Bisafacts Ausgabe #5

Die heutige Ausgabe ist zwar nicht besonders herbstlich, aber wir widmen uns wieder spannenden, mysteriösen, interessanten und skurrilen Fakten rund um das Thema Pokémon. Unter anderem behandeln wir Tentacha-Geschenke, die erst kürzlich entdeckt wurden, und welche Pokémon bisher noch nie im Anime vorkamen. In diesem Sinn: Los geht's!


Der erste Fakt befasst sich gleich einmal mit einer Frage. Kennt ihr das, wenn ihr glaubt, ein Spiel in- und auswendig zu kennen und nach vielen, vielen Jahren kommt plötzlich die Erkenntnis, dass ihr doch noch nicht alles wisst? So geschah es vor wenigen Wochen auch in den Spielen Pokémon HeartGold und SoulSilver, als eine zwar sehr unwahrscheinliche, aber doch mögliche Situation nachgestellt wurde:

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In Pokémon HeartGold und SoulSilver erhält man von einem Mann in Anemonia City ein Tentacha geschenkt, wenn sich unter bestimmten Umständen nur noch ein einziges Pokémon im Team und in der Box befindet. Dies verhindert einen Softlock, bei dem die Insel nicht mehr verlassen werden kann.

Die Voraussetzungen für den Erhalt der Tentacha in Anemonia City sind recht spezifisch. Im gesamten Team und Boxensystem darf sich nur ein einziges Pokémon befinden, wobei auch Pokémon-Eier davon ausgeschlossen sind. Zu diesem Zeitpunkt im Spiel ist es zwar eher unwahrscheinlich, dass man plötzlich alle Pokémon freilässt und sich so auf der Insel praktisch einsperrt, wenn das verbliebene keinen Surfer erlernen kann, aber es ist möglich. In Pokémon Gold und Silber konnte es nun also passieren, dass man ohne Geld, um Pokébälle zu kaufen, ohne Pokémon, das Surfer erlernen kann, und ohne eine Möglichkeit, die Insel zu verlassen, auf ihr gestrandet war. Wurde in diesem Fall abgespeichert, durfte aufgrund eines Softlocks also von vorne begonnen werden.



Ende August wurde in Pokémon HeartGold und SoulSilver festgestellt, dass mit einem Pokémon im Team ein Mann in Anemonia Citys Pokémon-Center Tentacha verteilt. Das geht nicht nur einmal, sondern kann beliebig oft wiederholt werden, solange sich nur ein Pokémon im Team befindet und unter Umständen kann dieses Tentacha auch schillernd sein. Game Freak hat für die Remakes also diesen potenziellen Softlock umgangen, indem ein Pokémon verteilt wird, das Surfer erlernen kann, um zumindest wieder über das Meer zu gelangen. Kaum zu glauben, dass dieses Geheimnis ganze zehn Jahre unentdeckt blieb.


Da wir schon bei Geheimnissen sind, das nächste ist zwar nichts Unbekanntes, aber durchaus erwähnenswert:

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Der Unlicht-Typ hatte bis Pokémon Schwert und Schild keine eigene Arena.

Seit der Unlicht-Typ in Pokémon Gold und Silber vorgestellt wurde, hatte er zwar einige Auftritte innerhalb der Top Vier – drei, um genau zu sein –, aber keine eigene Arena, um neue Trainer auf diesen Typ vorzubereiten. Die erste Instanz außerhalb der Top Vier war aber bereits in Pokémon Sonne und Mond zu sehen, als sich Yasu völlig überraschend als Ula-Ulas Inselkönig herausgestellt hat und er noch dazu Unlicht-Pokémon eingesetzt hat. Da eine Insel aber keine eigene Arena ist, war erst Nezz in Pokémon Schwert und Schild so gütig, dass er dem Unlicht-Typ eine eigene Arena und damit auch eine Bühne gab. Was deswegen witzig ist, da er selbst auf der Bühne stand und gesungen hat.


Der nächste Fakt ist recht schlicht:

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Aeropteryx ist das einzige Pokémon, dessen Basiswertsumme 567 seiner Nationaldexnummer gleicht.

Unter den aktuell über 890 Pokémon befindet sich tatsächlich nur ein einziges, dessen Nationaldexnummer seiner Basiswertsumme gleicht. Die Basiswertsumme stellt bei einem Pokémon die Summe aller sechs Statuswerte ohne Mitberechnung von DVs oder EVs dar und die beträgt bei Aeropteryx 567. Da sich die meisten entwickelten Pokémon in diesem Summenbereich bewegen, ist es eher unwahrscheinlich, dass Nationaldexnummer und Basiswertsumme eines weiteren Pokémon übereinstimmen, sofern diese Werte nicht gerade angepasst werden.


Der letzte Fakt für heute beschäftigt sich mit Auftritten von Pokémon im Anime:

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Porygon2 und Porygon-Z kamen bisher außer in Cameos in Pokémon-Filmen nicht in der Anime-Serie vor.

Von allen Pokémon kamen bisher lediglich Porygon2 und Porygon-Z nie in der Hauptserie vor. Ihr erster Auftritt überhaupt in animierter Form war 2012 im fünfzehnten Pokémon-Film Kyurem gegen den Ritter der Redlichkeit, dort allerdings auch nur im Intro, als die Welt der Pokémon vorgestellt wird.



Dass mit den beiden Pokémon so vorgegangen wird, hat wahrscheinlich mit Porygons erstem und einzigem Auftritt im Anime zu tun. Gemeint ist damit die Folge Dennou Senshi Porygon (zu Deutsch etwa „Elektro-Soldat Porygon"), die außerhalb Japans nie ausgestrahlt wurde und selbst dort seit ihrer Erstausstrahlung aufgrund von Epilepsiegefahr gebannt ist.


Und das war's auch schon für dieses Mal von den Bisafacts. Wir hoffen, dass ihr die ein oder andere neue Information mitnehmen konntet und wenn ihr selbst interessante Fakten rund um Pokémon kennt, freuen wir uns auf eure Einsendungen. Wir lesen uns!

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