Bisafacts Ausgabe #19

Der Release von Pokémon Strahlender Diamant und Leuchtende Perle steht kurz bevor und auch, wenn wir dieses Mal nicht nach Sinnoh gehen, haben wir wieder eine gute Mischung aus spannenden, mysteriösen, interessanten und skurrilen Fakten rund um das Thema Pokémon. Unter anderem wird diese Ausgabe sehr Arena- und Top Vier-lastig. In diesem Sinn: Los geht's!


Fangen wir doch gleich mal mit besagter Arena an. Konkret geht es um Marmoria City in Kanto, die, wie vermutlich alle wissen, eine Gestein-Arena ist. In ihrer langen Geschichte mit Rocko als Arenaleiter gab es jedoch auch eine Zeit, in der sie einem anderen Typ zugeordnet wurde:

Zitat

Die Arena in Marmoria City wurde in einer Nebengeschichte des Animes für kurze Zeit zu einer Wasser-Pokémon-Arena umgebaut.

In Japan wurden während der Laufzeit des regulären Pokémon-Animes immer wieder Spezialfolgen ausgestrahlt, die sich auf Nebencharaktere konzentrierten und ihr Leben erzählten. Zu einem großen Teil wurden diese jedoch nie deutsch lokalisiert. In der Folge „A Family That Battles Together Stays Together!“ kehrt Rocko nach seiner Reise in Johto und dem Abschied seiner Freunde nach Marmoria City zurück und erkennt, dass in der Zwischenzeit seine Mutter Lola nach Hause kam. Im gleichen Zug wurde die Arena um einen Garten erweitert und die neue Spezialisierung auf Wasser-Pokémon gelegt, ganz zum Ärgernis des ursprünglichen Besitzers. Im weiteren Verlauf wird die Umgestaltung durch diverse Umstände zurückgenommen und Rocko geht weiter seinen Weg nach Hoenn. Gerade noch mal gut gegangen!


Erinnert ihr euch daran, dass letzten Monat die Celebrations-Erweiterung im Sammelkartenspiel erschienen ist? Wenn ja, habt ihr vielleicht auch das etwas sonderbare Setsymbol gesehen. Wenn es euch an bestimmte Schriftzeichen erinnert, habt ihr recht:

Zitat

Das Symbol für die Celebrations-Sammelkartenerweiterung, die zum 25. Pokémon-Jubiläum erscheint, stellt untereinander die japanischen Schriftzeichen für 2 und 5 dar.

Konkret handelt es sich dabei um die Schriftzeichen 二 (ni) und 五 (go), also die Zahlwörter Zwei und Fünf. Diese wurden schlicht untereinander zusammengeschrieben und ergeben so die Zahl 25.


Ähnlich wurde das Symbol beim zwanzigjährigen Jubiläum vor fünf Jahren gehandhabt. In diesem Fall wurden jedoch die Zahlwörter 二 (ni) und 十 (jū), also Zwei und Zehn, verwendet. Der Zusammenhang ergibt sich hier durch die Multiplikation der beiden Zahlen.


Von Japan reisen wir nun bis nach Alola und genießen das erfrischend andere und tropische Ambiente. Etwas anders als im Vergleich zur restlichen Pokémon-Welt ist auch die Besetzung der Top Vier:

Zitat

Die Top Vier in Alola ist bisher die einzige, die mehr weibliche als männliche Mitglieder besitzt.

Oftmals sind die Top Vier mit zwei männlichen und zwei weiblichen Mitgliedern besetzt. Dass die Frauen überwiegen, war jedoch erst in Alola und sowohl in Pokémon Sonne und Mond als auch in Pokémon Ultrasonne und Ultramond der Fall. Die Besetzung besteht dabei immer aus der Akala-Inselkönigin Mayla, dem Geist-Captain Lola und der ehemaligen Inselwanderschaftsabsolventin und Profisportlerin Kahili. Während zuerst der Inselkönig Hala das vierte Mitglied darstellte, trat er diesen Titel in Ultrasonne und Ultramond ab, wo der technikaffine Marlon den verbliebenen Platz einnahm.


Übrigens gab es auch bereits Fälle, in denen die Top Vier mehr männliche Mitglieder umfasste. Diese waren bisher in Johto und Sinnoh ansässig, während in Galar aufgrund der unterschiedlichen Herangehensweise keine Top Vier gebildet wurde. Wie mit diesen vier ranghohen Persönlichkeiten wohl in Zukunft umgegangen wird?


Zuletzt geht es noch einmal zurück nach Kanto, dieses Mal auf der Spur nach Grün. Wie bekannt sein sollte, spielte sie im Manga Pokémon Adventures zum ersten Mal eine größere Rolle und in Pokémon Let's Go Pikachu und Evoli trat sie ebenfalls neben Rot und Blau auf. Ihr Design hat aber einen speziellen Hintergrund:

Zitat

Auf dem japanischen Guidebuch zu Pokémon Rot und Grün ist ein Artwork mit dem Protagonisten, dem Rivalen und einem zusätzlichen weiblichen Spielercharakter zu sehen. Obwohl dieser nicht im Spiel verwendet wurde, stellte er die Grundlage für Grüns Charakterdesign in Pokémon Let's Go, Pikachu! und Evoli! sowie Pokémon Adventures dar.

Das japanische Guidebuch zu Pokémon Rot, Grün und Blau.


Für den Avatar und den Rivalen stand in den ersten Pokémon-Spielen von Beginn an fest, dass sie beide männlich sein sollten. Ken Sugimori, der die offiziellen Artworks der Pokémon zeichnet und zu Beginn auch für die Artworks der Charaktere zuständig war, schaffte jedoch mit einer für ein japanisches Guidebuch angefertigen Zeichnung einen weiblichen Charakter. Seine Intention sei dabei gewesen, drei Pokémon-Trainer gegenüberzustellen und durch die bereits vorhandenen männlichen Charaktere bevorzugte er eine weibliche Person. Während ihr erster Auftritt mit diesem Aussehen in den Spielen noch weitere 20 Jahre benötigte, wurde sie in Pokémon Adventures als Grün früh aufgenommen und zu einer Pokédexbesitzerin ernannt.


Grün in ihrem neuen Let's Go-Artwork.


Übrigens: Wusstet ihr, dass Grün in Japan eigentlich Blau heißt? Der Namensunterschied zu den westlichen Veröffentlichungen kommt zustande, da der Protagonist und der Rivale in Japan Rot und Grün genannt wurden. Als später Pokémon Blau erschien, erhielt sie den Namen Blau. Während wir lediglich Pokémon Rot und Blau erhielten, wurden die Namen hier einfach zu Rot und Blau getauscht, wodurch nur Grün für sie übrig blieb. Ein interessantes Farbenspiel!


Und das war's auch schon für dieses Mal von den Bisafacts. Wir hoffen, dass ihr die ein oder andere neue Information mitnehmen konntet und wenn ihr selbst interessante Fakten rund um Pokémon kennt, freuen wir uns auf eure Einsendungen. Wir lesen uns!



Bildquellen: Bisafans, Bulbapedia

Antworten