Veganer Cheeseburger feat. Styles of Beyond Meat

Für alle, die's noch nicht wussten: Hi, ich heiße Jacqueline und ernähr mich vegan.

Vielleicht erinnert ihr euch noch flüchtig an diesen krassen Aufschrei, als es hieß, dass Mecces jetzt vegane Burger mit einem Patty namens "Beyond Burger" macht, das ganze Internet diese speziellen Patties aus California gehyped hat, die der KRASSESTE HACKFLEISCH ERSATZ SEIT 1944 sein sollen. Auf großer Erbsenproteinbasis. Ja, der große Hype ist vorbei, weil ich die Dinger jetzt reduziert im Supermarkt anner Ecke gefunden hab. 4,50 € für 2 Patties ist immer noch scheiße teuer, aber yolo, ich geb doch gern mein hart erschnorrtes Geld aus, um euch zu unterhalten.


Gut, wir haben veganes Nicht-Fleisch, dann kauf ich noch veganen Käse, bete, dass meine Barbeque-Sauce vegan ist (Internet sagt, dass der "Zucker" in den Soßen oft irgendwas mit Tiergebein zu tun hat, vor allem aus Murica, was bissi widerlich klingt - nachdem die Sauce aber irgendn inländisches Fabrikat ist, hoff ich mal, dass die mich nicht hinterrücks bescheißen). Ich geh mal davon aus, dass meine roten Zwiebeln ebenfalls keine Rinderherde auf dem Gewissen hat, also gut, Voraussetzungen sind geschaffen. Für die Buns nehm ich 'n klassisches Brötchenrezept, das einfach Sojamilch statt Kuhmilch verwendet. So weit, so gut.


Na denn, Patty aus dem Freezer, Patty in die Pan, mach ich nice Heat dran, 3 Minuten auf jeder Seite heißt's. Ich sag "ALTER, WOLLT IHR, DASS ICH KREBS KRIEG?", denn nach 3 Minuten auf jeder Seite nehmen die Röstaromen langsam auch die Raumluft in Beschlag. Die Brötchen knuspern indes fröhlich im Ofen vor sich hin und stören sich nicht an meinem großen 1940-Revival. Für die letzte Minute in der Pfanne kommt noch einmal eine Scheibe vom veganen Käse "Cheddar Style" auf die Patties. Ist schon leichter Abturn, dass der Käse nicht schmilzt, sondern recht statisch in seiner Ausgangsform bleibt.


Brot > Sauce > Patty > Cheese > Zwiebeln > Brot ist heute die recht simple Konstellation des Burgers. Ich beiße genüsslich hinein und stelle fest "OH, FUCK, SCHEIẞE. Die Konsistenz ist ja die von 'nem normalen Burger". Wer hätte das gedacht. :rolleyes: Der Käse ist immer noch statisch an Ort und Stelle, aber das stört mich an der Stelle wenig, weil er - wenn schon keine positiven - auch keine negativen Geschmackskomponenten in das Gericht zaubert. Zwiebeln und BBQ-Soße sind hier neben Salz, Pfeffer und Knoblauch die Hauptwürze und geben dem Ganzen einen, nun ja, burgertypischen Geschmack. Die Buns sind außerdem geil knusprig geworden und trotzdem leicht und locker. Sehr bekömmlich.


Gut, Resümee an dieser Stelle: Gebe dem Patty eine 7.5/10 (Abzüge für den Katzenfuttergeruch im Rohzustand), dem Käse eine 5/10, den Brötchen eine 8.5/10 und bin insgesamt mit 'ner 7.8/10 wegen too few BBQ sauce am Ende des Tages durchaus glücklich. Würde wieder essen, sobald ich 'ne Bank dafür ausgeraubt hab, ciaoi.


Hier noch 'n Bild von dem Burger im Anschnitt:


Kommentare 3

  • Meine Damen und Herren,


    kommen Sie näher, keine Angst, schauen Sie genau hin und kochen Sie nach - der Mut wird belohnt! ;-)


    In der Tat war ich zunächst auch etwas skeptisch, da man die Kombination vEgAn und Burger nicht all zu oft findet. Da ich aktuell "verrückte" Rezepte suche habe ich heute den veganen Burger à la Schaqcueline gebraten und er hat wirklich fantastisch geschmeckt. Kein Burger den man jede Woche isst - dafür ist er zu speziell, aber wenn man ihn ab und an zubereitet ist es eine echte Wucht! UNBEDINGT AUSPROBIEREN, 5 Sterne!


    LG Silke und Familie :-)

  • Hallo Jacqueline, die sich vegan ernährt