch beschriebene Pokémon-Karten. In diesem Sinn: Los geht's!


Für den Anfang rufen wir uns einmal in Erinnerung, dass in den Pokémon-Spielen mittlerweile achtzehn verschiedene Typen existieren. Jeder davon hat bestimmte Stärken oder Schwächen gegen andere Typen und so ergeben sich besonders mit zwei miteinander kombinierten Typen oftmals auch interessante Strategien, wie man sich gegen bestimmte Pokémon behaupten muss. Da können die Schwächen zweier Typen plötzlich zu einer vierfachen Schwäche werden oder eine Resistenz gleicht eine Schwäche zu normalem Schaden aus. Aber wusstet ihr, dass es nur sehr wenige Dualtyp-Pokémon gibt, die gegen ihre eigenen beiden Typen anfällig sind? Dazu passend existiert folgender Fakt:

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Giratina, Grolldra, Phandra und Katapuldra sind die einzigen Dualtyp-Pokémon, die gegen beide ihrer Typen, Geist und Drache, Schwächen besitzen.

Im Gegensatz zu allen anderen Typen in den Pokémon-Spielen sind Geist und Drache gegen sich selbst anfällig. Da die Kombination dieser beiden Typen bis vor Pokémon Schwert und Schild nur ein einziges Pokémon, nämlich Giratina, inne hatte, war dieser Umstand mit Schwächen gegen die eigenen Typen bisher einzigartig. Die Grolldra-Entwicklungsreihe hat nun jedoch auch weiteren Pokémon zu dieser Kombination verholfen und kann abseits von Legendären Pokémon für hitzige Kämpfe sorgen. An dieser Stelle muss man sich allerdings auch fragen, ob es den Grolldra egal ist, dass sie durch Katapuldras Drachenpfeile direkt in den Kampf gegen andere Drachen geschickt werden können. Tolle Familie.


Der nächste Fakt könnte euch besonders interessieren, wenn ihr den Pokémon-Anime aktiv anseht:

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In der aktuellsten japanischen Anime-Folge „Celebi: Ein zeitloses Versprechen“ kamen zum ersten Mal weder Ash noch Pikachu im Haupt-Pokémon-Anime vor.

Ash gehört seit Beginn des Pokémon-Animes im Jahr 1997 zur Hauptbesetzung und war dementsprechend in jeder Folge irgendwie Teil der Handlung. Kaum zu glauben also, dass er schon seit über 23 Jahren zehn Jahre alt ist und zumindest am Anfang noch einen Geburtstag oder Jahrestag mit Pikachu gefeiert hat. Ein Thema, in das wir sicher Stunden investieren könnten.



Jedenfalls wurde am 9. August 2020 in Japan die Folge Celebi: Ein zeitloses Versprechen ausgestrahlt, in der Goh, der neue Begleiter in der Serie Pokémon Reisen, im Vordergrund steht und sich an eine Person aus der Vergangenheit erinnert. Obwohl diese Folge in der Gegenwart und direkt nach den vorhergehenden Folgen spielt, reist er alleine mit seinen Pokémon nach Johto und weder Ash noch Pikachu haben in dieser Folge einen Auftritt. In der Hauptserie kam das bisher noch nie vor und dementsprechend groß war auch die Überraschung, beide Charaktere nicht zu sehen. Was wohl der Grund für Gohs Alleingang war?


Apropos Goh: Auch Pokémon GO hat letztes Jahr mit einem bisher festen Bestandteil der Pokémon-Spiele gebrochen, wie folgender Fakt zeigt:

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Während eines speziellen Events in Pokémon GO war es erstmals seit Icognitos Debüt im Jahr 1999 möglich, dass es aus Pokémon-Eiern schlüpft, was in den Hauptspielen bisher nie möglich war.

Gemeint ist mit dem speziellen Event die Ultra-Bonus-Woche, die September 2019 abgehalten wurde. Genauer waren es drei Wochen, die relevante Woche war jedoch gleich die erste, in der es um Pokémon aus der Johto-Region ging. Passend zum Titel des Events konnten Icognito mit den Buchstaben U, L, T, R und A gefangen werden und weitaus interessanter war allerdings die Tatsache, dass Icognito nicht nur in der Wildnis auftauchte, sondern auch aus Pokémon-Eiern schlüpfen konnte. Die Chance darauf war natürlich recht gering, allerdings konnte Icognito zuvor nie aus Eiern schlüpfen und somit stellte Pokémon GO die erste Instanz dar, in der das auch für dieses Pokémon möglich war.


Die Frage ist nun: Kann das in den Hauptspielen auch einmal passieren? Wenn nicht gerade die Ei-Gruppierungen angepasst werden und Icognito davon betroffen ist, eher nicht. Es befindet sich seit dem ersten Auftritt in Pokémon Gold und Silber in der Ei-Gruppe Unbekannt, die sich in erster Linie dadurch auszeichnet, dass keines der enthaltenen Pokémon in der Pension Eier hinterlässt. Kein Wunder, setzt sich die Gruppe doch aus Baby-Pokémon, Legendären, Mysteriösen und speziellen Event-Pokémon wie den Kappen-Pikachus zusammen. Auffällig ist hier vielleicht Quajutsu, das zwar keine äußerliche Anpassung erhalten hat, allerdings auch nur mit seiner Ash-Form aus Pokémon Sonne und Mond in dieser Ei-Gruppe enthalten ist. Ob wir Ash-Quajutsu je wieder in einem Spiel sehen werden? Wer weiß.


Zu guter Letzt beschäftigt uns noch eine Sache im Sammelkartenspiel, die mit der aktuellen Erweiterung Flammende Finsternis zu tun hat:

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In der neuesten Sammelkartenerweiterung Flammende Finsternis erhielt eine Enekoro-Karte in der deutschen Version den Namen Kaguron. Der Name wurde mittlerweile in einem Erratum korrigiert.

Fehldrucke im Sammelkartenspiel sind keine Seltenheit und können jederzeit passieren. Bei so viel Text ist es auch nicht besonders verwunderlich, wenn auf der Karte in irgendeiner Sprachversion plötzlich ein falscher Kartenname, eine falsche Beschreibung oder generell ein falscher Druck, etwa bei Logos auf Promo-Karten, steht.



Passiert ist das nun auch mit einer Enekoro-Karte in der Erweiterung Flammende Finsternis, die erst vor kurzem erschienen ist. Bereits in den Prerelease-Boxen, die Anfang August verfügbar waren, konnte eine Enekoro-Karte gezogen werden, die allerdings mit Kaguron betitelt ist. In einem Erratum wurde der Name wenige Tage nach Erscheinen der Erweiterung korrigiert, sodass sich nun Eneco wie gehabt zu Enekoro entwickeln kann.


Und das war's auch schon für dieses Mal von den Bisafacts. Wir hoffen, dass ihr die ein oder andere neue Information mitnehmen konntet und wenn ihr selbst interessante Fakten rund um Pokémon kennt, freuen wir uns auf eure Einsendungen. Wir lesen uns!

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