Bisafacts Ausgabe #14

Wir wollen euch etwas Entspannung mit vier neuen, spannenden, mysteriösen, interessanten und skurrilen Fakten rund um das Thema Pokémon bieten. Wie es der nicht sonderlich gut gemeinte Zufall bei diesen Schmelztemperaturen möchte, dreht sich einer dieser Fakten sogar ein bisschen um die Sonne. In diesem Sinn: Hitze ab und Ventilator an!


Ach, stimmt ja, wir fangen heute natürlich mit dem Feuer-Typ an. Genauer gesagt einem Unlegendären Legendären Pokémon, das nichts mit der Sonne zu tun hat:

Zitat

Arkanis Pokémon-Kategorie ist "Legendär", obwohl es kein Legendäres Pokémon ist.

Arkani ist nicht nur ein sehr beliebtes Pokémon in der gesamten Pokémon-Community, sondern auch eines, um das sich viele Mythen und Legenden ranken. In einigen Pokédex-Einträgen, etwa dem von Pokémon Gold und Feuerrot, wird es sogar explizit als chinesisches Pokémon bezeichnet, wohingegen spätere Einträge aus Pokémon Sonne und Let's Go lediglich vom Osten sprechen. In diesem Zusammenhang wird Arkani gerne als königlich, majestätisch, anmutig, imposant, schön und noch einige Adjektive mehr bezeichnet. Konkrete Ereignisse mit ihm werden nur in Pokémon Ultrasonne genannt, wo es einem Kriegshelden bei der Eroberung eines Landes half, und Pokémon Ultramond macht sich über die vielen Legenden und seine Seltenheit sogar lustig, da es eigentlich sehr häufig vorkommt.

Was genau Arkani nun also Legendär macht, ist gar nicht mal so bekannt. Weder der Anime noch andere Geschichten beschäftigten sich bisher näher mit ihm und daher müssen wir wohl oder übel mit dem einen konkreten Ereignis und den ungenannten Mythen leben.


Glücklicherweise können wir aber einen kleinen Zusammenhang zur Realität herstellen. Arkani scheint nämlich teilweise auf Wächterlöwen zu basieren, die besonders im fernen Osten in China sowie seinen Nachbarländern vor buddhistischen Tempelanlagen und Pagoden als Wächterfiguren stehen. Dem Glauben nach sollen sie die Anlagen vor bösen Geistern und Menschen schützen und auf diese Weise haben sich verschiedene Mythen um diese Figuren entwickelt. Scheint so, als würde der Geist dieser Wächterlöwen nun in Arkani weiterleben.


Diese Wächterlöwen scheinen die Vorlage für Arkani darzustellen.


Genug Feuer für den Moment, widmen wir uns lieber leckeren Getränken. Wie wär's mit einem bekömmlichen Beerensaft, frisch gepresst dank eines Pokémons? Tatsächlich gab es einmal die Möglichkeit, die geernteten Beeren aus einem Spiel zu verarbeiten, wie folgender Fakt zeigt:

Zitat

Pottrott kann in Pokémon Gold, Silber und Kristall Beerensaft aus getragenen Beeren herstellen.

Pottrott hat sich seit seiner Einführung in Pokémon Gold, Silber und Kristall vor allem durch seine enormen Verteidigungswerte ausgezeichnet. Lediglich Endynalos' Unendynamax-Form besitzt höhere Verteidigungswerte, allerdings lassen dafür Pottrotts Angriffswerte zu wünschen übrig. Daher stellte es für den Kampf meist nur dann eine sinnvolle Ergänzung dar, wenn gerade eine Wand benötigt wurde.


Eine von Pottrotts Eigenarten stellte aber die Möglichkeit dar, Beerensaft herzustellen. Dazu konnte ihm in Pokémon Gold, Silber und Kristall eine Beere zu tragen gegeben werden und nach einem Kampf konnte diese Beere zu einem Beerensaft verarbeitet werden. In kommenden Spielen wurde diese Möglichkeit nicht mehr eingefügt und der Beerensaft kann auf andere Art, etwa durch getragene Items wilder Pottrott, erhalten werden.


Kommen wir nun zu dem eingangs erwähnten Sonnen-Fakt. Es handelt sich dabei um das Sonnenkreis-Pokémon, es ist Legendär und man kann es tatsächlich mit der Alchemie in Verbindung bringen:

Zitat

Das Solgaleo-Event in Pokémon Masters EX bestätigt seinen alchemistischen Ursprung. Der sonnenverschlingende Löwe, als der Solgaleo auch im Pokédex bezeichnet wird, ist ein häufiges Konzept in der Alchemie und wichtig für die Herstellung des Steins der Weisen.

Konkret geht es dabei um das Event Der Sonnenverschlinger in Pokémon Masters EX, aber auch einigen Pokédex-Einträgen, in denen Solgaleo als Sonnenverschlinger bezeichnet wird. In der Alchemie existiert das Symbol eines Löwen, der eine Sonne verschlingt und in dieser Form für die Reinigung von unreinen Metallen steht, aus denen am Ende Silber und Gold entsteht. Die künstliche Herstellung von Gold konnte jedoch nur schwer verfolgt werden und ist aktuell lediglich mit hohem Energieaufwand innerhalb eines Kernreaktors möglich.


Grün ist Solgaleo zwar nicht, aber das Bild spricht Bände.


Hier kommt Solgaleo ins Spiel. Nicht nur, dass es das Konzept des sonnenverschlingenden Löwen aus der Alchemie aufgreift, so besitzt Solgaleo sehr große Energiereserven, die denen einer Sonne ähnlich sind. Die Nacht zum Tag zu machen fällt ihm dadurch nicht besonders schwer und es scheint auch nicht unmöglich, dass es diese Energie für andere Dinge einsetzen kann. In jedem Fall kann das Alchemiesymbol und die Reinigung von Metallen mit seinem Stahl-Typ assoziiert werden. Ultrabestien besitzen schon sehr seltsame Fähigkeiten.


Zuletzt widmen wir uns dem allerersten Pokémon Stadium-Spiel für das N64. Vermutlich ist es nicht das, woran ihr gerade denkt, da es nie außerhalb Japans erschienen ist:

Zitat

In Japan gab es drei Pokémon Stadium-Spiele für das N64, von denen nur letztere zwei im Westen erschienen sind.

Es gab ursprünglich tatsächlich drei Pokémon Stadium-Spiele für das N64. Zwei davon sind auch in Europa als Pokémon Stadium und Pokémon Stadium 2 erschienen, während der erste Titel Japan nie verlassen hat. Der genaue Grund hierfür ist nicht bekannt, allerdings war dieses Spiel insofern obskur, da nur 42 spielbare Pokémon enthalten waren. Diese wurden teilweise in offiziellen Turnieren verwendet und teilweise wurden sie als Typenkonter eingefügt.


Tatsächlich sollten hier einmal ursprünglich alle Pokémon spielbar sein. Die lange Verzögerung des Hardware-Add-Ons Nintendo 64DD führte jedoch dazu, dass ein Großteil der Pokémon nie kämpfend gezeigt werden konnte und dadurch wurde die Anzahl einsetzbarer Pokémon aus technischen Gründen auf 42 verringert. Nichtsdestotrotz können alle damals bekannten 151 Pokémon als 3D-Modelle angesehen werden. Zusätzlich können während der Credits des Spiels Pokémon kämpfend gesehen werden, obwohl sie nicht einsetzbar sind. Zum Glück wurde das im direkten Nachfolger und wir kamen somit in den vollen Genuss der 3D-Kämpfe.


Und das war's auch schon für dieses Mal von den Bisafacts. Wir hoffen, dass ihr die ein oder andere neue Information mitnehmen konntet und wenn ihr selbst interessante Fakten rund um Pokémon kennt, freuen wir uns auf eure Einsendungen. Wir lesen uns!



Bildquellen: https://heterodoxology.files.w…om/2010/06/green-lion.png; CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=437411

Antworten 3

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  • Weiß noch, wie am Anfang, als ich klein war, wegen Arkani immer wieder Diskussionen aufkamen, ob das denn jetzt ein Legendäres ist oder nicht. Denke mal, da war schon was geplant und angedacht, aber wurde eben verworfen und Details wie die "Legendär"-Angabe einfach vergessen. Eventuell auch als nicht so wichtig gesehen, weil man damals nicht wusste, wohin sich Pokémon genau noch weiter entwickelt. Jetzt kann man ja aus den Kategorien fast schon eine Wissenschaft machen. Ich selber liebe Arkani, weil es vor allem Hund ist. Aber überhaupt fand ich das Fell immer so einladend und musste an unseren alten Familienhund denken, weil der auch richtig buschig war. Eines meiner ältesten Lieblingspokémon ♥


    Den Fakt zu Solgaleo habe ich noch gar nicht gekannt. Von den beiden Legendären fand ich Lunala viel ansprechender in jeglicher Hinsicht. Dennoch eine interessante Verbindung. Vor allem dann auch so "Kleinigkeiten" wie die Tatsache, dass der Typ Stahl ebenfalls mit dem Hintergrund verbunden werden kann. Alchemie hat eh eine unglaublich faszinierende Symbolsprache und ich finde es toll, wie hier doch recht frei interpretiert wurde. Trotzdem bleibt Lunala mein Favorit, da ich den Mond und die Dunkelheit insgesamt als angenehmer und vertrauter empfinde.


    Spiele nicht gespielt, aber Pottrotts Fähigkeit klingt super. Solche individuellen Sachen, die bei einem spezifischen Pokémon Sinn ergeben, sehe ich oft als Liebe zum Detail an und was ein Spiel nochmal hervorheben kann. Schade, dass das verloren gegangen ist, anstatt dass man es eben auch ausbaut und weitere Möglichkeiten nutzt, spezielle "Talente" von einzelnen Pokémon so umzusetzen. Das würde das Spiel komplexer machen, aber auch keine Art, die das Durchspielen an sich stört oder ausbremst.


    .: Cassandra :.

  • Denke mal, da war schon was geplant und angedacht, aber wurde eben verworfen und Details wie die "Legendär"-Angabe einfach vergessen. Eventuell auch als nicht so wichtig gesehen, weil man damals nicht wusste, wohin sich Pokémon genau noch weiter entwickelt.

    Bereits die ersten Pokédex-Einträge stützen sich darauf, dass Arkani in der Vergangenheit in vielen Geschichten erwähnt wird und es dadurch einen besonderen Status einnehmen konnte. Einerseits war es nicht richtig Legendär wie Lugia oder Lunala, aber die vielen Auftritte in historischen und phantastischen Texten trugen ihren Teil dazu bei, Legendär auch etwas anders definieren zu können.

    Schade, dass das verloren gegangen ist, anstatt dass man es eben auch ausbaut und weitere Möglichkeiten nutzt, spezielle "Talente" von einzelnen Pokémon so umzusetzen. Das würde das Spiel komplexer machen, aber auch keine Art, die das Durchspielen an sich stört oder ausbremst.

    Die Idee gefällt mir und würde tatsächlich dazu beitragen, Pokémon als mehr zu betrachten als nur ein Mittel zum Kampf. Persönlich empfand ich schon den Einsatz bestimmter Pokémon für die Bewältigung von Hindernissen interessant und so kleine Dinge wie der Beerensaft würden auch dazu beitragen, sich mit vielleicht weniger beliebten Pokémon auseinanderzusetzen.

  • Wirklich interessante Fakten, bin schon gespannt wie dann die Hisui-Form von Arkani ausschauen wird bzw. woran diese dann letztendlich angelehnt ist, Spekulation sind schon im Raum.


    Das mit Pottrott hat mich damals auch überrascht, da ich die Beere in Erinnerung hatte und ich es eigentlich für das kranke Miltank verwenden wollte, nur plötzlich trug Pottrott einen Beerensaft.

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