Emeralds Endzeit-Odyssee II - Es wird dystopisch

2.1 Unter Verbrechern


Dr. Marsh hielt die Geheimunterlagen der Devon Corporation so fest umklammert, als ginge es um sein Leben. In gewisser Weise tat es das auch. Ein Verbrecher mit einem blauen Bandana hatte ihm im Blütenburg-Wald aufgelauert und wollte nun die Unterlagen. „Bitte, ich darf diese Unterlagen nicht hergeben! Sie wissen nicht, was dann mit mir geschieht!“
Der Verbrecher zuckte nur mit den Schultern: „Gutes Argument, du Leichtmatrose! Aber ich brauche die Unterlagen noch dringender! Wenn ich die nicht finde, werde ich kielgeholt. Wirst du kielgeholt, wenn du die Unterlagen verlierst?“
Dr. Marsh schüttelte den Kopf. „Nun, das nicht, aber...“
Der Verbrecher unterbrach ihn: „Na, sehen Sie, dann ist der Fall geklärt. Sie geben mir die Unterlagen, ich werde nicht kielgeholt und muss Sie nicht zusammenschlagen. Das Gesamtleid auf der Welt wird dadurch reduziert.“
Der Verbrecher funkelte Dr. Marsh an: „Sie wollen doch das Gesamtleid auf der Welt reduzieren? Oder sind Sie etwa Sadist?“
Dr. Marsh wollte gerade sein Leben verfluchen und vor allem den Job bei der Devon Corporation, in dem er ständig Botengänge erledigen musste, von denen gar nichts in seinem Arbeitsvertrag gestanden hatte, als aus dem Gebüsch hinter dem Verbrecher Emerald heraustrat. Wie viele Menschen, die Emerald zum ersten Mal sahen, reagierte der Professor panisch und zeigte auf sien.
Der Verbrecher hielt sich für clever: „Was soll der Trick, Professor? Wollen Sie mich für dumm verkaufen?“
Da packte Emerald ihn an der Schulter: „Na, Kollege? Was wird das hier? Diebstahl? Schwere Körperverletzung? Was steht heute an?“
Der Kriminelle drehte sich um und blickte in Emeralds zu einem verstörenden Grinsen verzerrte Fratze. Er schrie auf. Dr. Marsh hingegen witterte seine Chance: „Bitte, retten Sie mich vor diesem Verbrecher! Er will mich bestehlen!“
Emerald würdigte ihn keines Blickes, sondern wandte sich wieder an den Kriminellen: „Bist du selbständig? Oder gehörst du zu einer Verbrecherorganisation?“
Der Rüpel zitterte jetzt, während sich Emeralds Fingernägel viel zu weit in sein Fleisch hineinbohrten. „I-Ich gehöre zu Team Aqua.“
„Team Aqua? Das klingt bescheuert.“
„Tu-tut mir Leid?“
Emerald nickte gnädig: „Schon okay. Ich nehme an, du hast dir den Gruppennamen nicht selbst ausgedacht.“
Sien Blick verfinsterte sich: „Oder?“
„Nein! Das war ich nicht!“
Emerald löste die Krallen von der Schulter des Team-Aqua-Mitglieds. „Okay, tu mir einen Gefallen.“
Der Verbrecher nickte: „Was du willst.“
Emerald trat ihm mit voller Wucht zwischen die Beine. „Richte deinen Vorgesetzten aus, dass Emerald, die Geißel der Hoenn-Region, keine Konkurrenz duldet! Und sag ihnen, dass ihr Name scheiße ist.“
Der Team-Aqua-Mann fiel wimmernd zu Boden. Dr. Marsh erhob erneut das Wort: „Vielen Dank! Sie haben mich gerettet!“
Mit einer flinken Bewegung entriss Emerald ihm die Geheimunterlagen und sah sie sich an. „Hast du nicht zugehört? Ich bin auch kriminell. Ich will die Beute selbst haben.“
„Bitte! Geschäftsführer Trumm schickt mich immer zur Strafe in die Reizdeprivations-Kammer, wenn ich etwas falsch mache!“
„Aha.“
„Eigentlich bin ich für die Forschung an Pokémon-Fossilien zuständig!“, heulte Dr. Marsh.
Emerald faltete die Unterlagen zusammen und überreichte sie ihm. Sier sagte: „Ich kann das nicht lesen. Zu kompliziert.“
Der Professor wusste darauf nichts zu sagen. „Hast du was anderes, das ich stehlen kann?“
Der Professor zog einen High-Tech-Helm heraus. „D-dieser EP-Teiler verstärkt Ihre Pokémon,...“
Emerald griff danach, aber packte zu fest zu. Das fragile Gerät ging augenblicklich kaputt. Emerald schaute auf den Elektroschrott. Marsh schaute auf den Elektroschrott. Emerald drehte sich um und ging davon. „H-halt! Wo gehen Sie denn jetzt hin?“
Im Gehen antwortete Emerald: „Ich habe keine Zeit, mir noch was auszudenken, das ich dir stehlen kann. Hau einfach ab. Ich muss Hoenn erobern.“



2.2 Klassenkampf


Emerald betrat die Pokémon-Arena von Metarost City. Der gewaltige Raum sah aus wie eine Mischung auf Museum, Klassenzimmer und Kampfplatz. „Was ist das denn hier? Ich will kämpfen!“, rief Emerald in den Raum hinein.
Von hinten kam Arenaleiterin Felizia herbeigeschlendert. „Sie sind leider außerhalb der Öffnungszeiten der Arena gekommen. Versuchen Sie es bitte morgen wieder.“
„Aber du bist doch jetzt da?“
Felizia nickte: „Ja, aber momentan hat nur das Museum geöffnet, nicht die Arena.“
Sie deutete geduldig auf ein paar Glasvitrinen mit Ausstellungsstücken in einer Ecke des Raums. Emerald blickte nicht mal in die Richtung des Museumsbereichs, sondern zückte nur einen Pokéball: „Als ich gehört habe, dass Arenaleiterin Felizia ein kriminelles Genie sein soll, habe ich eine würdige Gegnerin erwartet. Stattdessen finde ich hier einen Ramschladen!“
Felizia fasste sich an die Stirn: „Ich bin ein kriminelles Genie!“
Emerald hielt dagegen: „Oooh, du bist ja ach so clever, du,... Crouton!“
Das heißt 'Cretin', du Cro-Magnon!“
„Ich bin kein Magnum! Das ist ein Eis!“
Felizia atmete tief durch: „Mit dieser Arena greife ich ein dreifaches Staatsgehalt ab. Einmal für die Arena, einmal für das Museum und einmal für das Klassenzimmer. Und ich arbeite nur 16 Stunden in der Woche.“

Felizia weiß: Educated Criminals work within the law!


Emerald schleuderte den Pokéball direkt in Richtung von Felizias Gesicht: „Genug geredet! Zeig mir, was du kannst!“ Felizia wich knapp aus, als der Ball gegen eine Wand prallte und sich öffnete. Heraus kam ein kleines Insekt mit großen Scheren: „Los, Nini! Kämpf für alles, was schlecht und böse ist!“
Felizia zog wortlos einen Pokéball hervor und entfesselte ihr Nasgnet. Wie ein Monolit, der stets in Richtung Norden starrte, stand das Monster aus massivem Stein da. „Jetzt machen wir dich und dein Nincada fertig! Nasgnet, Felsgrab!“
Nasgnet bewegte sich nicht. Nini das Nincada scharrte unruhig mit den Scheren. Emerald fragte: „Lebt das Teil überhaupt?“
Felizia runzelte die Stirn: „Ich denke schon. Zumindest hat es das vor ein paar Jahren noch.“
Nasgnet begann zu vibrieren und plötzlich wackelte der ganze Boden der Arena. Viele kleine Steine prasselten von der Decke. Sie richteten kaum Schaden an, aber versprerrten Nini den Weg.
Emerald grinste: „Dieses Pokémon habe ich extra gefangen für den Kampf gegen dich! Nini, zeig ihm deine Lehmschelle!“
Nini krabbelte langsam über die Steine hinweg zum Nasgnet. Mit seinen Scheren schaufelte es dann etwas Schlamm auf das Nasgnet. „Ha! Jetzt ist sein Sichtfeld beeinträchtigt!“
Felizia grinste: „Du meinst allen Ernstes, dass mein Nasgnet Augen hätte? Du weißt echt gar nichts!“
Sie zeigte mit dem Finger auf Emerald: „Wie willst du die Gesetze denn überhaupt brechen, wenn du sie nicht kennst, hä? Dann ist die Chance doch 50 Prozent, dass du dich aus Versehen an sie hältst!“
Emerald stockte, während Nasgnet wieder vibrierte. Diesmal traf keiner der Steine. Währenddessen schaufelte Nini einfach weiter Erde auf das Nasgnet. „Scheiße! Dein Gelaber ist noch komplizierter als deine Flechtfrisur!“
Felizia lachte. „Uns gehen wohl die Ideen aus, was?“
Nini schaufelte weiter, unbeachtet von allen anderen. Emerald knurrte: „Wenigstens breche ich die Gesetze! Du nutzt nur legale Schlupflöcher! Du bist keine echte Kriminelle!“
„Ich bin 29 und kassiere immer noch Kindergeld! Ich bin ein Mastermind! Nasgnet, beende es!“
Doch Nasgnet war mittlerweile komplett in einem Berg von Schmutz begraben. Es versuchte, sich zu bewegen, aber es klappte nicht. Emeralds Gesicht verzog sich nun zu einer sadistischen Fratze: „Ich habe wohl gewonnen. Du weißt, was du jetzt zu tun hast!“
Felizia schluckte. Sie zog einen Arena-Orden aus ihrem Anzug und sagte: „Okay, dann hast du eben gewonnen. Hier ist dein -“
„Nein!“, unterbreach Emerald sie. „Nicht das. Du weißt, was ich hören will.“
Felizia seufzte: „Du bist der Babo und ich bin keine echte Verbrecherin.“
„Genau so ist es!“



2.3 Die Geschichte mit der Geiselnahme


Die Reporterin schaute ernst in die Kamera: „Zum Zeitpunkt des Geschehens war Dr. Marsh von der Devon Corporation gerade auf einem Botengang. Er sollte ein wichtiges Paket ausliefern, als ein Verbrecher von Team Aqua auf offener Straße auf ihn zurannte und es ihm entriss. Zeugenaussagen zufolge schrie Marsh noch: 'Nicht schon wieder!' Zwei Minuten später traf der Verbrecher am östlichen Ausgang von Metarost City auf den alten Seemann Mr. Brack, welcher mit Pecko, seinem Wingull, einen Spaziergang machte. Der Kriminelle schnappte sich auch das Pokémon als Geisel. Dies geschah vor 15 Minuten. Wir sind nun live vor dem Eingang des Metaflur-Tunnels, wo sich der Verbrecher mit seiner Geisel verschanzt hat. Wahrscheinlich dachte er, dass er durch den Tunnel entkommen könnte, doch wurden die Bauarbeiten nie fertiggestellt.
Da Metarost City und die umliegende Umgebung der Devon Corporation gehört, gibt es hier keine Polizei, die eingreifen könnte. Allerdings wurde unseren Quellen zufolge gerade die Oberste Friedensstifterin May losgeschickt, um die Situation zu lösen.“
Hinter der Reporterin zwängte sich Emerald durch die Menge der Schaulustigen auf den Eingang der Höhle zu. Als die Reporterin das bemerkte, wandte sie sich sofort um: „Halt! Warten Sie! Da drin ist ein Verbrecher mit einer Geisel!“
Emerald wandte sich der Frau zu: „Ich kümmere mich darum.“
Dann drehte sier sich um und marschierte direkt in die Höhle hinein. Dort angekommen, rief Emerald: „Hey! Verbrecher!“
Vom anderen Ende kam zurück: „Verpiss dich! Ich habe eine Geisel! Und ich will mit keinen Unterhändlern reden!“
Emerald legte den Kopf schief. „Die Stimme kenne ich doch! Du bist der Honk aus dem Wald! Wie heißt du? Team Wasser?“
Langsam wurde der Team-Aqua-Schurke in der Dunkelheit erkennbar. Er hatte sich gegen eine Felswand gepresst. In der einen Hand hatte der das Paket von Devon, in der anderen die traurig krächzende Möwe Pecko. Er antwortete: „Ich heiße nicht Team Wasser! Ich bin Mitglied bei Team Aqua!“
Emerald marschierte weiter auf ihn zu, und als er Emerald erkannte, schrie der Mann auf: „Nicht du schon wieder!“
Emerald grinste ungewöhnlich freundlich: „Wow! Diebstahl und eine Geiselnahme! Respekt, Alter.“
Der Team-Aqua-Mann nickte verwirrt. „Äh, danke?
Mit einer ausladenden Handbewegung verwies Emerald auf die Höhle um sie herum: „Ich habe nur etwas konstruktives Feedback für dich. Also: Wieso zur Hölle hast du dich in einer Sackgasse verschanzt?“, blaffte sier. „Und wieso verfickt nochmal ist deine Geisel ein Wingull, das niemanden interessiert, hä?“
Tränen stiegen dem Team-Aqua-Mann in die Augen und er begann zu schluchzen. „Ich weiß es auch nicht! Ich will doch nur böse sein!“
Emerald schüttelte langsam den Kopf: „Du bist eine Schande für unsere Zunft! Du bist der mit Abstand inkompetenteste Verbrecher, den ich je gesehen habe! Und ich habe vorhin Felizia fertiggemacht!“
Emerald stellte sich vor ihn hin: „Gib mir die Sachen! Ich zeige dir, wie echte Kriminelle das machen. Und wenn ich dich nochmal erwische, bist du dran!“
Zitternd überreichte der Mann Emerald das Paket und die leise krächzende Pecko. In dem Moment hörten Emerald und der Mann, der nicht Team Wasser hieß, schnelle Schritte hinter sich. Die geröteten Augen des Team-Aqua-Manns weiteten sich und gerade, als Emerald sich umdrehte, packte eine behandschuhte Hand sien fest an der Schulter. Beim Anblick des vernarbten Gesichts der Obersten Friedensstifterin May konnte Emerald gerade noch ein „Scheiße, siehst du cool aus!“ hervorbringen, als diese sagte: „Emerald, Geschäftsführer Trumm bittet Sie um ein privates Treffen.“

Oberste Friedensstifterin May (aka Evoluna )



2.4 DEVON: Dystopic EVil Overlord Nightmare


Sie befanden sich im obersten Stockwerk des gewaltigen Devon-Gebäudekomplexes. Auf der einen Seite des riesigen Stahltisches saß Mr. Trumm. Auf der anderen Seite hatte es sich Emerald mit einem Bein auf dem Tisch so bequem wie möglich gemacht. Ein paar Meter hinter Emerald, bei der einzigen Tür des Raums, standen Dr. Marsh und daneben die reglose Oberste Friedensstifterin May in ihrer vollen Kampfeinsatz-Montur.
Auf dem Weg zum Gebäude hatte Emerald einem überglücklichen Mr. Brack eher aus Versehen Pecko in die Arme fallen gelassen. Das Paket hatte Emerald May übergeben, weil da wieder nur kompliziertes Wissenschaftszeug drin gewesen war.

Mr. Trumm saß reglos da und beobachtete Emerald. Sier wiederum bleckte unwillkürlich die Zähne. „Was willst du, Alter?“
Trumm starrte noch einige Sekunden, bevor er in gelassenem Tonfall zu sprechen begann: „Emerald, ich habe gespannt Ihre Eskapaden mitverfolgt. Unseren Aufzeichnungen zufolge sind Sie vor wenigen Tagen zum ersten Mal gesichtet worden. Waren Sie davor untergetaucht?“
Emerald verzog das Gesicht, aber antwortete nicht. Mr. Trumm fuhr fort: „Sie haben die Fehler von Dr. Marsh nun zwei Mal geradegerückt.“
Mr. Trumm wandte kurz den Blick in Richtung des zitternden Marsh. „Sie hingegen haben mich nicht nur als Mensch, sondern vor allem als Humankapital der Devon Corporation enttäuscht. Später geht es wieder in die Reiz-Deprivationskammer für Sie.“
Dr. Marsh sank wimmernd zu Boden. Emerald gähnte lautstark, doch Mr. Trumm ließ sich nicht beirren: „Worum ich Sie bitten möchte, ist mit der Devon Corporation zusammenzuarbeiten. In einer Kurier-Tätigkeit.“
Emerald hob eine Augenbraue: „Warum macht das nicht die Supersoldatin?“
May reagierte in keiner Form. „Nun, die Oberste Friedensstifterin May ist eine Pokémon-Trainerin mit außergewöhnlichen Fähigkeiten. Die einzige Person, die ihr ebenbürtig sein könnte, ist mein eigener Sohn. Aufgrund dieser Tatsache bleibt May allerdings immer hier in Metarost City. Sie ist die letzte Bastion, die unser Unternehmen vor Feinden schützt.“
Emerald zuckte mit den Schultern: „Was geht mich das alles an?“
Mr. Trumm fragte unvermittelt: „Wo kommen Sie her, Emerald?“
Emerald zuckte bei der Frage zusammen. Nach einigen Momenten meinte sier: „Na, aus... Wurzelheim.“
Mr. Trumm nickte, als hätte diese Antwort irgendeine Vermutung von ihm bestätigt. „Wir hier bei Devon verfügen über immense technische und finanzielle Möglichkeiten. Wir könnten Ihnen auf Arten helfen, die sie sich gar nicht ausmalen können.“
Emerald nickte langsam: „Okay, und was würde ich theoretisch ausliefern?“
Mr. Trumm seufzte kurz. „Es geht um meinen vorhin erwähnten Sohn Troy. Er ist der Champion der Pokémon-Liga, aber hat auch viele Probleme.“
Mr. Trumm glättete eine Falte am Ärmel seines Anzugs: „Er hat einen Freund gefunden.“
„Schön für ihn?“
Mr. Trumm nickte: „Natürlich, schön, ja. Ich habe nichts gegen den Lebensentwurf meines Sohns. Er darf lieben, wen er will. Vor allem, weil sein Partner auch ein sehr bekannter Trainer ist, was wiederum der Publicity von Devon hilft. Allerdings ist er durch ihn auch in einen ungesunden Bekanntenkreis geraten.“
Emerald war neugierig geworden: „Wie ungesund?“
„Diese Leute sind abhängig von Nano-Drogen.“
Emerald setzte sich aufrecht hin: „Nano wie in...“
Mr. Trumm nickte: „Genau, wie in der Bombe, die damals auf Malvenfroh abgeworfen wurde.“
Emerald stieß einen leisen Pfiff aus: „Okay, krass, und ich soll diesen Sohn jetzt hierher zurückholen?“
Mr. Trumm schüttelte den Kopf: „Nein, nicht zurückholen. Es gibt nur eine Nachricht, die Sie ihm übermitteln sollen. Die ist aber streng geheim und wir haben überall Feinde.“
Emerald nickte: „Ach, okay. Ich machs. Kann nicht schaden, wenn die Mega-Corporation einem einen Gefallen schuldet.“
Für den Bruchteil einer Sekunde umspielte ein Lächeln die Mundwinkel von Mr. Trumm. Dann schnippte er mit den Fingern: „May, geben Sie Emerald doch bitte den Brief und veranlassen Sie alles Nötige für eine baldige Abfahrt auf die Insel Faustauhaven.“
Emerald stand auf und drehte sich um, ehe sier nochmal das Wort ergriff: „Eins noch, bevor ich losfahre.“
„Alles, was Sie wollen.“
„Ich will zugucken, wie der Typ in diese Deprivationskammer gesteckt wird.“
„Gerne doch, es ist durchaus unterhaltsam.“
Was Mr. Trumm nicht sah, war, dass Emerald Dr. Marsh kurz zuzwinkerte, ehe sier antwortete: „Das hoffe ich doch!“


II - Ende

TraslaTraslaNincadaZigzachsZigzachs

Kommentare 4

  • Jaa, Mays erster Auftritt! Du hast ihren Charakter wirklich super getroffen, das Bild sieht episch aus und auch ihre Persönlichkeit ist genau so, wie ich sie mir vorgestellt hatte. Im Gegensatz zu den anderen Jammerlappen der Devon Corp ist sie völlig unbeeindruckt von Emeralds spezieller Art und ein bisschen überheblich ist sie auch, perfekt!


    Der Team-Aqua-Rüpel hatte es auch echt drauf - immer schön an das Gewissen appellieren, das ist die beste Überzeugungsstrategie! (Ich musste erstmal nachgoogeln, was eine "Reizdeprivationskammer" ist, ohje...)


    Felizia hatte ich bisher eigentlich für eine langweilige Streberin gehalten, aber so wie es aussieht, buddelt sie nicht nur im Schlamm nach uralten Pokémonkadavern oder plagt sich mit elenden Rotzlöffeln ab. Wie schon beim ersten Teil erwähnt, mag iches sehr, wie du auch den unwichtigeren Charakteren eine Persönlichkeit und ein bisschen Background Story gibst. Ich liebe dieses Wortgefecht zwischen Emerald und Felizia. Ahja, und natürlich Glückwunsch zum ersten Orden! ^^


    Ich hatte mich schon gefragt, wie Trumm Emerald zu diesem Botengang überreden will. War klar, dass das nicht ohne Bestechung funktioniert!


    Was mir noch zu May eingefallen ist: Wäre es möglich, dass sie in der Öffentlichkeit eine Art Deckname bekommt? Da sie auch Champ ist, würde sie ja sonst von jedem erkannt werden. "Saphir" wäre ein tolles Pseudonym, das würde auch zu Emeralds Name passen. Aber du musst natürlich selbst entscheiden, ob das in die Handlung passen würde. :)


    LG Luna

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    • "Was mir noch zu May eingefallen ist: Wäre es möglich, dass sie in der Öffentlichkeit eine Art Deckname bekommt? Da sie auch Champ ist, würde sie ja sonst von jedem erkannt werden. "Saphir" wäre ein tolles Pseudonym, das würde auch zu Emeralds Name passen. Aber du musst natürlich selbst entscheiden, ob das in die Handlung passen würde. :)"


      Vielleicht ist May schon ihr Deckname und ihr wahrer Name ist...?

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    • Juhu! Ich bin echt froh und erleichtert, dass dir Mays erster Auftritt gefallen hat. Gerade, da Emerald eher hitzköpfig ist, fand ich May als kühle Gegnerin ziemlich spannend.


      Bezüglich des Spitznamens/Decknamens: Da müssen wir uns vorher mal zusammensetzen und auch wegen deiner Fanfiction entscheiden, wo (oder wann) May genau herkommt. :wink:

      Da Troy im Spiel der Champ ist, hätte ich jetzt gesagt, dass er offiziell der aktuelle Champion der Hoenn-Region ist, aber man weiß natürlich nie, wer vor ihm Champ war und unter welchen mysteriösen Umständen der Titel wieder freigeworden ist... :saint:

      Daher ist May quasi in der Öffentlichkeit als Oberste Friedensstifterin der Devon Corporation bekannt, auch wenn kaum jemand genau weiß, wo sie herkommt.

  • Zur Info für die anderen ORAS-Challenger: Ich werde diese Woche noch ein Kapitel veröffentlichen und nächste Woche auch nochmal zwei. Danach habe ich die ersten vier Orden. Also, auf mich müsst ihr nicht mehr lange warten oder könnt auch schon weiterspielen. Ich finde es nicht schlimm, etwas hinterherzuhinken, solange ich jede Woche genug Content für ein neues Kapitel habe. :saint::thumbup: