III. Fedez - Non c'è due senza trash


Heute mal etwas Italienisches und etwas, das mir immer gute Laune macht. Das gute Stück nennt sich Non c'è due senza trash von Fedez. Übersetzt: „Es gibt kein zwei Uhr ohne Müll“ - und was ein Zufall, dass dieser Eintrag ausgerechnet um 14 Uhr gepostet wird :saint:

Nicht nur, dass das Lied einen geilen Sound hat, das Video super witzig ist und ich sogar Freshi von dem Lied so begeistern konnte, dass er es mal für einen BBMGP genutzt hat, nein: Der Text hat auch noch unglaubliche Tiefe. Nun stellt sich der, der die Sprache nicht kann, möglicherweise die Frage, wie das bei einem solch... skurrilen Video der Fall sein kann. Nun verweist der Titel, den ich euch übersetzt habe, bereits so mehr oder weniger auf die Tatsache, dass es irgendwelchen Müll immer um 14 Uhr gibt. Und wir stellen auch fest, direkt zu Beginn: Da passiert etwas im Fernseher. Und im Video selbst wird auch immer wieder deutlich, dass es hier um Fernsehen geht.


Na, schon eine Idee?


Es geht um Medien(/Fernsehr)-Kritik erster Güteklasse! Schauen wir uns die Eingangsszene an: Fernsehr-Leute, die da etwas in einer Tüte verstecken. Und plötzlich eine Frau (mit der Tüte!), bei der hinter einer Magnetschranke Alarm läutet, während der Moderator (um das mal zu erläutern) von der Wirtschaftskrise spricht und die Frau drauf anspricht, dass sie geklaut hätte und dass sie von der Wirtschaftskrise maßgeblich betroffen ist. Gut gefaket das Ganze, nur dass die arme Frau selbst davon nichts wusste.

Naja, und vor diesem Hintergrund erklären sich auch diverse andere, ziemlich spezielle Szenen: Die Geilheit darauf, nackte Haut en masse zu sehen, verrückte Koch-Shows, sinnlose Talkshows mit seltsamen Charakteren; wem es vielleicht nicht aufgefallen ist: Im vermeintlichen Publikum saß unter anderem Alessandra Mussolini, Enkeln von Benito Mussolini - einstiger Diktator, lange Zeit an der Seite Hitler-Deutschlands - und heute aktive Politikerin im Europarat und rechts-rechts bis zum geht nicht mehr (von ihr stammt das berühmte Zitat: „Lieber Faschistin als schwul“.), Auftritte von selbstverliebte ESC-Teilnehmer, und und und...


Nicht nur klanglich ein Genuss, sondern auch inhaltlich. Eben ein rundum gelungenes Werk!