Fischstäbchenpizza - mit Ananas


Pokémon Karmesin und Purpur sind erschienen!


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Sehr geehrte Frauenschlagende und solche, die es werden wollen!


Jedes Jahr vergehen 90,25 Tage, bis das Sternzeichen der Fische im Arsch steht und somit der Zeitpunkt erreicht ist, an dem die ganze Welt komplett am Rad dreht. Was? Solange dauert das jedes Jahr? Ja, ich weiß, dass gewisse Leute (looking at you, Putin) dahingehend ein wenig...übereifrig sind sind, aber das gemeine Volk muss zumindest bis zum 1. April warten, um sich so richtig beschissen zu verhalten, um jeden unlustigen Halbwitz mit einem „APRÜL APRÜHÜGÜASHGADG“ zu rechtfertigen, bevor sie sich an ihrer eigenen Spucke verschlucken und elendig, aber verdient verrecken.


Ebenso vorzeitig wie gewisse Westexpansionisten war dieses Jahr der Rewe-Konzern, der den vermeintlichen Aprilscherz aus dem Hause Dr. Oetker bereits vor gut 2 Wochen ins Sortiment genommen hat. Gemeint ist hierbei die Pizza Bastoncini di pesce, zu deutsch: KREISBROT MIT FISCHSTÄBCHEN. Die wurde schon vor über einem Monat auf Twitter mit Launch Date 1. April angekündigt, jedoch mit dem Vermerk, dass es sich dabei definitiv, unanfechtbar und überhaupt gar nicht, niemals nie um einen Aprilscherz handeln würde. Tja, Rewe hingegen hat sich einen Aprilscherz erlaubt und das Ding bereits vor 2 Wochen in den Laden gepackt. Natürlich stand ich zum Release direkt in der Schlange, um als erstes eine zu erhalten – oder zehn und die dann für viel Geld auf eBay zu resellen. Der Mensch lebt nicht von Fischstäbchenpizza allein.


Ungeachtet des tatsächlichen Veröffentlichungsdatums konnte ich mich bis zum heutigen Tage nicht dazu hinreißen lassen, dieses Stück verruchter Kulinarik zu probieren. Es fühlte sich einfach nicht richtig an. Und tatsächlich: Durch die vehemente Verkündung, es handle sich hierbei um keinen Scherz, sah ich mich dazu gezwungen, selbst noch einmal Hand anzulegen und die Pizza in solchem Umfang zu veredeln, dass die Speise definitiv für einen Twitterkrieg sorgen kann. Kurzerhand wird die Dose Ananas geöffnet und die Pizza mit handverlesenen Stücken süßsaurer Tropenfrucht veredelt.


Da ich lieber Saints Row 3 gespielt hab statt diesen Beitrag vorzutippen, während die Pizza im Ofen war, ist der Spaß bislang natürlich bereits halb kalt. Also das ist jetzt halb so wild, denn die Ananas würde mir ohnehin Verbrennungen dritten Grades zuführen, wenn ich die in frisch gebackenem Zustand zu konsumieren versuchte. Naja, ohne weitere Umschweife wird jetzt aber mal reingeorgelt.


HEILIGES FISCHSTÄBCHEN! Die Süße knallt rein – aber halt. Da hört’s dann schon auf, denn sie zieht die schlimmstmögliche Eigenschaft des Spinats, der das Fundament dieser Pizza bildet, an und sorgt durch die eigene Säure so, dass der Spinat nach verarbeiteter Pflanze schmeckt. Vom Fischstäbchen schmeck ich in diesem Augenblick original gar nichts mehr. Dafür weiß ich jetzt wohl, wie Kompost schmeckt. Oder liegt es vielleicht gar nicht an der Ananas und die Pizza ist per se einfach unzumutbar? Beherzt beiß ich in eine nicht gepimpte Stelle des Brotes und stelle fest: Ah! Es schmeckt, als habe ich mir gerade eine Überdosis Kohlenhydrate zugeführt – und das ist sehr gut. Die Person von Welt hat sicher schon einmal Nudelpizza probiert – und auch diese ist sehr bekömmlich. Der Spinat geht ein wenig unter, was man bekritteln kann, aber Brot ist knusprig, Fischstäbchen schmeckt nach Fischstäbchen und Käse/Tomate sorgt dafür, dass alles gut flutscht. Ja, was soll ich sagen. Sind halt Fischstäbchen, lol. What’s not to like there?


Also, ich würd der Fischstäbchenpizza gourmetmeinungstechnisch so ‘ne solide 6.5/10 geben und der Variante mit Ananas so 3/10. Wenn man ne Stelle ohne Spinat oder analog mit extra viel Tomatensoße erwischt, dann schmeckt die Ananas auf einmal auch gar nicht mehr so räudig. Ist allerdings nicht überall gegeben. Würd ich nochmal essen? Fischstäbchenpizza ja, Rest nicht, Ananas direkt in den Biomüll, holy shit, was soll das.


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