Döner Vol. 2

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Am heutigen Tage war es wieder soweit: Ein Ausflug in die örtliche Dönerbude stand vor der Tür. Und mit "örtlich" meine ich eine der 50 Dönerbuden, die man in 1 Kilometer Umkreis hat, wenn man sich gerade in Wien befindet. So informiert einen der liebe Panpan darüber, dass sich da so ein Laden in paar hundert Metern Nähe befindet, der vllt ganz gut ist. Nachdem der Store nicht mal auf Google Maps ist und man keinerlei Bewertungen und Erfahrungsberichte hat, ist es natürlich beschlossene Sache, dort was Essbares zu kaufen, weshalb man gleich nach Einbruch der Dunkelheit dorthin lospilgert. Man muss ja undercover bleiben, weil die Fans meines Foodblogs mich regelmäßig auf der Straße mit Küssen überhäufen. Schwierig sowas.


Man betritt die Dönerbude und denkt sich sofort: "Aha, nur 'n Spieß mit Huhn, also die 5-Sterne-Bewertung kann er sich gleich abschminken". Das Gemüse vor Ort war stark eingewässert, sodass das Weißkraut optisch auf einem Level mit Sauerkraut war. Hat mich schon ein bisschen angewidert. Der Eisbergsalat sah auch nicht viel besser aus, ABER WAS SEH ICH DA? Da sind Paprikastücke in dem Salat. Was zur Hölle. Das hab ich so noch nicht gesehen. Ich bin auf jeden Fall gespannt. Die Soße war komplett weiß, wies also keinerlei Kräuter auf. 'ne zweite Soße gab es btw nicht, Schärfe wurde durch Chiliflocken hinzugefügt. UND ICH KRIEG WIEDER FAST 'NEN ANFALL, WEIL DAS BROT NICHT EXTRA FRISCH IN DEN OFEN KOMMT. Ich hätte ja schon Bock auf Dürüm gehabt, aber wenn ich hier für euch eine Review mache, dann nehm ich da schon einen klassischen Döner, sonst lässt sich das ja nicht so toll miteinander vergleichen. Verweise am Ende dann nochmal auf meine bisherige Döner-Review. Jedenfalls sah die finale Konstellation des Döners - Kostenpunkt 3,00 € - dann so aus:


Fladenbrot

Hühnerfleisch

Eisbergsalat

Paprika (!)

Gurken

weißes Kraut

rotes Kraut

weiße Zwiebeln

weiße Soße

Chiliflocken

Salz


10-minütiger Heimweg folgt und der Spaß wird ausgepackt. Der erste Eindruck: "Ach du Scheiße, das ist ja 'ne Suppe." Die Soße ist dünnflüssig und das Gemüse den ganzen Tag eingewässert rumgelegen. Hühnerfleisch gibt auch nochmal mehr Juice ab als Rindfleisch, weshalb da am Ende extrem viel Saft abging. War schon ein wenig unappetitlich anzusehen und insgesamt auch 'ne mittlere Sauerei, aber davon lässt man sich ja nicht aufhalten. Für die Wissenschaft beiß ich also hinein und bin überrascht. "Ey, that's pretty good", denkt mein Meme-verseuchtes Hirn sogleich, jedoch ist "pretty good" noch nicht umwerfend, denn hier muss man ein wenig differenzierter an die Sache rangehen.


Am Fleisch gibt's echt nix zu bemängeln: Es ist saftig und würzig, der Bräunungsgrad passt sehr gut. Der Fleischsaft ist nicht zu ölig und fettig, was sich auch deutlich am Brot abzeichnet. Dieses ist nämlich nicht in fettigen Saft getränkt, wie man es oftmals bei den finalen Bissen feststellen muss.

Apropos Brot: Dieses wurde, wie gesagt, nicht extra für mich gebacken bzw. im Ofen zumindest kurz angewärmt. Wo bleibt denn da die Liebe? :( Insgesamt sei dazugesagt, dass es sich jedoch um rund geformtes Fladenbrot handelt und nicht etwa um diese ekelhaften dreieckigen Brote, die man in Almanya zu oft findet. Brot ist also stabil, aber auch nicht mehr als das.


Die Soße schmeckt nicht so penetrant nach Joghurt, wie ich's mir vorgestellt hätte, aber glänzt jetzt nicht wirklich durch Performance. Schmecke ich da Knoblauch? Ich kann es nicht mit Sicherheit sagen. Im Zweifelsfall ja, aber beschwören würde ich es nicht.


Das Problemkind des Döners ist nur eindeutig das Gemüse. Während die Paprika tatsächlich eine sehr interessante, ungewohnte, aber durchaus angenehme Note zu diesem Kebab hinzufügen, hat das sonstige Gemüse sämtlichen Eigengeschmack entweder bereits an das Lagerungswasser abgegeben oder an den Hühnchensaft verloren, dessen dominanter Fleischgeschmack in dieser türkischen Wurstsemmel die Vorherrschaft an sich reißt. Wer fleischlastige Döner mag, wird hiermit also durchaus seine Freude haben. Gemüsefreunde vergießen jedoch vegane Tränen.


Zu Menge und Preis kann ich sagen, dass mich der Döner so mäßig satt gemacht hat. Das liegt jetzt aber wohl eher daran, dass ich mittlerweile 'n richtiger Fettwanst bin, der Mahlzeiten unter 1000 kcal gar nicht erst registriert. Insgesamt war die Portion durchaus als normal zu bezeichnen. Beim Kostenpunkt von 3 € tut er auch alles andere als weh. Sehr schön, dass man für diesen Preis überhaupt noch Döner kriegt, da man hier letztens wieder eine Welle der steigenden Preise beobachten konnte.



Wie bereits beim letzten Döner-Review gebe ich die Wertung hier dreigeteilt ab, und zwar auf einer Skala von 1 bis 5 Sternen:

Geschmack: 4 Sterne (gutes Fleisch, aber nicht ausdifferenziert genug)

Preis-Leistung: 4 Sterne (durchaus günstig, aber Hühnchen ist eh meistens billiger)

Qualität: 2,5 Sterne (das Fleisch reißt's hier raus, während Gemüse und Soße wirklich nur Deko sind. Für das brutale Suppen gibt's auch Punkteabzug)


Insgesamt ein guter Hühnerdöner, mit dem Fleischfreunde auf ihre geringen Kosten kommen. Ich lass mal stabile 3,5 Sterne da, was 7/10 AUF DER GOURMETSKALA entspricht.

xoxo, Engin


Wer mehr Bock auf Döner hat:

Döner Vol. 1

Kommentare 2

  • Ist oft sehr ätzend wenn das so unnötig siffen muss obwohl es eigentlich schmeckt. Hoffe da gibt es bald neue Dönereinträge um die Diversität der Dönerkunst aufzuweisen.

    • Lieber Gully,


      danke für deinen Beitrag! Wir von "Zeug fressen" versuchen aktuell, alles in die Wege zu leiten, um eine alte Tradition neu aufleben zu lassen: den Dönerdienstag.


      Vor unserer Zeit als Foodblogger haben wir uns schon einmal das Ziel gesetzt, flächendeckende Döner-Reviews zu erstellen, jedoch hat sich dieses Vorhaben im Sand verlaufen, sobald man einmal eine richtig gute Dönerbude gefunden hatte und dann lieber an dieser Qualität festhielt, anstatt sich erneut den Gefahren unbekannter Dönerstände auszusetzen.


      Liebe Grüße

      Dein "Zeug fressen"-Team